Heiligtum Santa Maria della Foresta: Wo der heilige Franziskus 1224 die Stigmata empfing

Das Heiligtum Santa Maria della Foresta, nur wenige Kilometer von Rieti entfernt, ist der Ort, an dem der heilige Franziskus 1224 die Stigmata empfing. Eingebettet in einen Eichenwald bewahrt es die authentische franziskanische Spiritualität mit schlichter mittelalterlicher Architektur. Der Besuch bietet Ausblicke auf das Heilige Tal und ist ideal für die Besinnung abseits der Menschenmengen.

  • Kapelle mit dem Stein, auf dem der heilige Franziskus 1224 betete
  • Renaissance-Kreuzgang und Garten mit der Quelle des Heiligen
  • Fresken aus dem 15. Jahrhundert und Reliquie des Franziskusgewands
  • Abgeschiedene Lage zwischen Olivenhainen und Wäldern, besonders schön bei Sonnenuntergang

Copertina itinerario Heiligtum Santa Maria della Foresta: Wo der heilige Franziskus 1224 die Stigmata empfing
Mittelalterliches Franziskanerheiligtum in Rieti mit dem Stein, auf dem der heilige Franziskus betete, Renaissance-Kreuzgang und Garten mit der Quelle des Heiligen. Kostenloser Eintritt im Heiligen Tal.

Wissenswertes


Einführung

Knapp außerhalb von Rieti empfängt Sie das Heiligtum Santa Maria della Foresta mit einer Atmosphäre absoluten Friedens. Sie erreichen es über eine ländliche Straße, die sich durch Olivenhaine und jahrhundertealte Eichen schlängelt. Der schlichte und intime Komplex befindet sich dort, wo der heilige Franziskus 1224 die Stigmata empfing, während seines Aufenthalts im Heiligen Tal. Es ist nicht nur ein Ort der Anbetung, sondern auch ein spiritueller Rückzugsort, eingebettet ins Grüne. Die Fassade aus lokalem Stein und der Glockengiebel beeindrucken durch ihre Schlichtheit. Beim Betreten atmen Sie eine Luft authentischer Hingabe, fernab vom Trubel. Es ist der richtige Ort für alle, die einen Moment der Einkehr suchen, umgeben von der unberührten Natur der Sabina.

Historischer Überblick

Die Geschichte des Heiligtums ist untrennbar mit dem Heiligen Franziskus verbunden. Hier zog sich der Heilige im September 1224 zum Gebet zurück, nachdem er in der Region gepredigt hatte. Der Überlieferung nach empfing er an diesem Ort die Stigmata, die Wundmale Christi. Die ursprüngliche Anlage war eine kleine Einsiedelei, die in den folgenden Jahrhunderten von den Franziskanermönchen erweitert wurde. Heute bewahrt sie mittelalterliche architektonische Spuren, wie die ursprüngliche Kapelle, sowie Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die Episoden aus dem Leben des Heiligen darstellen. Die heutige Kirche, die 1600 geweiht wurde, bewahrt die für franziskanische Orte typische Schlichtheit.

  • 1224: Der Heilige Franziskus hält sich in der Einsiedelei auf und empfängt die Stigmata
  • 13. Jahrhundert: Bau der ersten Kapelle
  • 15. Jahrhundert: Anfertigung der Innenfresken
  • 1600: Weihe der heutigen Kirche

Der Kreuzgang und der Garten

Durch das Seitenportal gelangst du in den Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert. Es ist ein perfektes Quadrat mit Steinbögen und einem Brunnen in der Mitte. Hier gingen die Mönche im Gebet umher, und du kannst dasselbe tun und die Stille genießen, die nur vom Vogelgesang unterbrochen wird. Vom Kreuzgang aus öffnet sich der Garten, der mit aromatischen Pflanzen und Wildblumen gepflegt wird. Ein grasbewachsener Pfad führt zur Quelle, an der Franziskus einst seinen Durst stillte und die noch heute aktiv ist. Es ist eine Oase der Ruhe, um zu meditieren oder einfach die hügelige Landschaft zu bewundern. Der Garten ist klein, aber intensiv, mit Holzbänken, die zum Verweilen einladen. Im Frühling schaffen Gänseblümchen und blühender Rosmarin farbenfrohe Akzente vor dem Grau des Steins.

Das Innere und die Reliquien

Das einschiffige Kircheninnere ist schlicht, wie Franziskus es wollte. Die weißen Wände betonen das Licht, das durch die kleinen Fenster fällt. Sofort fällt der geschnitzte Hauptaltar aus Holz auf und rechts die Kapelle der Stigmata. Hier wird eine Reliquie aufbewahrt: ein Fragment der Tunika des Heiligen, ausgestellt in einer Vitrine. Die Fresken erzählen das Leben des Franziskus mit lebendigen Szenen trotz der Jahrhunderte. Der alte Terrakottaboden knarrt unter den Schritten und verleiht dem Raum Charme. Ganz hinten führt eine Tür zur Sakristei, wo liturgische Gewänder aus dem 18. Jahrhundert aufbewahrt werden. Die Atmosphäre ist intim, ideal für ein stilles Gebet. Gläubige hinterlassen oft Votivgaben an den Wänden als Zeugnisse erhaltenen Gnaden.

Warum Sie es besuchen sollten

Besuchen Sie dieses Heiligtum aus drei konkreten Gründen. Erstens: Es ist einer der authentischsten franziskanischen Orte, fernab vom Massentourismus. Zweitens: Die abgeschiedene Lage bietet Ihnen atemberaubende Ausblicke auf das Heilige Tal mit grünen Hügeln und malerischen Bergdörfern. Drittens: Der Eintritt ist kostenlos und eine Reservierung ist nicht erforderlich, Sie können zu jeder gewünschten Zeit kommen. Es ist perfekt für eine erholsame Pause während einer Reise durch die Sabina. Die Mönche sind für kurze Erklärungen verfügbar, falls Sie sie antreffen. Nehmen Sie eine Kamera mit: Das Abendlicht auf der Fassade ist spektakulär.

Wann man gehen sollte

Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der erste Nachmittag im Herbst, wenn die tiefstehende Sonne das Steinmaterial des Heiligtums beleuchtet und die Blätter der Bäume sich rot färben. Im Sommer sollten Sie die Mittagsstunden meiden: Die Hitze kann intensiv sein. Im Frühling hingegen steht der Garten in voller Blüte und die Luft duftet nach Wildkräutern. Wenn Sie die Einsamkeit bevorzugen, gehen Sie früh morgens an Werktagen. Das Heiligtum ist das ganze Jahr über geöffnet, aber überprüfen Sie die Öffnungszeiten an religiösen Feiertagen.

In der Umgebung

Vervollständigen Sie das franziskanische Erlebnis mit zwei nahegelegenen Stationen. Nur wenige Autominuten entfernt befindet sich das Heiligtum von Fonte Colombo, wo Franziskus die Ordensregel verfasste. Es ist ein weiteres Juwel, versteckt in den Wäldern, mit einer in den Fels gehauenen Einsiedelei. Anschließend begeben Sie sich nach Greccio, um das Heiligtum der Krippe zu besuchen, wo der Heilige 1223 die erste lebende Krippe inszenierte. Beide Orte sind von derselben unberührten Natur umgeben und bieten Wanderwege entlang der franziskanischen Pfade.

💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Der Überlieferung nach verfasste der Heilige Franziskus genau an diesem Ort während seines Aufenthalts im Heiligen Tal den Sonnengesang. Das Heiligtum bewahrt noch den ursprünglichen Brunnen, aus dem der Heilige Wasser schöpfte, das von Gläubigen als wundertätig angesehen wird. Während der Restaurierungsarbeiten kamen jahrhundertelang verborgene Fresken aus dem 14. Jahrhundert zum Vorschein, darunter eine seltene Darstellung der Madonna del Latte.