🧭 Was dich erwartet
- Ideal für Liebhaber römischer und mittelalterlicher Geschichte mit dem Trajansbogen und dem Römischen Theater von Benevento.
- Highlights: auf Hügeln gelegene Dörfer wie Sant'Agata de' Goti, normannische Burgen und archäologische Museen in der Region Sannio.
- Beinhaltet Natur und Ingenieurskunst mit dem Bereich des Acquedotto Carolino und dem Monte Mutria für Wanderungen.
- Bietet authentische kulinarische Erlebnisse mit Strega-Likör, Torrone und lokalen Käsesorten.
Die Provinz Benevento ist ein Gebiet reich an Geschichte und Traditionen, wo das römische Erbe sich mit mittelalterlichem Charme verbindet. Der Trajansbogen dominiert die Altstadt von Benevento, eines der am besten erhaltenen römischen Denkmäler Italiens. Die Rocca dei Rettori bietet einen Panoramablick auf die Stadt und die umliegenden Hügel. Außerhalb der Hauptstadt bezaubert Sant'Agata de' Goti mit seinem auf einem Felsen gelegenen Dorf und dem Bischofspalast, während Montesarchio die Burg und das Archäologische Nationalmuseum des Sannio Caudino beherbergt. Die Landschaften des Monte Mutria in Cusano Mutri sind ideal für Wanderungen, und das Naturgebiet der Carolino-Wasserleitung in Sant'Agata de' Goti vereint Natur und bourbonische Ingenieurskunst. Die Provinz ist berühmt für den Strega, den lokalen Likör, und für typische Produkte wie Torrone und Käse aus dem Sannio.
Überblick
- Trajansbogen
- Rocca dei Rettori
- Bischofspalast von Sant'Agata de' Goti
- Burg Montesarchio
- Monte Mutria
- Nationales Archäologisches Museum des Samnium Caudinum
- Amphitheater von Telesia
- Burg Ceppaloni
- Herzogliches Schloss von Faicchio
- Delfinbrunnen
- Naturgebiet des Carolino-Aquädukts
- Uhrenmuseum der Turmuhren
- Museum von Sannio
- Römisches Theater
- Ponte Leproso
Routen in der Umgebung
Trajansbogen
- Zur Detailseite: Trajansbogen in Benevent: Intakte Marmorreliefs und freier Eintritt
- Via Port'Aurea, Benevento (BN)
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Der Trajansbogen in Benevent zählt zu den am besten erhaltenen römischen Monumenten weltweit. Er wurde zwischen 114 und 117 n. Chr. zur Feier der Eröffnung der Via Traiana errichtet. Dieser etwa 15 Meter hohe Triumphbogen aus pentelischem Marmor besticht durch die Fülle seiner Reliefs, die die Taten des Kaisers Trajan erzählen. Die gemeißelten Paneele zeigen Szenen von Schlachten, Opfergaben an die Götter und öffentlichen Bauwerken und bieten ein einzigartiges Zeugnis römischer Kaiserpropaganda. Die strategische Lage entlang der antiken Via Appia unterstreicht seine Bedeutung als Stadttor, während die architektonischen Details das hohe künstlerische Niveau der damaligen Steinmetzmeister offenbaren. Heute dominiert der Bogen mit seiner majestätischen Präsenz die Piazza Papiniano und zieht Besucher aus aller Welt an. Die perfekte Erhaltung der Inschriften und Reliefs ermöglicht eine klare Lesbarkeit der politischen und feierlichen Botschaften des Imperiums. Die nächtliche Beleuchtung unterstreicht die Schönheit des Monuments zusätzlich und schafft eine suggestive Atmosphäre, die in vergangene Zeiten entführt. Der Besuch des Trajansbogens ist ein unverzichtbares Erlebnis, um das römische Erbe in Samnium vollständig zu verstehen.
Rocca dei Rettori
- Piazza Castello, Benevento (BN)
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Die Rocca dei Rettori erhebt sich imposant im Herzen von Benevento als stummer Zeuge jahrhundertealter Geschichte. Im Jahr 1321 auf Geheiß von Papst Johannes XXII. erbaut, stellt diese Festung eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt dar. Ihre strategische Lage am höchsten Punkt der Altstadt macht sie zu einem privilegierten Aussichtspunkt über das Sabatotal und die gesamte Stadt. Ursprünglich als Sitz der päpstlichen Rektoren konzipiert, wurde die Struktur im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut – von einer Militärfestung bis hin zu einem Gefängnis während der bourbonischen Zeit. Heute beherbergt sie die Provinz Benevento und temporäre Ausstellungsräume. Die Architektur zeigt deutlich die verschiedenen Bauphasen: Der untere Teil aus lokalem Kalkstein stammt aus der angioinischen Zeit, während das obere Stockwerk spätere Eingriffe widerspiegelt. Vom Innenhof gelangt man zum Torre dei Rettori, von dem aus sich ein atemberaubender Panoramablick auf den Dom, den Trajansbogen und die umliegenden Hügel bietet. Die Festung bewahrt noch Spuren der alten Gefängnisse mit Graffiti von Gefangenen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der Besuch ermöglicht es, die städtebauliche Entwicklung Beneventos durch die Jahrhunderte nachzuvollziehen und zeigt, wie dieses Gebäude stets das Zentrum der Macht der Stadt verkörperte – zunächst päpstlich, später administrativ.
Bischofspalast von Sant'Agata de' Goti
- Zur Detailseite: Bischofspalast Sant'Agata: Fresken aus dem 18. Jahrhundert und Innenhof mit Brunnen im mittelalterlichen Dorf
- Piazza Umberto I, Sant'Agata de' Goti (BN)
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Der Bischofspalast von Sant'Agata de' Goti erhebt sich im Herzen des mittelalterlichen Dorfes und blickt auf den bezaubernden Platz, an dem die Geschichte an jeder Ecke spürbar ist. Erbaut zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert, stellt dieses Gebäude ein außergewöhnliches Beispiel kirchlicher Architektur dar, das über die Jahrhunderte hinweg seinen Charme bewahrt hat. Die Fassade aus lokalem Stein mit ihren romanischen Elementen und späteren barocken Ergänzungen erzählt visuell die Wandlungen der bischöflichen Macht in der Region Sannio. Beim Eintreten beeindruckt der innenliegende Säulenhof, wo Rundbögen und Steinsäulen eine Atmosphäre der Andacht schaffen. Die Innenräume bewahren Fresken aus dem 18. Jahrhundert und zeitgenössische Einrichtungsgegenstände, die die zentrale Rolle des Palastes im religiösen und administrativen Leben der Region bezeugen. Besonders bedeutsam ist die private Kapelle, die lokalen Heiligen gewidmet ist, mit Verzierungen, die christliche Symbole und Anklänge an die langobardische Tradition vereinen. Heute beherbergt der Palast auch das Diözesanmuseum, wo liturgische Gewänder, illuminierte Handschriften und archäologische Fundstücke ausgestellt sind, die die Volksfrömmigkeit durch die Jahrhunderte dokumentieren. Seine strategische Lage, nur wenige Schritte von der Kathedrale Sant'Agata entfernt, macht ihn zu einem idealen Ausgangspunkt, um das Dorf zu erkunden und seine kulturellen Wurzeln zu verstehen.
Burg Montesarchio
- Strada Provinciale Vitulanese-Castello, Montesarchio (BN)
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Die Burg Montesarchio erhebt sich majestätisch auf dem Hügel, der das gesamte Caudinatal überragt – ein strategischer Punkt, der Jahrhunderte der Geschichte miterlebt hat. Im 9. Jahrhundert von den Langobarden erbaut, wurde sie später von den Normannen erweitert und im 19. Jahrhundert in ein bourbonisches Gefängnis umgewandelt. Heute beherbergt sie das Nationale Archäologische Museum des Samnium Caudinum, das die Geschichte der Region durch außergewöhnliche Fundstücke erzählt. Besonders hervorzuheben ist die Assteas-Vase, eine griechische Vase aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., die nach einer internationalen Bergung unversehrt geborgen wurde. Von den Türmen aus genießt man einen atemberaubenden Panoramablick über das Tal und die Berge des Taburno. Die Ausstellungsräume sind thematisch gegliedert: Vorgeschichte, samnitische und römische Epoche mit einem Schwerpunkt auf der Schlacht an den Caudinischen Pässen. Die Burg ist auch Schauplatz temporärer Ausstellungen und kultureller Veranstaltungen, die die restaurierten Räume mit Leben füllen. Das Bauwerk bewahrt originale Elemente wie die bourbonischen Gefängniszellen, in denen Patrioten des Risorgimento inhaftiert waren. Ein Besuch bedeutet, in eine vielschichtige Geschichte einzutauchen, in der jeder Stein von Herrschaft und Widerstand erzählt. Der Zugang ist bequem mit Parkplätzen in der Nähe und einem gut ausgeschilderten Besucherweg. Das Museum ist mit didaktischen Tafeln auf Italienisch und Englisch ausgestattet und ideal für Familien und Archäologiebegeisterte.
Monte Mutria
- Cusano Mutri (BN)
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Die Besteigung des Monte Mutria bedeutet die Entdeckung eines der spektakulärsten Aussichtspunkte des Sannio. Mit seinen 1823 Metern überragt dieser Berg das Gebiet von Cusano Mutri und bietet Ausblicke, die vom Matese bis zum apenninischen Daunia reichen. Der Aufstieg beginnt im charakteristischen mittelalterlichen Dorf Cusano Mutri, führt zunächst durch jahrhundertealte Buchenwälder und dann durch Hochweiden, auf denen im Frühling seltene wildwachsende Orchideen blühen. Der Gipfel, erkennbar an seiner charakteristischen Eselsrückenform, bietet ein 360-Grad-Panorama, das alle umliegenden Täler umfasst. Hier spürt man noch immer die Atmosphäre der samnitischen Hirten, die diese Weiden über Jahrhunderte genutzt haben. Während des Aufstiegs sind die Überreste alter Steinschutzhütten zu sehen, Zeugnisse der jahrtausendealten Hirtenaktivität. Im Winter verwandelt sich der Berg in ein Ziel für Wanderer mit Schneeschuhen, während er im Sommer zum Reich der Wanderer wird, die in höheren Lagen Abkühlung suchen. Die geologische Besonderheit des Mutria, bestehend aus fossilreichen Kalksteinfelsen, erzählt eine Millionen Jahre alte Geschichte, als diese Länder vom Meer bedeckt waren.
Nationales Archäologisches Museum des Samnium Caudinum
- Via Castello, Montesarchio (BN)
- http://www.polomusealecampania.beniculturali.it/index.php/il-museo-montesarchio
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- pm-cam.montesarchio@beniculturali.it
- +39 0824 834570
Das Nationale Archäologische Museum des Samnium Caudinum in Montesarchio ist ein verborgenes Juwel, das Sie direkt ins Herz der samnitischen Zivilisation führt. Gelegen innerhalb der Burg von Montesarchio, bietet das Museum einen umfassenden Überblick über die antike Geschichte dieses strategischen Gebiets. Die Sammlung erstreckt sich über drei Stockwerke und deckt einen Zeitraum von der Vorgeschichte bis zur Römerzeit ab, mit Funden aus den Ausgrabungen von Caudium, der antiken samnitischen Stadt. Die Fürstengräber aus der orientalisierenden Zeit gehören zu den Höhepunkten: Grabbeigaben mit Bronzegeschirr und figürlicher Keramik zeigen die Handelskontakte der Samniten mit den griechischen Kolonien. Hervorzuheben sind die Rotfigurigen Vasen lokaler Produktion, die eine blühende handwerkliche Tätigkeit bezeugen. Der Abschnitt zur Römerzeit präsentiert Materialien aus den Ausgrabungen von Forum Novum und der Villa rustica von San Martino. Besonders bedeutsam sind die Funde im Zusammenhang mit der Via Appia, der antiken Konsularstraße, die das caudinische Gebiet durchquerte. Der Museumsrundgang endet mit dem Saal zum Mittelalter, in dem glasierte Keramiken und Renaissance-Majoliken aus der Burg selbst bewundert werden können. Die moderne Ausstellungsgestaltung und die klaren Beschriftungen machen den Besuch für alle zugänglich, während die Panoramalage der Burg atemberaubende Ausblicke auf das Caudinische Tal bietet.
Amphitheater von Telesia
- Via Anfiteatro Romano, San Salvatore Telesino (BN)
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Das Amphitheater von Telesia in San Salvatore Telesino ist ein archäologisches Juwel, das durch seine Lage überrascht: Es erhebt sich am Fuße des Monte Pugliano, umgeben von Olivenhainen und Feldern. Erbaut im 1. Jahrhundert n. Chr., diente dieses römische Amphitheater der nahegelegenen Stadt Telesia, einem wichtigen samnitischen Zentrum, das später romanisiert wurde. Es misst etwa 80 mal 60 Meter und bot Platz für bis zu 10.000 Zuschauer bei Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. Heute, beim Spaziergang zwischen den Überresten der Tribünen und der Arena, fallen sofort die Blöcke aus lokalen Kalkstein und die Spuren der antiken Vomitorien auf. Die Struktur ist teilweise in den Hügel gegraben, eine römische Technik, die den natürlichen Hang zur Kostensenkung nutzte. Neben dem Amphitheater zeigt das Antiquarium von Telesia Fundstücke wie Münzen, Keramik und landwirtschaftliche Geräte aus der Region, die das Alltagsleben der damaligen Zeit rekonstruieren helfen. Der Ort ist leicht zugänglich und wenig frequentiert, ideal für einen ruhigen Besuch. Informationstafeln erklären die Geschichte des Ortes, während der Ausblick auf die samnitischen Hügel einen beeindruckenden Anblick bietet. Nehmen Sie eine Wasserflasche und bequeme Schuhe mit: Der Boden ist grasbewachsen und an einigen Stellen sind die Steine uneben. Das Amphitheater ist ein Beispiel dafür, wie sich die römische Architektur in die Landschaft einfügte, ein Ort, an dem die Geschichte noch atmet.
Burg Ceppaloni
- Via Castello, Ceppaloni (BN)
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Der Burg Ceppaloni erhebt sich auf einem Felsvorsprung in 368 Metern Höhe und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über das Tal des Flusses Sabato. Erbaut zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert als langobardische Festung, hat die Burg im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen erfahren und sich von einer Verteidigungsanlage zu einem herrschaftlichen Wohnsitz gewandelt. Seine strategische Lage machte ihn zu einem wichtigen Kontrollpunkt für die Herrschaft über das samnitische Gebiet. Heute präsentiert er sich als komplexes architektonisches Ensemble, wobei der viereckige Turm das älteste und charakteristischste Element darstellt. Die noch gut erhaltenen Außenmauern zeigen deutlich die verschiedenen Bauphasen, von den Kalksteinblöcken der normannischen Zeit bis zu den späteren Anjou-Eingriffen. Der Zugang erfolgt durch ein Bogentor, das in den Innenhof führt, wo man die Überreste der alten Stallungen und Dienstgebäude bewundern kann. Besonders interessant ist die Adelskapelle, die dem Erzengel Michael gewidmet ist und Spuren von Fresken aus dem 14. Jahrhundert bewahrt. Die Burg wurde kürzlich restauriert, um ihre Zugänglichkeit zu verbessern, wobei ihr alter Charme jedoch erhalten blieb. Während des Besuchs spürt man deutlich die mittelalterliche Atmosphäre, besonders wenn man den Turm besteigt, von dem aus man das gesamte Dorf Ceppaloni und die umliegende Landschaft überblickt. Der Komplex ist nach Voranmeldung zu besichtigen und beherbergt gelegentlich kulturelle Veranstaltungen und temporäre Ausstellungen.
Herzogliches Schloss von Faicchio
- Via Fabio Massimo, Faicchio (BN)
- https://www.castellodifaicchio.it/
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Das Herzogliche Schloss von Faicchio erhebt sich auf einem Felsvorsprung, der das gesamte Titerno-Tal beherrscht und bereits bei der Ankunft einen atemberaubenden Blick bietet. Erbaut zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert von den Normannen, hat diese Festung Jahrhunderte der Geschichte durchlebt und ging durch die Hände verschiedener Adelsfamilien, von den Carafa bis zu den Pignatelli. Die Struktur bewahrt ihre mittelalterlichen Merkmale unversehrt: die zylindrischen Türme, die zum Himmel ragen, die zinnenbewehrten Mauern, die dem natürlichen Verlauf des Felsens folgen, und die Zugbrücke, die noch heute die Besucher empfängt. Im Inneren entdeckt man Räume, die vom Alltagsleben der Vergangenheit erzählen: die unterirdischen Gefängnisse mit Graffiti der Insassen, die Repräsentationsräume mit monumentalen Kaminen und die private Kapelle, die dem Heiligen Michael gewidmet ist. Besonders stimmungsvoll ist der Innenhof, in dem man noch die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte spürt. Heute ist das Schloss ganzjährig zu besichtigen und beherbergt häufig kulturelle Veranstaltungen und Hochzeiten, wobei es seine Funktion als Treffpunkt lebendig hält. Die strategische Lage ermöglicht einen Panoramablick, der vom Massiv des Matese bis zu den Hügeln des Sannio reicht, was den Besuch zu einer umfassenden Erfahrung zwischen Geschichte und Natur macht.
Delfinbrunnen
- Piazza San Martino, Cerreto Sannita (BN)
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Der Delfinbrunnen befindet sich auf der Piazza Roma im historischen Zentrum von Cerreto Sannita und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Geschaffen im Jahr 1760 vom lokalen Bildhauer Nicola Cacciapuoti, zeigt dieser Brunnen aus lokalem Kalkstein zwei stilisierte Delfine, die sich elegant verschlingen, aus denen Wasser in zwei Fontänen sprudelt. Seine strategische Lage direkt gegenüber dem Palazzo Sant'Antonio macht ihn zu einem Treffpunkt für Einwohner und Besucher. Bei genauer Betrachtung der Details fallen die Schuppen der Delfine und die geschwungenen Formen auf, die den barocken Stil der Epoche widerspiegeln. Der Brunnen wurde nach dem Erdbeben von 1688, das das alte Cerreto zerstörte, zur Wasserversorgung des Ortes errichtet und ist heute ein integraler Bestandteil des Besichtigungsrundgangs durch das historische Zentrum, das 1967 zum Nationaldenkmal erklärt wurde. Sein Wasser stammt noch immer aus den Quellen des Monte Camposauro und sorgt auch an Sommertagen für Erfrischung. Während der Patronatsfeste, wie dem des Heiligen Antonius, wird der Brunnen mit Blumen und Lichtern geschmückt und wird so zum Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Für Besucher von Cerreto bedeutet ein Halt hier, in die lokale Geschichte und Kunst einzutauchen, mit der Möglichkeit, auch die traditionellen Keramiken in den nahegelegenen Werkstätten zu bewundern.
Naturgebiet des Carolino-Aquädukts
- Zur Detailseite: Acquedotto Carolino: Borbonische Bögen von 22m und Wanderweg in der samnitischen Natur
- Contrada Longano, Sant'Agata de' Goti (BN)
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Das Naturgebiet des Carolino-Aquädukts in Sant'Agata de' Goti zählt zu den weniger bekannten, aber faszinierendsten Juwelen der Provinz Benevento. Dieser Abschnitt des vanvitellianischen Aquädukts, erbaut zwischen 1753 und 1762 zur Wasserversorgung des Königspalasts von Caserta, schlängelt sich durch das Tal des Flusses Isclero mit monumentalen Bögen, die bis zu 60 Meter hoch aufragen. Der Weg verläuft auf einem gut markierten Pfad, der es ermöglicht, die mächtigen Tuffsteinbögen aus nächster Nähe zu bewundern, die trotz der Jahrhunderte perfekt erhalten sind. Die spontane Vegetation hat die Strukturen besiedelt und schafft ein einzigartiges Gleichgewicht zwischen Architektur und Natur, mit rankendem Efeu und mediterranen Pflanzen, die die gewaltigen Bögen umhüllen. Während des Spaziergangs trifft man auf außergewöhnliche Aussichtspunkte auf die Schlucht des Flusses Isclero und das mittelalterliche Dorf Sant'Agata de' Goti, das das Tal von oben beherrscht. Der Hauptzugang befindet sich in der Ortschaft Ponte dei Cani, wo ein bequemer Parkplatz den Beginn der Erkundung ermöglicht. Die Stätte bietet atemberaubende Fotografien, besonders bei Sonnenuntergang, wenn das streifende Licht die Textur des Steins hervorhebt und spektakuläre Schattenspiele zwischen den Bögen erzeugt. Die ständige Wartung gewährleistet die Sicherheit der Besucher, mit Informationstafeln, die die Geschichte und die Bautechniken dieses Meisterwerks der Ingenieurskunst des 18. Jahrhunderts erklären.
Uhrenmuseum der Turmuhren
- Via Rovagnera, San Marco dei Cavoti (BN)
- https://www.comune.sanmarcodeicavoti.bn.it/new/museo-degli-orologi/
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- u.tecnico@comune.sanmarcodeicavoti.bn.it
- +390824984009;+393336875475
Das Uhrenmuseum der Turmuhren in San Marco dei Cavoti stellt eine einzigartige Besonderheit in der italienischen Museumslandschaft dar. Im Herzen des samnitischen Dorfes gelegen, entstand dieses Museum aus der Leidenschaft von Giuseppe Cusano, einem lokalen Uhrmacher, der sein Leben der Bergung und Restaurierung dieser antiken Mechanismen widmete. Untergebracht in den Räumlichkeiten des ehemaligen Franziskanerklosters bewahrt das Museum eine Sammlung von über zwanzig Exemplaren aus Glockentürmen in ganz Italien, die aus dem 17. bis 20. Jahrhundert stammen. Jede Uhr erzählt eine Geschichte: vom majestätischen Exemplar von 1850 aus der Basilika San Bartolomeo Apostolo in Benevent mit seinem komplexen System aus Gewichten und Gegengewichten bis hin zum kleinsten Mechanismus aus dem Jahr 1700, der die Stunden im Kloster Montevergine schlug. Der Besuch ermöglicht es, die geniale Mechanik der manuell aufgezogenen Uhren aus nächster Nähe zu betrachten, die Funktionsweise der Hemmungssysteme zu verstehen und die Handwerkskunst der Zifferblätter aus Schmiedeeisen zu würdigen. Besonders interessant ist der Bereich, der den Zeitmessinstrumenten vor der mechanischen Uhr gewidmet ist, mit Sonnenuhren und Sanduhren, die die Entwicklung der Uhrmachertechnologie bezeugen. Das Museum veranstaltet regelmäßig praktische Vorführungen, bei denen man der Wartung dieser Zeitgiganten beiwohnen kann – ein Erlebnis, das Groß und Klein fasziniert.
Museum von Sannio
- Piazza Arechi II, Benevento (BN)
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Das Museum von Sannio bildet das kulturelle Herzstück von Benevent und ist im monumentalen Komplex von Santa Sofia untergebracht, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Stellen Sie sich vor, Jahrhunderte der Geschichte an einem Ort zu durchqueren: Hier finden sich samnitische archäologische Fundstücke, römische Zeugnisse wie der imposante Stier Apis aus dem Tempel der Isis und mittelalterliche Kunstwerke. Der archäologische Bereich taucht Sie in die Welt der Samniten ein, mit Rüstungen, Keramik und Münzen, die von den Kriegen gegen Rom erzählen. Dann der Sprung in die Langobardenzeit: Die Fresken und Artefakte der Kirche Santa Sofia zeigen eine einzigartige Verschmelzung der Kulturen. Verpassen Sie nicht die ägyptische Sammlung mit Stelen und Amuletten, die die Handelsbeziehungen des antiken Beneventum offenbaren. Das Museum ist in vier verschiedene Bereiche gegliedert: Archäologie, Mittelalter, moderne Kunst und eine historische Bibliothek. Jeder Saal bietet klare Erklärungen mit zweisprachigen Tafeln, die den Besuch zugänglich machen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten, insbesondere für den Zugang zur Kirche, der oft nach Zeitplan geregelt ist. Das Kombi-Ticket mit anderen städtischen Sehenswürdigkeiten wie dem Trajansbogen spart Ihnen Geld – ein praktisches Detail, das Sie zu schätzen wissen werden.
Römisches Theater
- Via Manfredi di Svevia, Benevento (BN)
- http://www.polomusealecampania.beniculturali.it/index.php/il-teatro
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- pm-cam.teatrobenevento@beniculturali.it
- +39 0824 47213
Das Römische Theater von Benevent stellt eines der bedeutendsten Zeugnisse der Kaiserzeit in Kampanien dar. Unter Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert n. Chr. erbaut, konnte dieses archäologische Juwel bis zu 10.000 Zuschauer aufnehmen und beweist damit die strategische Bedeutung Beneventums entlang der Via Appia. Die Struktur zeichnet sich durch den hervorragenden Erhaltungszustand der Cavea aus, die in drei Sektoren mit Marmorstufen unterteilt ist, sowie der imposanten Bühne mit einer Höhe von über 25 Metern. Bei genauer Betrachtung der architektonischen Details fallen die Löcher für das Velarium auf, das Sonnensegel, das das Publikum vor der Sonne schützte, sowie die akustischen Leitungen, die die Stimmen der Schauspieler verstärkten. Das Theater wurde nach dem Erdbeben von 346 n. Chr. aufgegeben, doch jüngste Restaurierungsarbeiten haben die farbigen Mosaike der Proszeniums und die Statuen der Musen wieder ans Licht gebracht, die die Nischen schmückten. Heute beherbergt die Stätte Sommeraufführungen des klassischen Theaters und Konzerte und bietet damit eine einzigartige Erfahrung zwischen Geschichte und Kultur. Die Lage im Herzen der Altstadt, nur wenige Schritte vom Trajansbogen entfernt, macht sie leicht zugänglich. Besucher können auch die ausgestellten Fundstücke im angrenzenden Museumsbereich bewundern, darunter Fragmente von Verzierungen und Inschriften, die vom Alltagsleben der antiken römischen Kolonie erzählen.
Ponte Leproso
- Via Ponte Leproso, Benevento (BN)
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Ponte Leproso ist eines der am besten erhaltenen römischen Denkmäler in Benevent, erbaut im 2. Jahrhundert v. Chr. entlang der Via Appia. Der Name leitet sich von der nahegelegenen Kirche San Lazzaro ab, dem Schutzpatron der Leprakranken, doch seine Geschichte ist viel älter. Die Brücke überspannt den Fluss Sabato mit drei Bögen aus Kalkstein, die Erdbeben und Überschwemmungen standgehalten haben. Sie ist etwa 60 Meter lang und 6 Meter breit – Maße, die ihre strategische Bedeutung für den römischen Handel unterstreichen. Heute ist sie perfekt in das Stadtbild integriert und verbindet die Altstadt mit dem modernen Teil. Die Struktur zeigt noch die ursprünglichen Travertinblöcke und Spuren mittelalterlicher Restaurierungen, als sie verstärkt wurde, um Hochwasser zu widerstehen. Darüber zu gehen bedeutet, denselben Weg wie Legionäre, Pilger und Händler zu beschreiten. Die Brücke bietet einen faszinierenden Blick auf den Fluss und die umliegenden Hügel, besonders bei Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Wasser spiegelt. Sie ist zu Fuß vom Zentrum aus leicht erreichbar, direkt am Eingang zur antiken Stadt. Man braucht nicht viel Zeit für einen Besuch, doch ihre historische Wirkung ist spürbar: Hier lässt sich Geschichte nicht nur lesen, sondern erleben.



