Einführung
Zum Faro di Monte Poro zu gelangen ist wie eine kleine Belohnung: ein Aufstieg durch die Macchia, der Duft von Mastixstrauch, und dann plötzlich das Meer. Es ist einer dieser Orte, an denen die Stille nur vom Wind und dem Rauschen der Wellen unterbrochen wird, die gegen die Felsen schlagen. Der Blick auf Marina di Campo und den Golf ist atemberaubend: ein intensives Blau, das am Horizont verschwindet, mit den Silhouetten der anderen Inseln des toskanischen Archipels, die wie gemalt wirken. Es gibt nichts Schöneres, als hier bei Sonnenuntergang anzukommen, wenn der Himmel in Orange und Rosa erstrahlt.
Geschichtliche Anmerkungen
Der
Leuchtturm von Monte Poro wurde 1886 erbaut, um Schiffe entlang der Westküste Elbas zu leiten. Mit einer Höhe von etwa 12 Metern wurde er in den 1980er Jahren automatisiert und wird heute mit Solarenergie betrieben. Seine Geschichte ist mit der
italienischen Marine und der Schifffahrtszeichen verbunden; während des Zweiten Weltkriegs wurde er beschädigt, aber später restauriert. Hier ein kurzer Zeitstrahl:
- 1886: Einweihung des Leuchtturms
- 1943: Kriegsschäden während des deutschen Rückzugs
- 1950er Jahre: Wiederaufbau und Wiederinbetriebnahme
- 1980: Automatisierung und Umstellung auf Solarenergie
Der Panoramaspaziergang
Der Weg zum Leuchtturm beginnt in Marina di Campo, vom Strandbereich aus, und schlängelt sich etwa 1,5 km über Schotterstraßen und Treppen. Er ist nicht schwer, aber geschlossene Schuhe sind besser: Der Boden ist steinig und es gibt einige Anstiege. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf die Bucht von Marina di Campo und an klaren Tagen sieht man sogar Korsika. Ich habe ihn in 25 Minuten geschafft, aber wenn du anhältst, um zu atmen und zu fotografieren, rechne mit mindestens 40 Minuten. Nimm Wasser mit, es gibt keinen Schatten. Im Mai begleitet dich der Duft von Ginsterblüten; im September hingegen ist die Luft frisch und das Licht perfekt.
Der Leuchtturm und seine Umgebung
Oben angekommen ist der Leuchtturm immer noch in Betrieb und von innen nicht zu besichtigen (Militärgebiet), aber der umliegende Platz ist zugänglich. Die Aussicht ist 360 Grad: im Norden der Ort Marina di Campo, im Süden der Monte Capanne und die Macchia, im Westen das offene Meer. Es ist der ideale Ort für ein Picknick mit Aussicht. Ich war schon mehrmals dort: Der Sonnenaufgang ist magisch, aber der Sonnenuntergang ist spektakulär, wenn die Sonne hinter den Inseln Korsikas versinkt. Bringen Sie ein Fernglas mit, um Möwen und mit etwas Glück die Wanderfalken zu beobachten, die in den Felswänden nisten.
Warum man es besuchen sollte
1) Atemberaubende Aussicht ohne große Mühe: Man muss kein Sportler sein, um diese Aussicht zu genießen, und sie ist auch für Familien mit Kindern geeignet (sofern diese an Spaziergänge gewöhnt sind). 2) Ein noch aktiver Leuchtturm, der die maritime Geschichte Elbas erzählt: Nur wenige hundert Schritte entfernt taucht man in eine authentische Atmosphäre ein. 3) Abseits des Trubels: Im Gegensatz zu überfüllten Stränden findet man hier Ruhe und Stille, ideal zum Abschalten.
Wann reisen
Wenn du Hitze und Menschenmassen vermeiden möchtest, wähle Mai oder September: Das Licht ist warm, das Meer einladend. Für einen stimmungsvollen Spaziergang ist der Sonnenuntergang die beste Zeit: Die Sonne sinkt langsam, und die Farben sind unglaublich. Im Sommer geh früh morgens (gegen 7 Uhr), um Kühle und Stille zu genießen; sonst meide im Juli und August die Mittagsstunden. Im Winter wird der Leuchtturm vom Wind gepeitscht, aber an klaren Tagen bietet er atemberaubende Ausblicke bis nach Korsika.
In der Umgebung
Nach dem Besuch geht es hinunter nach Marina di Campo, wo Sie im größten Strand Elbas mit feinem Sand und flachem Wasser baden können. Wenn Sie noch Energie haben, fahren Sie weiter nach La Pila, einer kleinen Bucht südlich des Ortes, die zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar ist: Dort finden Sie einen felsigen Meeresboden, der sich ideal zum Schnorcheln eignet. Oder machen Sie einen Abstecher in die Altstadt von Capoliveri mit ihren Gassen und dem Meerblick.