Die Mefite im Valle d’Ansanto ist ein kleiner Schwefelsee, der ununterbrochen brodelt und die höchste Konzentration an nicht-vulkanischem Kohlendioxid auf dem Planeten ausstößt. Ein Ort von unheimlichem Reiz, an dem die Natur in ihrer ganzen Urgewalt sichtbar wird, zwischen giftigen Dämpfen und einer mondähnlichen Landschaft. Ein Besuch bedeutet einen Sprung in die Geschichte, zwischen antiken Kulten, Vergil-Zitaten und mittelalterlichen Legenden. Das solltest du nicht verpassen:
– Das Brodeln des Wassers sicher beobachten dank des bereitgestellten Riesenteleskops;
– Die Überreste des Tempels der Göttin Mefite und archäologische Funde im Museo Irpino in Avellino entdecken;
– Den Pecorino di Carmasciano probieren, einen Käse mit einzigartigem Geschmack dank der schwefelhaltigen Kräuter;
– Die Legende des Geistes von Margherita d’Austria hören, der zwischen den Burgen des Dorfes umherstreift.
Einführung
Wenn Sie glauben, dass Irpinien nur aus Hügeln und Wein besteht, werden Sie sich wundern. In Rocca San Felice, versteckt zwischen den Tälern, gibt es einen Ort, der wie aus einem Mythos zu kommen scheint: die Mefite. Ein kleiner See, der ständig brodelt, ein stechender Schwefelgeruch und eine Stille, die nur vom Gluckern des Wassers unterbrochen wird. Die Landschaft ist mondartig, fast surreal: wenig Vegetation, kahle Erde und eine Luft, die nach Altertum riecht. Es ist kein Vulkan, aber es stößt mehr CO2 aus als jedes andere nichtvulkanische Phänomen der Welt: fast 900 Tonnen pro Tag. Ein Spaziergang in der Umgebung vermittelt ein seltsames Gefühl, als wäre man auf einem anderen Planeten. Aber Vorsicht: Die Ausdünstungen sind tödlich, man sollte sich nicht nähern. Ein riesiges Fernglas ermöglicht einen sicheren Blick.
Einführung
Wenn Sie glauben, dass Irpinien nur aus Hügeln und Wein besteht, werden Sie sich wundern. In Rocca San Felice, versteckt zwischen den Tälern, gibt es einen Ort, der wie aus einem Mythos zu kommen scheint: die Mefite. Ein kleiner See, der ständig brodelt, ein stechender Schwefelgeruch und eine Stille, die nur vom Gluckern des Wassers unterbrochen wird. Die Landschaft ist mondartig, fast surreal: wenig Vegetation, kahle Erde und eine Luft, die nach Altertum riecht. Es ist kein Vulkan, aber es stößt mehr CO2 aus als jedes andere nichtvulkanische Phänomen der Welt: fast 900 Tonnen pro Tag. Ein Spaziergang in der Umgebung vermittelt ein seltsames Gefühl, als wäre man auf einem anderen Planeten. Aber Vorsicht: Die Ausdünstungen sind tödlich, man sollte sich nicht nähern. Ein riesiges Fernglas ermöglicht einen sicheren Blick.
Geschichtlicher Überblick
Die Mefite ist mit uralten Kulten verbunden. Bereits die samnitischen Irpiner verehrten sie und opferten der Göttin Mefite Tiere, einer zunächst wohltätigen (Fruchtbarkeit), später unheilvollen Gottheit. Der Kult dauerte vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Vergil nannte sie im 7. Gesang der Aeneis den „Eingang zur Unterwelt“. Im 6. Jahrhundert n. Chr. zerstörte der Heilige Felix von Nola den heidnischen Tempel und errichtete dort eine kleine Kirche, die der Heiligen Felicitas geweiht war. Archäologische Ausgrabungen brachten tausende Münzen und Fundstücke zutage (heute im Museo Irpino in Avellino).
Zeitleiste:- 6. Jahrhundert v. Chr.: Beginn des Mefite-Kults
- 1. Jahrhundert v. Chr.: Vergil erwähnt das Tal in der Aeneis
- 4. Jahrhundert n. Chr.: Niedergang des heidnischen Kults
- 6. Jahrhundert n. Chr.: Der Heilige Felix christianisiert das Gebiet
- 18. Jahrhundert: Vincenzo Santoli dokumentiert die Stätte
- 1950–1970: Systematische archäologische Ausgrabungen
Geschichtlicher Überblick
Die Mefite ist mit uralten Kulten verbunden. Bereits die samnitischen Irpiner verehrten sie und opferten der Göttin Mefite Tiere, einer zunächst wohltätigen (Fruchtbarkeit), später unheilvollen Gottheit. Der Kult dauerte vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Vergil nannte sie im 7. Gesang der Aeneis den „Eingang zur Unterwelt“. Im 6. Jahrhundert n. Chr. zerstörte der Heilige Felix von Nola den heidnischen Tempel und errichtete dort eine kleine Kirche, die der Heiligen Felicitas geweiht war. Archäologische Ausgrabungen brachten tausende Münzen und Fundstücke zutage (heute im Museo Irpino in Avellino).
Zeitleiste:- 6. Jahrhundert v. Chr.: Beginn des Mefite-Kults
- 1. Jahrhundert v. Chr.: Vergil erwähnt das Tal in der Aeneis
- 4. Jahrhundert n. Chr.: Niedergang des heidnischen Kults
- 6. Jahrhundert n. Chr.: Der Heilige Felix christianisiert das Gebiet
- 18. Jahrhundert: Vincenzo Santoli dokumentiert die Stätte
- 1950–1970: Systematische archäologische Ausgrabungen
Das einzigartige Naturphänomen der Welt
Die Mefite ist kein Vulkan, sondern ein außergewöhnliches geologisches Phänomen. Das ständige Brodeln wird durch Kohlendioxid verursacht, das aus dem Untergrund aufsteigt, vermischt mit Schwefelwasserstoff. Der Geruch nach faulen Eiern ist sehr stark. Das Wasser ist sulfat-kalziumhaltig mit niedrigem pH-Wert, und das Gas ist tödlich: Bei Windstille kann es sich ansammeln und töten. Deshalb ist es verboten, sich zu nähern. Die Vegetation gedeiht nur in einiger Entfernung: Zwergginster und die seltene Genista anxantica. Extremophile Algen gedeihen in den sauren Gewässern. Ein fest installiertes Fernglas ermöglicht es, die Blasen und den See aus der Ferne zu beobachten. Ich war fasziniert: Es ist, als würde man die Erde atmen sehen, aber mit einem giftigen Atem.
Das einzigartige Naturphänomen der Welt
Die Mefite ist kein Vulkan, sondern ein außergewöhnliches geologisches Phänomen. Das ständige Brodeln wird durch Kohlendioxid verursacht, das aus dem Untergrund aufsteigt, vermischt mit Schwefelwasserstoff. Der Geruch nach faulen Eiern ist sehr stark. Das Wasser ist sulfat-kalziumhaltig mit niedrigem pH-Wert, und das Gas ist tödlich: Bei Windstille kann es sich ansammeln und töten. Deshalb ist es verboten, sich zu nähern. Die Vegetation gedeiht nur in einiger Entfernung: Zwergginster und die seltene Genista anxantica. Extremophile Algen gedeihen in den sauren Gewässern. Ein fest installiertes Fernglas ermöglicht es, die Blasen und den See aus der Ferne zu beobachten. Ich war fasziniert: Es ist, als würde man die Erde atmen sehen, aber mit einem giftigen Atem.
Kulte, Legenden und Nachstellungen
Um die Mefite ranken sich Gänsehautgeschichten. Die Göttin Mefite wurde mit schamanischen Riten verehrt: Der Osco Rabel, ein Handwerker-Schamane in Schaf- und Wolfsfellen, erweckt diese Rituale heute wieder mit Trommeln zum Leben. Dann gibt es die Legende von Margherita von Österreich, deren Geist im Schloss von Rocca San Felice umherirrt. Und weiter: der Pakt mit dem Teufel, Geschichten von Bauern, die von bösen Mächten getäuscht wurden. Aber vielleicht die eindrucksvollste ist die Verbindung mit Dantes und Vergils Inferno. Heute findet in der kleinen Kirche Santa Felicita (erbaut auf dem heidnischen Tempel) eine Pilgerfahrt statt. Eine Mischung aus Sakralem und Profanem, die den Ort magnetisch macht.
Kulte, Legenden und Nachstellungen
Um die Mefite ranken sich Gänsehautgeschichten. Die Göttin Mefite wurde mit schamanischen Riten verehrt: Der Osco Rabel, ein Handwerker-Schamane in Schaf- und Wolfsfellen, erweckt diese Rituale heute wieder mit Trommeln zum Leben. Dann gibt es die Legende von Margherita von Österreich, deren Geist im Schloss von Rocca San Felice umherirrt. Und weiter: der Pakt mit dem Teufel, Geschichten von Bauern, die von bösen Mächten getäuscht wurden. Aber vielleicht die eindrucksvollste ist die Verbindung mit Dantes und Vergils Inferno. Heute findet in der kleinen Kirche Santa Felicita (erbaut auf dem heidnischen Tempel) eine Pilgerfahrt statt. Eine Mischung aus Sakralem und Profanem, die den Ort magnetisch macht.
Warum man es besuchen sollte
Drei konkrete Gründe. Erstens: Es ist ein weltweit einzigartiges Geotop mit der höchsten nicht-vulkanischen CO2-Konzentration. Einmal im Leben sollte man es gesehen haben. Zweitens: Die jahrtausendealte Geschichte des Mefite-Kults mit archäologischen Funden und Anklängen an Vergil. Drittens: Die lokalen Spezialitäten: der Pecorino Carmasciano, dessen Geschmack durch den Schwefel im Boden beeinflusst wird. Außerdem: Wenn Sie unheimliche Atmosphären mögen, wird Ihnen die Mondlandschaft im Gedächtnis bleiben. Nehmen Sie ein Fernglas mit: aus der Ferne ist es sehr gut zu sehen.
Warum man es besuchen sollte
Drei konkrete Gründe. Erstens: Es ist ein weltweit einzigartiges Geotop mit der höchsten nicht-vulkanischen CO2-Konzentration. Einmal im Leben sollte man es gesehen haben. Zweitens: Die jahrtausendealte Geschichte des Mefite-Kults mit archäologischen Funden und Anklängen an Vergil. Drittens: Die lokalen Spezialitäten: der Pecorino Carmasciano, dessen Geschmack durch den Schwefel im Boden beeinflusst wird. Außerdem: Wenn Sie unheimliche Atmosphären mögen, wird Ihnen die Mondlandschaft im Gedächtnis bleiben. Nehmen Sie ein Fernglas mit: aus der Ferne ist es sehr gut zu sehen.
Wann reisen
Die beste Zeit? Zwischen April und Juni und dann September–Oktober. Die Temperaturen sind mild, die Winde seltener (das Gas verteilt sich besser) und das Licht ist perfekt für Fotos. Meiden Sie den Sommer: Die Hitze verstärkt den Geruch und das Schwülegefühl. Im Winter kann es schneien, aber der zugefrorene See ist eine seltene Sehenswürdigkeit. Ich empfehle einen Mai-Morgen: Die Sonne beleuchtet die Blasen und die Luft ist frisch. Bringen Sie eine Jacke mit: Das Tal ist oft windig.
Wann reisen
Die beste Zeit? Zwischen April und Juni und dann September–Oktober. Die Temperaturen sind mild, die Winde seltener (das Gas verteilt sich besser) und das Licht ist perfekt für Fotos. Meiden Sie den Sommer: Die Hitze verstärkt den Geruch und das Schwülegefühl. Im Winter kann es schneien, aber der zugefrorene See ist eine seltene Sehenswürdigkeit. Ich empfehle einen Mai-Morgen: Die Sonne beleuchtet die Blasen und die Luft ist frisch. Bringen Sie eine Jacke mit: Das Tal ist oft windig.
In der Umgebung
Nur wenige Schritte entfernt lohnt sich ein Spaziergang durch das Dorf Rocca San Felice mit seinen Gassen und der mittelalterlichen Burg. Hier befindet sich auch das Museum der Mefite (falls geöffnet). Ein weiterer Halt ist die Kirche Santa Felicita mit den archäologischen Ausgrabungen daneben. Wenn Sie gerne wandern, gibt es Wege im Valle d’Ansanto. Und verpassen Sie nicht einen Besuch in einem Weingut, um den Aglianico-Wein oder den Carmasciano-Käse zu probieren: ein Gesamtpaket aus Natur, Geschichte und Genuss.
In der Umgebung
Nur wenige Schritte entfernt lohnt sich ein Spaziergang durch das Dorf Rocca San Felice mit seinen Gassen und der mittelalterlichen Burg. Hier befindet sich auch das Museum der Mefite (falls geöffnet). Ein weiterer Halt ist die Kirche Santa Felicita mit den archäologischen Ausgrabungen daneben. Wenn Sie gerne wandern, gibt es Wege im Valle d’Ansanto. Und verpassen Sie nicht einen Besuch in einem Weingut, um den Aglianico-Wein oder den Carmasciano-Käse zu probieren: ein Gesamtpaket aus Natur, Geschichte und Genuss.