In San Giustino, in Umbrien, gibt die archäologische Stätte Colle Plinio die Überreste der Villa des jüngeren Plinius frei, die er selbst als ein immenses natürliches Amphitheater beschrieb. Die Ausgrabungen legten Produktions- und Thermalstrukturen frei, während das nahegelegene Museum in der barocken Villa Graziani die Funde ausstellt. Ein Besuch, der Archäologie, Landschaft und römische ländliche Geschichte vereint.
Höhepunkte:
Archäologisches Museum mit Funden von der etruskischen bis zur kaiserzeitlichen Periode
Geführte Besichtigung der Ausgrabungsstätte nur nach Voranmeldung
Villa Graziani aus dem 17. Jahrhundert mit italienischem Garten
Panoramablicke auf das obere Tibertal
Einführung
Stell dir vor, du gehst zwischen den Überresten einer römischen Villa, die Plinius der Jüngere seine Lieblingsvilla nannte und als ein natürliches „immenses Amphitheater“ beschrieb. Am Colle Plinio, in der Gemeinde San Giustino, tauchen die Ruinen der Villa in Tuscis zwischen Feldern und Olivenhainen auf, mit einer Atmosphäre, die nach Antike riecht. Und dann gibt es das Museum, untergebracht in der barocken Villa Graziani aus dem 17. Jahrhundert: ein Sprung in die Geschichte der umbrischen Landschaft, zwischen Amphoren, Mosaiken und einem Modell, das die Residenz nachbildet. Ein Ort, der nach Vergangenheit und Stille duftet.
Einführung
Stell dir vor, du gehst zwischen den Überresten einer römischen Villa, die Plinius der Jüngere seine Lieblingsvilla nannte und als ein natürliches „immenses Amphitheater“ beschrieb. Am Colle Plinio, in der Gemeinde San Giustino, tauchen die Ruinen der Villa in Tuscis zwischen Feldern und Olivenhainen auf, mit einer Atmosphäre, die nach Antike riecht. Und dann gibt es das Museum, untergebracht in der barocken Villa Graziani aus dem 17. Jahrhundert: ein Sprung in die Geschichte der umbrischen Landschaft, zwischen Amphoren, Mosaiken und einem Modell, das die Residenz nachbildet. Ein Ort, der nach Vergangenheit und Stille duftet.
Geschichtliches
Die Villa entstand in etruskischer Zeit (3.–2. Jahrhundert v. Chr.) als landwirtschaftlicher Betrieb. Im 1. Jahrhundert v. Chr. erweiterte Marcus Granius Marcellus sie um ein Atrium und Höfe. Plinius der Jüngere (61–114 n. Chr.) erbte das Anwesen und verwandelte es in eine prächtige Residenz mit Thermen, Gärten und einem kleinen Tempel. Nach seinem Tod ging die Villa in Staatsbesitz über und wurde bis ins 5. Jahrhundert genutzt. Systematische Ausgrabungen von 1986 bis 2003 legten 2 Hektar Gebäudestrukturen frei, die heute nach Voranmeldung besichtigt werden können.
Geschichtliches
Die Villa entstand in etruskischer Zeit (3.–2. Jahrhundert v. Chr.) als landwirtschaftlicher Betrieb. Im 1. Jahrhundert v. Chr. erweiterte Marcus Granius Marcellus sie um ein Atrium und Höfe. Plinius der Jüngere (61–114 n. Chr.) erbte das Anwesen und verwandelte es in eine prächtige Residenz mit Thermen, Gärten und einem kleinen Tempel. Nach seinem Tod ging die Villa in Staatsbesitz über und wurde bis ins 5. Jahrhundert genutzt. Systematische Ausgrabungen von 1986 bis 2003 legten 2 Hektar Gebäudestrukturen frei, die heute nach Voranmeldung besichtigt werden können.
- 3.-2. Jahrhundert v. Chr. – Etruskische Phase: Platz und Ofen.
- 2 v. Chr.-15 n. Chr. – Granius-Phase: Atrium und pars rustica.
- Ende 1. Jahrhundert n. Chr. – Plinius-Phase: Erweiterung mit Portikus und Tempelchen.
- 2.-3. Jahrhundert n. Chr. – Kaiserlicher Besitz, Aufgabe im 5. Jahrhundert.
- 1986-2003 – Ausgrabungskampagnen der Universitäten Perugia und Alicante.
- 3.-2. Jahrhundert v. Chr. – Etruskische Phase: Platz und Ofen.
- 2 v. Chr.-15 n. Chr. – Granius-Phase: Atrium und pars rustica.
- Ende 1. Jahrhundert n. Chr. – Plinius-Phase: Erweiterung mit Portikus und Tempelchen.
- 2.-3. Jahrhundert n. Chr. – Kaiserlicher Besitz, Aufgabe im 5. Jahrhundert.
- 1986-2003 – Ausgrabungskampagnen der Universitäten Perugia und Alicante.
Die Villa in Plinius’ Worten
Plinius beschreibt seine Villa in einem Brief an seinen Freund Apollinaris: eine sehr lange Säulenhalle, ein antikes Atrium, geometrische Terrassen, die mit Buchsbaum eingefasst sind, und ein Hippodrom voller Kurven und geschnittener Hecken. Überall gab es Wasserspiele: Brunnen, Becken, Springbrunnen, die Rosenwege bewässerten. Die Schlafzimmer waren ruhig und abgedunkelt, mit Wänden, die mit Ranken und Vögeln bemalt waren. Die Bäder hatten Pools und das Speisezimmer bot Ausblicke auf die Landschaft. Eine so lebendige Beschreibung, dass man beim Spaziergang durch die Ruinen fast das Gefühl hat, sie wieder aufleben zu sehen.
Die Villa in Plinius’ Worten
Plinius beschreibt seine Villa in einem Brief an seinen Freund Apollinaris: eine sehr lange Säulenhalle, ein antikes Atrium, geometrische Terrassen, die mit Buchsbaum eingefasst sind, und ein Hippodrom voller Kurven und geschnittener Hecken. Überall gab es Wasserspiele: Brunnen, Becken, Springbrunnen, die Rosenwege bewässerten. Die Schlafzimmer waren ruhig und abgedunkelt, mit Wänden, die mit Ranken und Vögeln bemalt waren. Die Bäder hatten Pools und das Speisezimmer bot Ausblicke auf die Landschaft. Eine so lebendige Beschreibung, dass man beim Spaziergang durch die Ruinen fast das Gefühl hat, sie wieder aufleben zu sehen.
Das Museum in der Villa Graziani
Im Erdgeschoss und in den Kellerräumen der Villa Graziani (17. Jahrhundert) erzählt das Museum die Geschichte der Agrarlandschaft des oberen Tibertals. Zu den Fundstücken zählen Ziegelstempel mit den Initialen des Plinius (CPCS), Amphoren, Keramiken und ein großes Modell der Villa. Die Weinkeller berichten vom Kreislauf des Weins, während die Loggia im ersten Stock einen Blick auf den italienischen Garten bietet. Das Museum ist didaktisch ausgerichtet und kann nur nach vorheriger Anmeldung (mindestens 3 Tage im Voraus) besucht werden.
Das Museum in der Villa Graziani
Im Erdgeschoss und in den Kellerräumen der Villa Graziani (17. Jahrhundert) erzählt das Museum die Geschichte der Agrarlandschaft des oberen Tibertals. Zu den Fundstücken zählen Ziegelstempel mit den Initialen des Plinius (CPCS), Amphoren, Keramiken und ein großes Modell der Villa. Die Weinkeller berichten vom Kreislauf des Weins, während die Loggia im ersten Stock einen Blick auf den italienischen Garten bietet. Das Museum ist didaktisch ausgerichtet und kann nur nach vorheriger Anmeldung (mindestens 3 Tage im Voraus) besucht werden.
Warum es sich zu besuchen lohnt
1. Ein Eintauchen in die Briefe des Plinius: Kein anderer Ort lässt seine Briefe so lebendig werden. 2. Die Verbindung von Ausgrabungsstätte und Museum: Zuerst sehen Sie die Überreste, dann vertiefen Sie Ihr Wissen im Museum mit Modellen und Fundstücken. 3. Die Ruhe der Valtiberina: Abseits des Massentourismus, zwischen Hügeln und Steineichenwäldern.
Warum es sich zu besuchen lohnt
1. Ein Eintauchen in die Briefe des Plinius: Kein anderer Ort lässt seine Briefe so lebendig werden. 2. Die Verbindung von Ausgrabungsstätte und Museum: Zuerst sehen Sie die Überreste, dann vertiefen Sie Ihr Wissen im Museum mit Modellen und Fundstücken. 3. Die Ruhe der Valtiberina: Abseits des Massentourismus, zwischen Hügeln und Steineichenwäldern.
Wann reisen
Die schönste Zeit? Der späte Frühling oder der frühe Herbst, wenn das sanfte Licht die Felder streichelt und der Garten der Villa Graziani blüht. Im Sommer wird es heiß, aber die kühlen Säle des Museums bieten Schutz. Vermeide Montag, den Ruhetag, und buche immer im Voraus.
Wann reisen
Die schönste Zeit? Der späte Frühling oder der frühe Herbst, wenn das sanfte Licht die Felder streichelt und der Garten der Villa Graziani blüht. Im Sommer wird es heiß, aber die kühlen Säle des Museums bieten Schutz. Vermeide Montag, den Ruhetag, und buche immer im Voraus.
In der Umgebung
Nur wenige Kilometer entfernt lohnt sich ein Besuch in Città di Castello: die mittelalterliche Altstadt, das Dommuseum und die Städtische Gemäldegalerie. Oder für ein kulinarisches Erlebnis besuchen Sie die Weinkeller des Valtiberina, wo Sie lokale Weine wie den Rosso di San Giustino verkosten können.
In der Umgebung
Nur wenige Kilometer entfernt lohnt sich ein Besuch in Città di Castello: die mittelalterliche Altstadt, das Dommuseum und die Städtische Gemäldegalerie. Oder für ein kulinarisches Erlebnis besuchen Sie die Weinkeller des Valtiberina, wo Sie lokale Weine wie den Rosso di San Giustino verkosten können.