Biblioteca Nazionale Marciana: Schatz der Manuskripte und Kunst

Die Biblioteca Nazionale Marciana, gegründet 1468, ist eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Italiens. Sie liegt an der Piazzetta San Marco und ist ein von Jacopo Sansovino entworfenes Renaissance-Meisterwerk. In ihrem Inneren befinden sich über 13.000 Manuskripte und Kunstwerke von Tizian und Veronese.
– Über 13.000 Manuskripte und 2.800 Inkunabeln
– Monumentale Säle mit Dekorationen von Veronese und Tintoretto
– Planisphäre von Fra’ Mauro, eine wichtige Landkarte aus dem 15. Jahrhundert
– Freier Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat (Domenica al Museo)


Veranstaltungen in der Umgebung


Copertina itinerario Biblioteca Nazionale Marciana: Schatz der Manuskripte und Kunst
Zu den ältesten Schätzen Venedigs zählt die Biblioteca Nazionale Marciana, die alte Manuskripte, Meisterwerke von Sansovino sowie Werke von Tizian und Veronese beherbergt. Besuchen Sie die Monumentalen Säle und bewundern Sie den Planisphäre von Fra’ Mauro.

Wissenswertes


Einführung

In der Biblioteca Nazionale Marciana einzutreten ist wie ein Sprung in die venezianische Renaissance. Mit Blick auf die Piazzetta San Marco und der eleganten Fassade von Sansovino beherbergt sie einen atemberaubenden Schatz an Manuskripten und Drucken. Aber sie ist nicht nur ein Archiv: Die Monumentalsäle sind ein Kunstwerk, mit Deckenfresken von Tizian, Veronese und Tintoretto. Die Atmosphäre ist feierlich, aber einladend: Hier atmet man Geschichte, die nach altem Papier duftet.

Einführung

In der Biblioteca Nazionale Marciana einzutreten ist wie ein Sprung in die venezianische Renaissance. Mit Blick auf die Piazzetta San Marco und der eleganten Fassade von Sansovino beherbergt sie einen atemberaubenden Schatz an Manuskripten und Drucken. Aber sie ist nicht nur ein Archiv: Die Monumentalsäle sind ein Kunstwerk, mit Deckenfresken von Tizian, Veronese und Tintoretto. Die Atmosphäre ist feierlich, aber einladend: Hier atmet man Geschichte, die nach altem Papier duftet.

Historischer Überblick

Die Bibliothek wurde 1468 gegründet, als Kardinal Bessarione der Republik Venedig seine wertvolle Sammlung griechischer und lateinischer Handschriften (rund 1000 Bände) schenkte. Der von Jacopo Sansovino entworfene Bau begann 1537 und wurde nach seinem Tod fertiggestellt. 1545 stürzte die Decke ein, und Sansovino kam ins Gefängnis, wurde aber später freigelassen. Ab 1603 mussten Drucker ein Exemplar jedes Buches hinterlegen (das erste Gesetz dieser Art in Italien). Heute bewahrt die Bibliothek über 13.000 Handschriften, darunter den Homerus Venetus A aus dem 10. Jahrhundert und den Weltatlas des Fra Mauro.

Historischer Überblick

Die Bibliothek wurde 1468 gegründet, als Kardinal Bessarione der Republik Venedig seine wertvolle Sammlung griechischer und lateinischer Handschriften (rund 1000 Bände) schenkte. Der von Jacopo Sansovino entworfene Bau begann 1537 und wurde nach seinem Tod fertiggestellt. 1545 stürzte die Decke ein, und Sansovino kam ins Gefängnis, wurde aber später freigelassen. Ab 1603 mussten Drucker ein Exemplar jedes Buches hinterlegen (das erste Gesetz dieser Art in Italien). Heute bewahrt die Bibliothek über 13.000 Handschriften, darunter den Homerus Venetus A aus dem 10. Jahrhundert und den Weltatlas des Fra Mauro.

Die monumentalen Säle

Der Museumsrundgang beginnt mit der monumentalen Treppe und führt zum Vestibül und zum Sansovino-Saal, dessen Decke mit Allegorien von sieben Malern verziert ist, darunter Paolo Veronese (der für seine Musik als bester ausgezeichnet wurde). Hier bewundert man auch die Ridotti der Prokuratoren mit kartografischen Relikten wie dem Globus des Fra’ Mauro (15. Jahrhundert). Der Eintritt ist am ersten Sonntag jedes Monats kostenlos. Um die Säle zu besichtigen, betritt man das Museum durch das Museo Correr.

Die monumentalen Säle

Der Museumsrundgang beginnt mit der monumentalen Treppe und führt zum Vestibül und zum Sansovino-Saal, dessen Decke mit Allegorien von sieben Malern verziert ist, darunter Paolo Veronese (der für seine Musik als bester ausgezeichnet wurde). Hier bewundert man auch die Ridotti der Prokuratoren mit kartografischen Relikten wie dem Globus des Fra’ Mauro (15. Jahrhundert). Der Eintritt ist am ersten Sonntag jedes Monats kostenlos. Um die Säle zu besichtigen, betritt man das Museum durch das Museo Correr.

Die verborgenen Schätze

Neben den berühmten Homer-Manuskripten bewahrt die Marciana die Hypnerotomachia Poliphili von Aldus Manutius (1499) und eine reiche Sammlung von Inkunabeln (2.800) und Cinquecentinen (24.000). Zu den Highlights gehören der Planisphäre des Fra’ Mauro, ein Meisterwerk der mittelalterlichen Kartographie, und die Kopie der Ilias aus dem 10. Jahrhundert. Die Bibliothek besitzt auch illuminierte Handschriften wie den französischen Codex Z 6 mit der Chanson d’Aspremont.

Die verborgenen Schätze

Neben den berühmten Homer-Manuskripten bewahrt die Marciana die Hypnerotomachia Poliphili von Aldus Manutius (1499) und eine reiche Sammlung von Inkunabeln (2.800) und Cinquecentinen (24.000). Zu den Highlights gehören der Planisphäre des Fra’ Mauro, ein Meisterwerk der mittelalterlichen Kartographie, und die Kopie der Ilias aus dem 10. Jahrhundert. Die Bibliothek besitzt auch illuminierte Handschriften wie den französischen Codex Z 6 mit der Chanson d’Aspremont.

Warum es sich lohnt

Drei Gründe: Erstens ist es eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Italiens mit einer einzigartigen Atmosphäre. Zweitens sind die Monumentalsäle ein Gesamtkunstwerk mit Fresken von Tizian und Veronese. Drittens ist der Planisphäre von Fra Mauro ein außergewöhnliches Dokument. Darüber hinaus bereichern die Sonderausstellungen (wie ‘Audaci e sportive’ bis zum 28. Februar 2025) den Besuch.

Warum es sich lohnt

Drei Gründe: Erstens ist es eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Italiens mit einer einzigartigen Atmosphäre. Zweitens sind die Monumentalsäle ein Gesamtkunstwerk mit Fresken von Tizian und Veronese. Drittens ist der Planisphäre von Fra Mauro ein außergewöhnliches Dokument. Darüber hinaus bereichern die Sonderausstellungen (wie ‘Audaci e sportive’ bis zum 28. Februar 2025) den Besuch.

Wann lohnt sich der Besuch?

Am besten kommt man früh morgens gleich nach der Öffnung (8:30 Uhr), wenn das Licht die goldenen Decken erhellt und noch wenig los ist. Wochenende möglichst meiden. Im Herbst gibt es interessante Veranstaltungen, wie die Buchvorstellung am 9. Oktober 2025. Der Winter ist reizvoll wegen der Ruhe, während die Bibliothek im Sommer eine kühle Oase ist.

Wann lohnt sich der Besuch?

Am besten kommt man früh morgens gleich nach der Öffnung (8:30 Uhr), wenn das Licht die goldenen Decken erhellt und noch wenig los ist. Wochenende möglichst meiden. Im Herbst gibt es interessante Veranstaltungen, wie die Buchvorstellung am 9. Oktober 2025. Der Winter ist reizvoll wegen der Ruhe, während die Bibliothek im Sommer eine kühle Oase ist.

In der Umgebung

Nur wenige Schritte entfernt bietet das Museo Correr einen Überblick über die Geschichte Venedigs. Ein Muss ist der Markusdom mit seinen byzantinischen Mosaiken. Wenn du Zeit hast, mach eine Fahrt auf dem Canal Grande oder besuche den nahegelegenen Dogenpalast.

In der Umgebung

Nur wenige Schritte entfernt bietet das Museo Correr einen Überblick über die Geschichte Venedigs. Ein Muss ist der Markusdom mit seinen byzantinischen Mosaiken. Wenn du Zeit hast, mach eine Fahrt auf dem Canal Grande oder besuche den nahegelegenen Dogenpalast.

Routen in der Umgebung


💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Im Jahr 1545 stürzte die Decke der Libreria ein. Der Architekt Jacopo Sansovino wurde inhaftiert, aber dank einflussreicher Freunde freigelassen; den Schaden musste er jedoch aus eigener Tasche bezahlen. Heute ist diese Decke ein Meisterwerk, verziert von Tizian und Veronese.