Die Nekropole von Cassibile ist eine der größten archäologischen Stätten Siziliens mit etwa 2000 Felskammergräbern, die zwischen 1000 und 800 v. Chr. in den Kalkstein gehauen wurden. Sie liegt im Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile in den Gemeinden Avola und Noto. Der Zugang ist ein Abenteuer für erfahrene Wanderer: 7 km abseits des Weges mit 175 Höhenmetern. Der Eintritt ist kostenlos und die Stätte ist immer geöffnet.
Was Sie erwartet:
– 2000 Felskammergräber, einige mit mehrfachen Ritzverzierungen.
– Die Befestigungsanlage von Cugno Mola, von Thukydides im Peloponnesischen Krieg erwähnt.
– Die Räuberhöhle (Grotta dei Briganti) und die Ddieri, unterirdische Gräber, die in byzantinischer Zeit wiederverwendet wurden.
– Blicke auf den Ätna und die Schlucht von Cavagrande.
Evokative Einleitung
Versteckt zwischen den Ibleischen Bergen, ist die Nekropole von Cassibile ein schlafender Riese der sizilianischen Geschichte. Mit ihren zweitausend in den Felsen gehauenen Gräbern ist sie eine der größten archäologischen Stätten der Insel, aber auch eine der unbekanntesten. Hier, im Naturschutzgebiet Cavagrande, wird die Stille nur vom Wind und dem Rascheln der Mittelmeervegetation durchbrochen. Und dann, plötzlich, der Ausblick: der rauchende Ätna am Horizont. Ein Ort, der von alten Völkern, von Kriegen und vom Leben erzählt, alles mit eigenen Augen zu entdecken.
Evokative Einleitung
Versteckt zwischen den Ibleischen Bergen, ist die Nekropole von Cassibile ein schlafender Riese der sizilianischen Geschichte. Mit ihren zweitausend in den Felsen gehauenen Gräbern ist sie eine der größten archäologischen Stätten der Insel, aber auch eine der unbekanntesten. Hier, im Naturschutzgebiet Cavagrande, wird die Stille nur vom Wind und dem Rascheln der Mittelmeervegetation durchbrochen. Und dann, plötzlich, der Ausblick: der rauchende Ätna am Horizont. Ein Ort, der von alten Völkern, von Kriegen und vom Leben erzählt, alles mit eigenen Augen zu entdecken.
Historischer Hintergrund
Die Nekropole wurde von den
Sikulern zwischen 1000 und 800 v. Chr. errichtet, in der sogenannten ‘Zweiten Facies von Pantalica’ oder ‘Cassibile-Facies’. Die Felskammergräber zeugen von einer hochentwickelten Zivilisation, die in Kontakt mit den Phöniziern stand. In byzantinischer Zeit wurden sie wiederverwendet: einige weisen noch Arkosolien auf. Gegenüber liegt der Hügel
Cugno Mola, die Festung, von der aus die Syrakusaner die fliehenden Athener nach der Niederlage von 413 v. Chr. überwachten, wie Thukydides berichtet. Funde wie Fibeln und Keramik befinden sich im Paolo-Orsi-Museum in Syrakus.
- 1000-800 v. Chr.: Sikulergräber
- 413 v. Chr.: Peloponnesischer Krieg
- Byzantinische Zeit: Wiederverwendung der Gräber
Historischer Hintergrund
Die Nekropole wurde von den
Sikulern zwischen 1000 und 800 v. Chr. errichtet, in der sogenannten ‘Zweiten Facies von Pantalica’ oder ‘Cassibile-Facies’. Die Felskammergräber zeugen von einer hochentwickelten Zivilisation, die in Kontakt mit den Phöniziern stand. In byzantinischer Zeit wurden sie wiederverwendet: einige weisen noch Arkosolien auf. Gegenüber liegt der Hügel
Cugno Mola, die Festung, von der aus die Syrakusaner die fliehenden Athener nach der Niederlage von 413 v. Chr. überwachten, wie Thukydides berichtet. Funde wie Fibeln und Keramik befinden sich im Paolo-Orsi-Museum in Syrakus.
- 1000-800 v. Chr.: Sikulergräber
- 413 v. Chr.: Peloponnesischer Krieg
- Byzantinische Zeit: Wiederverwendung der Gräber
Ein Sprung in die Geschichte: Gräber und Panoramen
Die Gräber sind auf mehreren Ebenen angeordnet, mit einfachen oder mit konzentrischen Rillen verzierten Eingängen. Einige haben seitliche Kammern und quadratische Türen. Der oxidierte Kalkstein hat alles über Jahrtausende hinweg bewahrt. Aber es ist nicht nur Archäologie: Von der Nekropole aus hat man einen atemberaubenden Blick. Die Schlucht von Cava Sant’Anna erstreckt sich grün, und dort in der Ferne ragt der Ätna weiß von Schnee empor. Eine seltene Mischung aus Geschichte und Natur, die die Mühen der Wanderung mehr als lohnenswert macht.
Ein Sprung in die Geschichte: Gräber und Panoramen
Die Gräber sind auf mehreren Ebenen angeordnet, mit einfachen oder mit konzentrischen Rillen verzierten Eingängen. Einige haben seitliche Kammern und quadratische Türen. Der oxidierte Kalkstein hat alles über Jahrtausende hinweg bewahrt. Aber es ist nicht nur Archäologie: Von der Nekropole aus hat man einen atemberaubenden Blick. Die Schlucht von Cava Sant’Anna erstreckt sich grün, und dort in der Ferne ragt der Ätna weiß von Schnee empor. Eine seltene Mischung aus Geschichte und Natur, die die Mühen der Wanderung mehr als lohnenswert macht.
Cugno Mola und der Peloponnesische Krieg
Gegenüber der Nekropole birgt ein pyramidenförmiger Hügel namens Cugno Mola ein Geheimnis: Thukydides erwähnt ihn als die Festung, von der aus die Syrakuser die Flucht der Athener nach ihrer Niederlage im Jahr 413 v. Chr. blockierten. Hier finden sich auch die Überreste eines griechischen dorischen Prostylos-Tempels, ein Zeichen einer späteren Besiedlung. Etwas weiter entfernt liegt die Grotta dei Briganti: eine Felswohnung mit zwanzig Räumen, die in byzantinischer und arabischer Zeit als Gerberei genutzt wurde. Jeder Stein hier erzählt eine Geschichte.
Cugno Mola und der Peloponnesische Krieg
Gegenüber der Nekropole birgt ein pyramidenförmiger Hügel namens Cugno Mola ein Geheimnis: Thukydides erwähnt ihn als die Festung, von der aus die Syrakuser die Flucht der Athener nach ihrer Niederlage im Jahr 413 v. Chr. blockierten. Hier finden sich auch die Überreste eines griechischen dorischen Prostylos-Tempels, ein Zeichen einer späteren Besiedlung. Etwas weiter entfernt liegt die Grotta dei Briganti: eine Felswohnung mit zwanzig Räumen, die in byzantinischer und arabischer Zeit als Gerberei genutzt wurde. Jeder Stein hier erzählt eine Geschichte.
Warum einen Besuch wert?
Wenn Sie eine Alternative zu Pantalica suchen, die weniger besucht, aber ebenso faszinierend ist, ist Cassibile genau das Richtige für Sie. Es ist ein authentischer Ort, der vom Massentourismus unberührt ist. Für Trekkingliebhaber bietet die 7 km lange Strecke mit 175 Höhenmetern ein echtes Erlebnis, vorbei an Trockenmauern und duftenden Kräutern. Und dann die Geschichte: Die Spuren des Peloponnesischen Krieges mit eigenen Händen zu berühren, gibt einem eine Gänsehaut. Ein weiterer Grund? Der Eintritt ist kostenlos.
Warum einen Besuch wert?
Wenn Sie eine Alternative zu Pantalica suchen, die weniger besucht, aber ebenso faszinierend ist, ist Cassibile genau das Richtige für Sie. Es ist ein authentischer Ort, der vom Massentourismus unberührt ist. Für Trekkingliebhaber bietet die 7 km lange Strecke mit 175 Höhenmetern ein echtes Erlebnis, vorbei an Trockenmauern und duftenden Kräutern. Und dann die Geschichte: Die Spuren des Peloponnesischen Krieges mit eigenen Händen zu berühren, gibt einem eine Gänsehaut. Ein weiterer Grund? Der Eintritt ist kostenlos.
Wann reisen?
Die beste Zeit? Später Frühling oder Herbst, wenn die Hitze noch nicht drückend ist und die Macchia blüht. Vermeiden Sie den Sommer: Die Cava Sant’Anna ist ein Backofen und der Bach ist ausgetrocknet. Falls Sie doch kommen, brechen Sie im Morgengrauen auf. Im Winter werden die Wege nach Regen rutschig. Ich würde einen klaren Maitag wählen, wenn der Ätna gut sichtbar ist und die Luft nach Oregano duftet.
Wann reisen?
Die beste Zeit? Später Frühling oder Herbst, wenn die Hitze noch nicht drückend ist und die Macchia blüht. Vermeiden Sie den Sommer: Die Cava Sant’Anna ist ein Backofen und der Bach ist ausgetrocknet. Falls Sie doch kommen, brechen Sie im Morgengrauen auf. Im Winter werden die Wege nach Regen rutschig. Ich würde einen klaren Maitag wählen, wenn der Ätna gut sichtbar ist und die Luft nach Oregano duftet.
In der Nähe
Nur einen Katzensprung entfernt bietet die Riserva di Cavagrande del Cassibile eine atemberaubende Schlucht mit kleinen Seen zum Baden (im Sommer, wenn Wasser da ist). Etwas weiter lohnt sich ein Besuch im Dorf Avola Antica: Ruinen einer antiken sizilianischen und griechischen Siedlung mit einem spektakulären Blick aufs Meer. Wenn Sie Essen lieben, sollten Sie in Noto unbedingt die Arancini mit Ragù probieren – die Belohnung nach der Mühe.
In der Nähe
Nur einen Katzensprung entfernt bietet die Riserva di Cavagrande del Cassibile eine atemberaubende Schlucht mit kleinen Seen zum Baden (im Sommer, wenn Wasser da ist). Etwas weiter lohnt sich ein Besuch im Dorf Avola Antica: Ruinen einer antiken sizilianischen und griechischen Siedlung mit einem spektakulären Blick aufs Meer. Wenn Sie Essen lieben, sollten Sie in Noto unbedingt die Arancini mit Ragù probieren – die Belohnung nach der Mühe.