Sehenswürdigkeiten in der Provinz Asti: Dörfer und Weinkellereien


🧭 Was dich erwartet

  • Ideal für Wein- und Genussliebhaber, die authentische Erlebnisse in Dörfern und Weinkellereien suchen.
  • Stärken: historische Weinkellereien, gut erhaltene Burgen, Hügellandschaft, Wein- und Speiseveranstaltungen.
  • Nicht verpassen: die Kathedrale von Asti, die Canonica di Vezzolano, das Castello di Costigliole, den Gelso Bialbero.
  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst für mildes Klima und Weinlese.

Veranstaltungen in der Umgebung


Die Provinz Asti ist ein Konzentrat authentischer Schönheiten: mit Reben bepflanzte Hügel, alte Dörfer und Burgen, die von Jahrhunderten der Geschichte erzählen. Hier finden Sie einige der besten piemontesischen Weine wie Barbera und Moscato, aber auch typische Produkte wie Trüffel und Käse. Der Artikel führt Sie durch die symbolträchtigen Orte: von der majestätischen Kathedrale von Asti bis zur suggestiven Canonica di Vezzolano, von den Burgen von Costigliole und Montemagno bis zu den Weinbergen rund um den Gelso Bialbero von Casorzo. Jede Etappe bietet ein praktisches Erlebnis mit Verkostungen, Spaziergängen und kulturellen Besichtigungen. Planen Sie Ihre Reiseroute, um das Herz des Monferrato zu entdecken, mit Tipps zu Weinkellereien, Restaurants und Panoramastrecken. Die Provinz Asti ist ideal für ein Wochenende oder eine längere Tour, um in die Wein- und Speisetradition und die lokale Gastfreundschaft einzutauchen.

Überblick



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Kathedrale Santa Maria Assunta: Ein gotisches Meisterwerk im Herzen von Asti

Kathedrale Santa Maria AssuntaDer Eintritt in die Kathedrale Santa Maria Assunta in Asti ist wie ein Sprung ins Mittelalter, aber mit einem barocken Touch, der nicht stört. Sie ist eine der größten Kirchen Piemonts: 82 Meter lang und 24 Meter hoch, ganz aus Backstein mit Details aus Sandstein. Die Fassade ist ein Triumph von drei Rosettenfenstern, Okuli und einem Kreuzfenster, während an der Südseite das gotische Blütenportal namens „dei Pelletta“ mit Heiligenfiguren aus dem 15. Jahrhundert hervorsticht. Im Inneren, dreischiffig mit Kreuzrippengewölben, umhüllen dich die barocken Fresken von Francesco Fabbrica und Carlo Innocenzo Carloni in einer feierlichen Atmosphäre. Das wahre Highlight ist jedoch das romanische Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert mit den Paradiesflüssen und biblischen Szenen, versteckt unter dem Presbyterium. Verpasse nicht die Werke von Gandolfino da Roreto: die „Madonna des Bankiers“ (1516) mit dem knienden Stifter und die „Vermählung Mariens“. Der barocke hölzerne Chor und die beiden historischen Orgeln (eine Serassi von 1844 und eine Grisori von 1768) runden das Bild ab. Der romanische Glockenturm von 1266, in napoleonischer Zeit abgesenkt, wacht über den Platz. Eintritt frei, geöffnet täglich 8:30–12:00 und 15:00–17:30. Ein Halt hier ist ein Muss für alle, die Kunst und Geschichte lieben.

Kathedrale Santa Maria Assunta

Stiftskirche Santa Maria di Vezzolano: Ein mittelalterliches Juwel zwischen den Hügeln

Regulierte Stiftskirche Santa Maria di VezzolanoWenn du in dieser Gegend unterwegs bist, solltest du dir die Stiftskirche Santa Maria di Vezzolano nicht entgehen lassen. Es ist einer jener Orte, die wie aus einem Geschichtsbuch entsprungen wirken, aber eine authentische Atmosphäre bewahren. Hoch oben auf den Hügeln von Albugnano gelegen, birgt diese regulierte Stiftskirche – Achtung, nenne sie nicht Abtei, das war sie nie – einen einzigartigen mittelalterlichen Charme. Die Fassade mit dem Wechsel von roten Ziegeln und Sandstein begrüßt dich mit drei Reihen von Loggien und Skulpturen, die dich sprachlos machen: Christus als Segnender zwischen den Erzengeln Michael und Raphael, und die thronende Jungfrau in der Lünette des Portals. Beim Eintreten überrascht dich der zweischiffige Innenraum mit einer Marmorlettner aus dem Jahr 1189, einer mit Flachreliefs verzierten Schranke, die die Dormitio Virginis und die Genealogie Christi erzählt. 35 geschnitzte Vorfahren, dazu fünf gemalte – ein Detail, über das Gelehrte noch heute diskutieren. Dann gibt es den Kreuzgang mit seinen Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Das berühmteste? Die Begegnung der drei Lebenden und der drei Toten, eine Szene, die über die Vergänglichkeit des Lebens nachdenken lässt. Und verpasse nicht das Terrakotta-Polyptychon des Hauptaltars, vielleicht ein Geschenk Karls VIII. von Frankreich während seines Italienfeldzugs. Ein Ort, den man in Ruhe besuchen sollte, vielleicht an einem sonnigen Tag, wenn das Licht durch das Biforium fällt und die Statuen der Verkündigung beleuchtet. Eintritt frei, Öffnungszeiten je nach Jahreszeit. Es lohnt sich wirklich.

Regulierte Stiftskirche Santa Maria di Vezzolano

Castello di Costigliole d'Asti: Geschichte, Wein und Atmosphäre

Castello di Costigliole d'AstiWenn es einen Ort gibt, der die Essenz des Asti-Landes verkörpert, dann ist es das Castello di Costigliole d'Asti. Auf dem Felsen thronend, der über dem Dorf wacht, ist diese Burg eine perfekte Mischung aus Geschichte, Architektur und gastronomischer Tradition. Das heutige Erscheinungsbild ist das Ergebnis jahrhundertelanger Veränderungen: von einer Festung aus dem 14. Jahrhundert zu einer eleganten Herrenresidenz, mit Eingriffen aus dem 19. Jahrhundert, die die juvarrische Treppe, ein wahres Meisterwerk, bewahrt haben. Bei einem Spaziergang durch die Säle entdeckt man einzigartige Räume wie den Chinesischen Salon mit orientalischen Gemälden der Brüder Pozzo oder den Triumpfsaal, der mit militärischen Trophäen geschmückt ist. Der Innenhof erzählt Geschichten von alten Streitigkeiten unter den Mitregenten, während der Garten, 1928 von der Gemeinde erworben, heute ein öffentlicher Park zum Entspannen ist. Aber die eigentliche Überraschung? Im Inneren des Schlosses befinden sich die ICIF, die italienische Kochschule für Ausländer, und das Consorzio Barbera d'Asti e Vini del Monferrato. Eine perfekte Verbindung von Kultur und Genuss, bereichert durch die Bruderschaft des Heiligen Hieronymus und das Museum für Sakrale Kunst. Dieses Schloss zu besuchen bedeutet, in eine Atmosphäre einzutauchen, in der Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen, zwischen steilen Gassen und atemberaubenden Ausblicken auf die Hügel des Monferrato.

Castello di Costigliole d'Asti

Torre Troyana: Steig hinauf zum Himmel von Asti

Torre TroyanaWenn es einen Ort gibt, der die mittelalterliche Seele Astis verkörpert, dann ist es der Torre Troyana, auch bekannt als Uhrenturm. Quadratischer Grundriss, 44 Meter hoch – es ist der höchste noch stehende Turm der Stadt – und 199 Holzstufen, die dich direkt zu einem der schönsten Ausblicke auf das Monferrato führen. Die Mühe? Vergessen, sobald du oben ankommst: Das Panorama erstreckt sich über die roten Dächer von Asti, die Hügel und, bei klarem Wetter, bis zum Alpenbogen. Eine dieser Erfahrungen, die dir zeigt, warum diese Gegend ein Juwel des Piemont ist.

Der Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die mächtige Familie Troya – reiche Bankiers, die in ganz Europa Geld verliehen – ihn aufstocken ließ, um ihren Status zu zeigen. Die Biforien und der dreifache Kranz aus Hängearkaden aus Backstein und Sandstein sind das Markenzeichen der astigischen Wehrarchitektur. 1560 ging er an die Stadt über, die ihn in eine öffentliche Uhr umwandelte. Noch heute wird jede Stunde von der Glocke von 1531 geschlagen, die als die älteste noch funktionierende Glocke des Piemont gilt. Ein Klang, der das Leben der Stadt seit Jahrhunderten begleitet, den Schulbeginn, Ladenschluss und öffentliche Bestrafungen markiert.

Im Inneren führt eine Treppe mit 199 Stufen nach oben, mit Zwischenstopps auf den Etagen, um die Biforien und das Uhrwerk zu bewundern. Oben angekommen, kannst du neben der Aussicht auch die Glocke und den Metallhelm sehen, der die Mechanik schützt. Der Turm ist Teil des Museumsnetzwerks von Asti (Smarticket) und täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, mit Schließung vom 1. November bis 31. März. Kurz gesagt, wenn du in Asti bist, verpasse ihn nicht: Es ist ein Sprung ins Mittelalter, der dir den Atem raubt – buchstäblich.

Torre Troyana

Schloss Montemagno: zwischen Geschichte und Wein im Monferrato

Schloss MontemagnoAuf dem Hügel thronend beherrscht das Schloss Montemagno mit seiner imposanten Größe den gleichnamigen Ort. Die ersten Spuren reichen bis ins Jahr 981 zurück, als es noch ein einfacher Wohnturm mit Graben war. Seitdem erlebte es Jahrhunderte voller Schlachten: 1290 während der Kriege zwischen Asti und der Markgrafschaft Monferrato zerstört, wurde es im 14. Jahrhundert wieder aufgebaut. Heute, nachdem es durch die Hände von Familien wie den Della Cerda, den Callori und den Calvi di Bergolo gegangen ist, ist es ein privater Wohnsitz, kann aber von außen bewundert oder bei besonderen Gelegenheiten besichtigt werden (von Mai bis Oktober, am ersten und dritten Dienstag des Monats, nach Vereinbarung).

Die Architektur ist eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Epochen: der unregelmäßige Grundriss, die Spitzbogenfenster mit zweifarbigen Bossen aus Backstein und Tuffstein, die ghibellinischen Zinnen und der elliptische Innenhof aus dem 18. Jahrhundert. Verpassen Sie nicht die Zugbrücke und die Keller, die einst als Gefängnisse dienten. Das wahre Spektakel ist jedoch die Aussicht: Von der Straße hinter dem Schloss genießt man eine der schönsten Aussichten des Monferrato, mit Hügeln, die von Weinbergen übersät sind. Montemagno ist auch die Heimat des Ruchè DOCG, eines duftenden Rotweins, der hier angeblich seinen Ursprung hat. Wenn Sie im Mai vorbeikommen, gibt es das Fest „Pane al Pane“ mit regionalen Spezialitäten. Kurzum, ein Ort, der Geschichte, Wein und Postkartenlandschaften vereint.

Schloss Montemagno

Battistero di San Pietro: ein romanisches Juwel in Asti

Battistero di San PietroWenn Sie durch Asti kommen, ist das Battistero di San Pietro (auch Rotonda di San Pietro in Consavia) ein Muss. Dieser romanische Gebäudekomplex aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist ein kleines Schmuckkästchen voller Geschichte und Architektur. Beim Betreten fällt sofort die beschauliche Atmosphäre auf: Das Licht fällt durch die schmalen Fenster und legt sich auf die acht doppelten Säulen aus Ziegel und Tuff, die die Kuppel tragen. Das Äußere mit achteckigem Grundriss und hängenden Bögen verbirgt einen runden Innenraum, ein Symbol der Auferstehung. In der Mitte erinnert ein schönes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert daran, dass hier die Taufe gefeiert wurde. Verpassen Sie nicht die Cappella Valperga (15. Jahrhundert) mit ihren reichen Terrakottafriesen und den mit Masken verzierten Konsolen. Zum Komplex gehören auch der Kreuzgang und das Prioratshaus, heute Sitz des Archäologischen Museums (leider wegen Restaurierung geschlossen). Eine Besonderheit: Hier stand das alte Priorat der Johanniterritter. Der Eintritt ist kostenlos, aber wenn Sie auch andere Museen besuchen möchten, lohnt sich der Smarticket, der sechs Standorte für 10 € umfasst. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10–13 und 15–18 Uhr (im Sommer bis 19 Uhr). Ich war begeistert von den Sandsteinfriesen der Säulen: zoomorphe Figuren und Füllhörner, die mittelalterliche Geschichten zu erzählen scheinen. Kurzum, ein Ort, der nach Heiligkeit und Geschichte duftet und den man in Ruhe genießen sollte.

Battistero di San Pietro

Museo del Risorgimento: Ein Sprung in die astigianische Geschichte

Museo del RisorgimentoWenn Sie durch Asti kommen, verpassen Sie nicht das Museo del Risorgimento, untergebracht im eleganten Palazzo Ottolenghi (Corso Alfieri 350). Entstanden aus Spenden lokaler Familien, erzählt es die Zeit von 1797 (Jahr der Republik Asti) bis 1870, mit Ausflügen in die beiden Weltkriege. Der Kern stammt aus dem Jahr 1898, als Graf Leonetto Ottolenghi Gemälde zum fünfzigsten Jahrestag des Albertinischen Statuts in Auftrag gab. Nach mehreren Umzügen wurde das Museum 2012 genau hier wiedereröffnet, mit einer modernen Ausstellung, die sowohl die Exponate als auch die Räume hervorhebt. Die Sammlung ist eine faszinierende Mischung: Schlachtengemälde von Morgari, Pontremoli und Cerruti Bauduc sowie ovale Porträts von Cavour, Garibaldi und Brofferio, gemalt vom astigianischen Künstler Paolo Arri. Unbedingt sehenswert sind die Garibaldi-Fahnen – 9 von 39 sind ausgestellt – und das berühmte rote Hemd von 1866. Hervorzuheben sind auch die Uniform und der Säbel von Major Orazio Dogliotti sowie die Reisekiste von Vincenzo Gioberti. Das Museum erstreckt sich über drei Ebenen. Im zweiten Untergeschoss gelangt man zu einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der restauriert und mit einer 20-minütigen Projektion zur Kriegsgeschichte Astis ergänzt wurde. Alles ist sehr sorgfältig gestaltet, mit didaktischen Tafeln und multimedialen Hilfsmitteln. Gute Nachricht: Der Eintritt ist kostenlos! Achtung jedoch: Derzeit ist das Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen (auf unbestimmte Zeit). Vor dem Besuch werfen Sie einen Blick auf die Website visit.asti.it oder rufen Sie 0141 594791 an. Wenn es wieder öffnet, wird es ein aufregender Tauchgang in unsere Vergangenheit sein.

Museo del Risorgimento

Castello di Monastero Bormida: Ein Sprung ins Mittelalter zwischen Türmen und Weinkellern

Castello di Monastero BormidaWenn Sie durch die Langa Astigiana reisen, machen Sie Halt in Monastero Bormida. Hier wird Sie das Castello di Monastero Bormida mit seiner vielschichtigen Geschichte überraschen. Es wurde um 1050 als Benediktinerkloster zu Ehren der Heiligen Julia gegründet und bewahrt noch den 27 Meter hohen romanischen Glockenturm mit vier Reihen von Friesen und Hängearkaden. Wenn Sie unter dem Steinbogen hindurchgehen, der den Turm mit dem Burgkörper verbindet, meinen Sie fast, das Echo der Schritte der Mönche zu hören. Zwischen 1394 und 1405 wurde es von den Markgrafen Del Carretto in eine Festung umgewandelt, aber was Sie heute sehen, ist das Ergebnis von Renaissance- und Barockumbauten. Die barocke Fassade aus dem 17. Jahrhundert mit ihren Pilastern ist imposant, aber auf der Rückseite finden Sie den reizvollsten Teil: eine zweibogige Loggia aus dem 16. Jahrhundert mit einer zentralen Steinsäule. Im Inneren lassen die Mosaikböden und die mit floralen und geometrischen Motiven bemalten Gewölbe- und Kreuzrippendecken Sie in einem Herrenhaus fühlen. Nicht verpassen sollten Sie die Weinkeller, die der Reifung der großen Weine der Region dienen, und die Gipsothek Edoardo Rubino im ersten Stock mit Gipsskulpturen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Wenn Sie Glück haben, erleben Sie eine der historischen Kostümaufführungen des Netzwerks Castelli Aperti – jedes Jahr bieten sie lebendige Führungen an, die Geschichte lebendig werden lassen. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, aber für ein vollständiges Erlebnis empfehle ich die Führung mit einem Aperitif aus lokalen Produkten.

Castello di Monastero Bormida

Der Doppelbaum von Casorzo: Ein Baum, zwei Arten

Maulbeer-Doppelbaum von CasorzoWenn Sie denken, Sie hätten alles gesehen, wird der Doppelbaum von Casorzo Sie eines Besseren belehren. Stellen Sie sich einen uralten Maulbeerbaum vor, der als Basis für einen kräftigen Kirschbaum dient, dessen Wurzeln durch den hohlen Stamm bis zum Boden reichen. Eine botanische Allianz, die alle Regeln herausfordert. Sie finden ihn entlang der SP38 zwischen Casorzo und Grana in der Provinz Asti. Der angelegte Bereich mit Picknicktischen und einer Skulptur des Consorzio Tutela Malvasia empfängt die Besucher.

Der Kirschbaum, etwa sechs Meter hoch, ist höher als der Maulbeerbaum (fünf). Im Frühling, zwischen März und April, ist das Schauspiel unglaublich: Der Kirschbaum blüht weiß, während der Maulbeerbaum noch kahl ist. Ein kontrastreicher Anblick, den man fotografieren sollte. Im Sommer, wenn beide grün sind, tarnt sich der Doppelbaum. Die beste Zeit? Definitiv der Frühling.

Es wird gesagt, dass er aus einem Samen entstanden ist, der von einem Vogel gebracht wurde und in der Höhle des Maulbeerbaums landete. Heute ist er ein Naturdenkmal. Die nahe gelegene Gemeinde Casorzo ist einen Besuch wert: die Kirche Madonna delle Grazie (13. Jahrhundert) und die Kellerei, wo man die Malvasia verkosten kann. Wenn Sie gerne spazieren gehen, führt der Sentiero del Malvasia direkt hier vorbei. Ein Ort, der die Kraft der Natur erzählt, und ein wenig auch die der örtlichen Gemeinschaft, die sich um diese pflanzliche Umarmung kümmert.

Maulbeer-Doppelbaum von Casorzo

Domus Romana del Varrone: ein Sprung ins antike Hasta

Domus Romana del VarroneWenn Sie denken, dass Asti nur Wein und Trüffel ist, liegen Sie völlig falsch. Im Herzen der Altstadt, nur wenige Schritte vom Roten Turm entfernt, verbirgt sich ein Stück römischer Geschichte, das nur wenige kennen: die Domus Romana del Varrone. Wir befinden uns in der Via Varrone 30, im Keller des ehemaligen Altenheims Canuto Borelli. Hier, etwa achtzig Meter nördlich des alten Westtors (des Roten Turms), stand ein reiches Patrizierhaus, das in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. erbaut wurde, als Asti noch Hasta hieß. Die Überreste sind fragmentarisch, aber das absolute Juwel ist das Bodenmosaik des Tricliniums, des Speisesaals. Es misst 3 x 1,70 Meter und ist in Piemont einzigartig in Qualität und Komplexität. Ausgeführt in Opus tesselatum und Opus sectile, zeigt es einen weißen Grund mit Kacheln aus farbigem Marmor (Serpentin, Grün, Numidischgelb), abwechselnd mit Fischfiguren und Efeuzweigen. Zwei Rahmen aus schwarzen und weißen Steinchen umgeben es: einer im Fischgrätmuster und einer im Flechtbandmuster. Spektakulär, nicht wahr? Aber das ist noch nicht alles. In einer späteren Epoche wurde die Domus mit einem Hypokauston-Heizungssystem ausgestattet: Unter dem Boden zirkulierte heiße Luft aus einem Ofen (Praefurnium), und die Ziegelpfeiler sind noch sichtbar. Kleine Fragmente bemalten Putzes und farbiger Marmor erzählen von einem luxuriösen Wohnsitz. Heute wird die Domus von der Fondazione Asti Musei verwaltet. Sie ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 18:00 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Für Informationen: 0141 530403. Eine kurze, aber intensive Station, perfekt für alle, die Archäologie lieben und die römischen Wurzeln Astis entdecken möchten.

Domus Romana del Varrone

Schloss Moncucco: Geschichte und Panoramen in der Provinz Asti

Schloss MoncuccoSobald du in Moncucco Torinese ankommst, begrüßt dich die Burg von oben. Imposant, mit ihren massiven Mauern und den zwei Türmen, die über das Dorf ragen, beherrscht sie die Hügel des Monferrato und bietet einen Panoramablick, der bis nach Superga und zum Alpenbogen reicht. Es ist einer jener Orte, an denen man Geschichte bei jedem Schritt spürt. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1164, als Friedrich Barbarossa sie dem Markgrafen von Monferrato bestätigte. Doch im 13. Jahrhundert wird die Burg zur Legende: Hier wurden die Brüder Nicolao und Jacopo geboren, zwei Tempelritter. Jacopo wurde Großpräzeptor von Italien des Templerordens – eine Gänsehaut erzeugende Sache. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie von Hand zu Hand: von den Solaro zu den Grisella, bis die Gemeinde sie 1855 erwarb. Heute beherbergt sie nicht nur die Schulen, sondern auch das Gipsmuseum, das die Verarbeitung dieses für die ländliche Architektur des unteren Monferrato so wichtigen Materials erzählt. Und das ist noch nicht alles: 2025 begannen die Arbeiten, um den Südflügel in ein Restaurant und eine Herberge mit zehn Zimmern umzuwandeln. Eine Möglichkeit, die Burg nicht nur zu einem Denkmal, sondern zu einem lebendigen Ort zu machen. Wenn du in dieser Gegend bist, beschränke dich nicht darauf, sie von außen zu betrachten: Geh hinein, steig auf die Wehrgänge und genieße die Aussicht. Und vielleicht machst du nach dem Museumsbesuch einen Ausflug in die umliegenden Dörfer. Die Burg von Moncucco ist einer jener Stopps, die in Erinnerung bleiben – zwischen Geschichte, Kunst und einer unvergesslichen Aussicht.

Schloss Moncucco

Krypta und Museum Sant'Anastasio: Geschichte und Faszination unter dem Gymnasium

Krypta und Museum Sant'AnastasioUnter dem klassischen Gymnasium von Asti, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, verbirgt sich ein archäologischer Schatz, den nur wenige kennen: die Krypta und das Museum Sant'Anastasio. In das Herz der Stadt gegraben, stammt diese Krypta aus dem 8. Jahrhundert und bewahrt Spuren der langobardischen und römischen Herrschaft. Der Grundriss ist basilikal, mit drei Schiffen und Kreuzgewölben. Die ältesten Säulen sind römische Spolien mit Kapitellen, die spätrömische und frühmittelalterliche Elemente vermischen. Darunter ragt ein langobardisches Kapitell mit eingravierten griechischen Kreuzen hervor. Der östliche Teil ist eine Erweiterung aus dem 12. Jahrhundert mit Säulen aus Sandstein, die mit Ranken und Tieren verziert sind. Das Lapidarium zeigt romanische Kapitelle aus dem frühen 12. Jahrhundert, Fundstücke aus der gotischen Kirche der Maddalena und eine Altarfront aus dem 14. Jahrhundert aus San Pietro in Consavia. Aber die wahre Magie liegt in den Schichtungen: Unter den Füßen sieht man die Platten des römischen Forums von Hasta (1. Jh. n. Chr.), langobardische Gräber des 7.-8. Jahrhunderts und die Mauern von drei aufeinanderfolgenden Kirchen. Die Atmosphäre ist eindrucksvoll: Stille und gedämpftes Licht machen alles sehr intim. Ein Ort, den ich jedem empfehle, der versteckte Geschichten liebt. Öffnungszeiten: täglich 10-19 (letzter Einlass 18). Eintritt: 10 € voll, 8 € ermäßigt. Info: 0141 437454.

Krypta und Museum Sant'Anastasio

Krypta und Museum Sant'Anastasio: Geschichte und Faszination unter dem Gymnasium

Krypta und Museum Sant'AnastasioUnter dem klassischen Gymnasium von Asti, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, verbirgt sich ein archäologischer Schatz, den nur wenige kennen: die Krypta und das Museum Sant'Anastasio. In das Herz der Stadt gegraben, stammt diese Krypta aus dem 8. Jahrhundert und bewahrt Spuren der langobardischen und römischen Herrschaft. Der Grundriss ist basilikal, mit drei Schiffen und Kreuzgewölben. Die ältesten Säulen sind römische Spolien mit Kapitellen, die spätrömische und frühmittelalterliche Elemente vermischen. Darunter ragt ein langobardisches Kapitell mit eingravierten griechischen Kreuzen hervor. Der östliche Teil ist eine Erweiterung aus dem 12. Jahrhundert mit Säulen aus Sandstein, die mit Ranken und Tieren verziert sind. Das Lapidarium zeigt romanische Kapitelle aus dem frühen 12. Jahrhundert, Fundstücke aus der gotischen Kirche der Maddalena und eine Altarfront aus dem 14. Jahrhundert aus San Pietro in Consavia. Aber die wahre Magie liegt in den Schichtungen: Unter den Füßen sieht man die Platten des römischen Forums von Hasta (1. Jh. n. Chr.), langobardische Gräber des 7.-8. Jahrhunderts und die Mauern von drei aufeinanderfolgenden Kirchen. Die Atmosphäre ist eindrucksvoll: Stille und gedämpftes Licht machen alles sehr intim. Ein Ort, den ich jedem empfehle, der versteckte Geschichten liebt. Öffnungszeiten: täglich 10-19 (letzter Einlass 18). Eintritt: 10 € voll, 8 € ermäßigt. Info: 0141 437454.

Krypta und Museum Sant'Anastasio

Städtisches Museum Moncalvo: Kunst und Geschichte in einem ehemaligen Kloster

Städtisches Museum MoncalvoIm Herzen von Moncalvo, zwischen den sanften Hügeln des Monferrato, wird Sie das Städtische Museum überraschen. Untergebracht in den Räumen des ehemaligen Ursulinenklosters – einem barocken Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das der Maler Guglielmo Caccia errichten ließ – ist es eine kleine Schatzkammer der Kunst. Die Hauptsammlung stammt von dem aus Moncalvo stammenden Botschafter Franco Montanari: eine außergewöhnliche Schenkung, die Werke von Meistern des 20. Jahrhunderts wie Giorgio De Chirico, Marc Chagall, Renato Guttuso und Afro mit afrikanischer und asiatischer Kunst vereint. Zu den wertvollen Stücken gehören eine Bleistiftzeichnung von Modigliani und eine Kaltnadelradierung von Chagall. Doch das eigentliche Herzstück sind drei Stillleben von Orsola Maddalena Caccia, der Tochter von Guglielmo, die wie theologische Erzählungen gemalt sind. Das Museum wird vom Verein A.L.E.RA.MO Onlus betrieben, der das ganze Jahr über Wechselausstellungen organisiert – wie die faszinierende „Paesaggio – 景色“ über japanische Kunst. Die Atmosphäre ist intim, barrierefrei. Achtung: Das Museum ist nur samstags und sonntags geöffnet (10–18 Uhr), aber nach Vereinbarung auch unter der Woche. Ein Tipp? Überprüfen Sie vor der Abreise immer die Website, da die Öffnungszeiten variieren können. Eine kulturelle Ecke, die einen Umweg wert ist, besonders wenn Sie während der Trüffel- oder Ochsenmastfestivals vorbeikommen.

Städtisches Museum Moncalvo

Torre di Vengore: Ein Sprung ins Mittelalter zwischen Langa und Legenden

Torre di VengoreAuf einem Hügel östlich von Roccaverano, zwischen Getreidefeldern und Wäldern gelegen, ist die Torre di Vengore einer dieser Orte, die einen plötzlich ergreifen. Man sieht sie von weitem, fast 30 Meter hoch, und fragt sich, wie sie so lange widerstehen konnte. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Auftrag der Gemeinde erbaut, diente sie als Wachturm über das Valle Bormida di Spigno und das Acquese. Ihr quadratischer Grundriss besteht aus lokalem Langa-Stein, mit dicken Mauern und einem 4,5 Meter tiefen Graben, der noch sichtbar ist. Die Schießscharten und Konsolen – diese steinernen Vorsprünge – trugen einst einen hölzernen Wehrgang, der heute verschwunden ist. Der ursprüngliche Eingang liegt 7,5 Meter über dem Boden und ist über eine kürzlich installierte Stahltreppe erreichbar. Das Innere kann nur nach Voranmeldung besichtigt werden (Rufen Sie das Gemeindeamt unter 0144 93025 an), aber es lohnt sich: Von der Spitze schweift der Blick über die Alpen, die Calanchi von Mombaldone und die Hügel des Alto Monferrato. In Stille gehüllt, ist der Turm Teil der Giro delle 5 Torri, eines etwa 30 km langen Wanderwegs, der die Befestigungen der Gegend verbindet. Und dann ist da noch die Legende: Man sagt, der Name stamme von einem ehrgeizigen Marquis, der „Vengo, Re!“ rief – oder vielleicht von einer Gruppe Dorfbewohner, die die Herrscher nachahmen wollten und von göttlichem Zorn bestraft wurden. Andere Geschichten machen ihn zur Heimstätte von Kobolden und Geistern. Egal: Heute ist er ein Symbol dieser astigianischen Langa, restauriert und bereit, Sie ein Stück Mittelalter im Grünen erleben zu lassen.

Torre di Vengore

Madonna del Castello: ein barockes Juwel auf dem Hügel von Ranello

Madonna del CastelloMadonna del Castello ist eine Überraschung, die dich auf dem höchsten Hügel von Ranello in der Provinz Asti erwartet. Hier, wo einst die im frühen 16. Jahrhundert abgerissene alte Burg stand, erhebt sich heute eine kleine barocke Kirche, ein wahres Juwel. Von der alten Festung ist nur ein abgesenkter Turm übrig geblieben, der fast wie ein Zeuge des Zeitverlaufs wirkt. Die Kirche, die der Madonna geweiht ist und an der gleichnamigen Straße liegt, besticht durch ihre elegante Struktur und die Trompe-l'oeil-Dekorationen, die eine illusorische Tiefe erzeugen. Beim Eintreten wird der Blick von den Gemälden angezogen, die die Wände schmücken: eine Fülle von Farben und Details, die Geschichten von Glauben und Kunst erzählen. Die Atmosphäre ist intim, beschaulich, fast wie außerhalb der Welt. Bei einem Spaziergang in der Umgebung stößt man auch auf die Kapelle San Sebastiano, ein kleines Juwel, das den Ausgang aus dem Ortskern markiert. Ein Ort, den man nicht erwartet, der aber im Herzen bleibt. Perfekt für alle, die verborgene Ecken abseits des Massentourismus entdecken möchten. Ich empfehle, sie in Ruhe zu besuchen, vielleicht an einem sonnigen Morgen, wenn das Licht durch die Fenster fällt und die Fresken erleuchtet, was eine fast magische Atmosphäre schafft.

Madonna del Castello