Archäologisches Museum von Ascoli Piceno: picenische und römische Schätze

Das Archäologische Staatsmuseum von Ascoli Piceno ist der ideale Ausgangspunkt, um die Geschichte des Picenum kennenzulernen. Untergebracht im Renaissance-Palast Palazzo Panichi, bewahrt es einzigartige Fundstücke wie die Stele von Castignano und das Mosaik mit Doppelherme. Ein Rundgang über drei Ebenen führt Sie vom Paläolithikum bis zur Römerzeit, mit einem Schwerpunkt auf der picenischen Zivilisation. Bewundern Sie die Frauengürtel aus Salino und die Parure von Monteprandone. Entdecken Sie die über 5000 Schleuderbleie mit Inschriften aus dem Bundesgenossenkrieg. Bewundern Sie das Porträt des Trajan und das polychrome Mosaik. Nehmen Sie an den pädagogischen Workshops für Kinder teil.

Copertina itinerario Archäologisches Museum von Ascoli Piceno: picenische und römische Schätze
Ein Museum im Herzen von Ascoli Piceno, das die Geschichte der picenischen Zivilisation durch einzigartige Fundstücke wie die Stele von Castignano, die Gürtel aus Salino und das Mosaik mit Doppelherme erzählt. Drei Ausstellungsebenen vom Paläolithikum bis zur Römerzeit.

Wissenswertes


Einführung

Wenn du denkst, Archäologie sei staubig, dann warst du noch nicht im Museo Archeologico Statale di Ascoli Piceno. Untergebracht im Palazzo Panichi, einem eleganten Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert mit originalen Fresken, katapultiert dich dieses Museum in die Geschichte der Picener, eines Volkes, das hier seine Hauptstadt hatte. Erwarte keine langweiligen Vitrinen: Es gibt Rekonstruktionen mit Schaufensterpuppen von Damen und Kriegern in zeitgenössischen Gewändern und Fundstücke, die zu sprechen scheinen. Von der Stele von Castignano (einem der frühesten Zeugnisse italischer Schrift) bis zu den Frauengürteln aus Salino erzählt jedes Objekt eine Geschichte. Und dann gibt es das spektakuläre Mosaik mit Doppelherme. Drei Stockwerke, vom Paläolithikum bis zur Römerzeit, die es in Ruhe zu erkunden gilt.

Einführung

Wenn du denkst, Archäologie sei staubig, dann warst du noch nicht im Museo Archeologico Statale di Ascoli Piceno. Untergebracht im Palazzo Panichi, einem eleganten Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert mit originalen Fresken, katapultiert dich dieses Museum in die Geschichte der Picener, eines Volkes, das hier seine Hauptstadt hatte. Erwarte keine langweiligen Vitrinen: Es gibt Rekonstruktionen mit Schaufensterpuppen von Damen und Kriegern in zeitgenössischen Gewändern und Fundstücke, die zu sprechen scheinen. Von der Stele von Castignano (einem der frühesten Zeugnisse italischer Schrift) bis zu den Frauengürteln aus Salino erzählt jedes Objekt eine Geschichte. Und dann gibt es das spektakuläre Mosaik mit Doppelherme. Drei Stockwerke, vom Paläolithikum bis zur Römerzeit, die es in Ruhe zu erkunden gilt.

Historische Anmerkungen

Das Museum wurde 1981 im Palazzo Panichi eröffnet, doch seine Wurzeln reichen in eine bürgerliche Sammlung aus dem 18. Jahrhundert zurück, die von Bischof Alessandro Odoardi begründet und durch Schenkungen wie jene von Candido Augusto Vecchi und Costanzo Mazzoni erweitert wurde. Der Palast selbst hat eine Geschichte: Er wurde auf mittelalterlichen Fundamenten errichtet und erfuhr in der Renaissance und im Barock Umbauten. Seit 2014 wird das Museum von der staatlichen Museumsverwaltung der Marken betrieben. Der picenische Bereich ist das Herzstück des Museums mit Funden aus den Nekropolen von Salino und Monteprandone. Zu den Höhepunkten zählen die Eichelgeschosse mit Inschriften aus dem Bundesgenossenkrieg (91–88 v. Chr.), die vom Widerstand der Picener gegen die Romanisierung zeugen.

Historische Anmerkungen

Das Museum wurde 1981 im Palazzo Panichi eröffnet, doch seine Wurzeln reichen in eine bürgerliche Sammlung aus dem 18. Jahrhundert zurück, die von Bischof Alessandro Odoardi begründet und durch Schenkungen wie jene von Candido Augusto Vecchi und Costanzo Mazzoni erweitert wurde. Der Palast selbst hat eine Geschichte: Er wurde auf mittelalterlichen Fundamenten errichtet und erfuhr in der Renaissance und im Barock Umbauten. Seit 2014 wird das Museum von der staatlichen Museumsverwaltung der Marken betrieben. Der picenische Bereich ist das Herzstück des Museums mit Funden aus den Nekropolen von Salino und Monteprandone. Zu den Höhepunkten zählen die Eichelgeschosse mit Inschriften aus dem Bundesgenossenkrieg (91–88 v. Chr.), die vom Widerstand der Picener gegen die Romanisierung zeugen.

Die picenische Abteilung: Meisterwerke einer Zivilisation

Im ersten Stock ist die picenische Abteilung die umfangreichste Sammlung materieller Kultur dieses Volkes. Die Fundstücke reichen von der Bronzezeit bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. und stammen aus den Tälern des Tronto, des Tesino und des Salino. Verpassen Sie nicht die weibliche Parure von Monteprandone (9. Jahrhundert v. Chr.), die Rautengürtel aus der Nekropole von Salino und die außergewöhnliche Stele von Castignano, eine seltene Inschrift im südpicenischen Alphabet. Es gibt auch orientalische Produktionen und eine pränestinische Ziste aus Monsampietro Morico. Die Gestaltung ist modern, mit erklärenden Tafeln und Rekonstruktionen von Grabbeigaben: Man hat fast das Gefühl, in ein picenisches Grab einzutreten.

Die picenische Abteilung: Meisterwerke einer Zivilisation

Im ersten Stock ist die picenische Abteilung die umfangreichste Sammlung materieller Kultur dieses Volkes. Die Fundstücke reichen von der Bronzezeit bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. und stammen aus den Tälern des Tronto, des Tesino und des Salino. Verpassen Sie nicht die weibliche Parure von Monteprandone (9. Jahrhundert v. Chr.), die Rautengürtel aus der Nekropole von Salino und die außergewöhnliche Stele von Castignano, eine seltene Inschrift im südpicenischen Alphabet. Es gibt auch orientalische Produktionen und eine pränestinische Ziste aus Monsampietro Morico. Die Gestaltung ist modern, mit erklärenden Tafeln und Rekonstruktionen von Grabbeigaben: Man hat fast das Gefühl, in ein picenisches Grab einzutreten.

Römerzeit: Mosaike, Eicheln und ein Kaiser

Im Erdgeschoss überrascht dich die Römerzeit mit Fundstücken von der späten Republik bis zur frühen Kaiserzeit. Das Highlight? Das polychrome Mosaik mit der Doppelherme, stammend aus einer Domus unter dem Justizpalast. Dann gibt es ein Marmorporträt von Kaiser Trajan und eine Sammlung von über fünftausend Schleudereicheln – Geschosse mit oft beleidigenden Inschriften, die während des Bundesgenossenkriegs verwendet wurden. Einige Fundstücke werden mit den original römischen und mittelalterlichen Mauern des antiken Asculum ausgestellt, die in situ sichtbar sind. Es gibt auch Inschriften, die das öffentliche und private Leben erzählen. Ein Bereich, der Geschichte mit einer Prise schwarzen Humors mischt (die Inschriften auf den Eicheln zu lesen, ist ein Programm für sich).

Römerzeit: Mosaike, Eicheln und ein Kaiser

Im Erdgeschoss überrascht dich die Römerzeit mit Fundstücken von der späten Republik bis zur frühen Kaiserzeit. Das Highlight? Das polychrome Mosaik mit der Doppelherme, stammend aus einer Domus unter dem Justizpalast. Dann gibt es ein Marmorporträt von Kaiser Trajan und eine Sammlung von über fünftausend Schleudereicheln – Geschosse mit oft beleidigenden Inschriften, die während des Bundesgenossenkriegs verwendet wurden. Einige Fundstücke werden mit den original römischen und mittelalterlichen Mauern des antiken Asculum ausgestellt, die in situ sichtbar sind. Es gibt auch Inschriften, die das öffentliche und private Leben erzählen. Ein Bereich, der Geschichte mit einer Prise schwarzen Humors mischt (die Inschriften auf den Eicheln zu lesen, ist ein Programm für sich).

Warum man es besuchen sollte

1. Einzigartigkeit der picenischen Sammlung: Nirgendwo sonst findet man eine so umfangreiche und vollständige Sammlung von Fundstücken der picenischen Zivilisation, mit einzigartigen Stücken wie der Stele von Castignano. 2. Szenische Rekonstruktionen: Die Räume mit Mannequins von Damen und Kriegern in zeitgenössischen Kostümen machen den Besuch lebendig und auch für Nicht-Experten geeignet. 3. Bescheidener Preis: Nur 4 Euro für eine Reise in die Geschichte, die etwa anderthalb Stunden dauert. Zudem befindet sich das Museum im Stadtzentrum, sodass Sie es mit einem Spaziergang durch die Plätze von Ascoli verbinden können.

Warum man es besuchen sollte

1. Einzigartigkeit der picenischen Sammlung: Nirgendwo sonst findet man eine so umfangreiche und vollständige Sammlung von Fundstücken der picenischen Zivilisation, mit einzigartigen Stücken wie der Stele von Castignano. 2. Szenische Rekonstruktionen: Die Räume mit Mannequins von Damen und Kriegern in zeitgenössischen Kostümen machen den Besuch lebendig und auch für Nicht-Experten geeignet. 3. Bescheidener Preis: Nur 4 Euro für eine Reise in die Geschichte, die etwa anderthalb Stunden dauert. Zudem befindet sich das Museum im Stadtzentrum, sodass Sie es mit einem Spaziergang durch die Plätze von Ascoli verbinden können.

Wann besuchen

Das Museum ist ganzjährig geöffnet (außer montags), aber die beste Zeit ist der Nachmittag, wenn das Licht sanft auf den Plätzen liegt. Im Frühling und Herbst lässt sich der Besuch perfekt mit einem Spaziergang durch die Altstadt verbinden. Falls du im Sommer kommst, meide die Mittagsstunden: Am besten gehst du gegen 15 Uhr hinein, wenn die Hitze nachlässt. Das Museum schließt um 19:30 Uhr, du hast also alle Zeit. Tipp: Prüfe, ob es Veranstaltungen wie ‚Piccoli passi al museo‘ (Kinderworkshops) gibt – sie könnten deinen Besuch bereichern.

Wann besuchen

Das Museum ist ganzjährig geöffnet (außer montags), aber die beste Zeit ist der Nachmittag, wenn das Licht sanft auf den Plätzen liegt. Im Frühling und Herbst lässt sich der Besuch perfekt mit einem Spaziergang durch die Altstadt verbinden. Falls du im Sommer kommst, meide die Mittagsstunden: Am besten gehst du gegen 15 Uhr hinein, wenn die Hitze nachlässt. Das Museum schließt um 19:30 Uhr, du hast also alle Zeit. Tipp: Prüfe, ob es Veranstaltungen wie ‚Piccoli passi al museo‘ (Kinderworkshops) gibt – sie könnten deinen Besuch bereichern.

In der Umgebung

Nachdem du das Museum verlassen hast, befindest du dich bereits auf der Piazza Arringo, dem Herzen von Ascoli. Nur wenige Schritte entfernt erreichst du die Piazza del Popolo, einen der schönsten Plätze Italiens, mit seiner Arkadenhalle und dem historischen Café. Ein absolutes Muss ist der Duomo di Sant’Emidio, nur wenige Meter entfernt, mit seiner frühchristlichen Krypta. Wenn du Zeit hast, besuche auch die nahe gelegene Pinacoteca Civica, ebenfalls am Platz, für einen Eintauchen in die Renaissancekunst. Oder unternehme eine Wanderung zur Fortezza Pia für einen atemberaubenden Blick auf die Stadt.

In der Umgebung

Nachdem du das Museum verlassen hast, befindest du dich bereits auf der Piazza Arringo, dem Herzen von Ascoli. Nur wenige Schritte entfernt erreichst du die Piazza del Popolo, einen der schönsten Plätze Italiens, mit seiner Arkadenhalle und dem historischen Café. Ein absolutes Muss ist der Duomo di Sant’Emidio, nur wenige Meter entfernt, mit seiner frühchristlichen Krypta. Wenn du Zeit hast, besuche auch die nahe gelegene Pinacoteca Civica, ebenfalls am Platz, für einen Eintauchen in die Renaissancekunst. Oder unternehme eine Wanderung zur Fortezza Pia für einen atemberaubenden Blick auf die Stadt.

Routen in der Umgebung


💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Wussten Sie, dass sich unter den ausgestellten Schleuderbleien einige mit beleidigenden Aufschriften gegen die Feinde während des Bundesgenossenkriegs befinden? Ein echter antiker ‘Schimpf’. Außerdem ist eine der Skulpturen des Museums tatsächlich eine Kopie: Das Original wurde vor Jahren gestohlen. Ein verlorenes Stück Geschichte, das den Besuch noch faszinierender macht.