Monte Gioco ab Serina: CAI-Weg 598 und Panoramagipfel

Der Monte Gioco, auch bekannt als Monte Zucco, erhebt sich zwischen der Valle Serina und dem Val Brembana bis auf 1.366 Meter. Von Lepreno di Serina aus führt der CAI-Weg 598 durch Wiesen, an Almhütten vorbei und durch Wälder; das letzte Stück verläuft über den Grat bis zum Gipfelkreuz. Es ist eine Wanderung ohne technische Schwierigkeiten, für die man jedoch geeignetes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitnehmen sollte.
– Panoramagipfel: 360°-Blick auf Arera, Alben, Menna und Grem.
– Abwechslungsreiche Strecke: offene Wiesen, Wald, Grat und steile Abschnitte zum Schluss.
– Zwei Zugänge: von Lepreno über den CAI 598 oder von Spettino und Corone über den 598A.
– Gipfelkreuz und Gipfelbuch auf dem Gipfel als Abschluss der Wanderung.


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Copertina itinerario Monte Gioco ab Serina: CAI-Weg 598 und Panoramagipfel
Von Lepreno di Serina zum Monte Gioco auf dem CAI 598: Wiesen, Almhütten und ein finaler Grat bis zum Gipfelkreuz, mit Blick auf Arera, Alben und das Val Brembana.

Wissenswertes


Einführung: Monte Gioco von Serina

Von Lepreno di Serina zum Monte Gioco auf dem CAI-Weg 598: Wiesen, Almen und ein letzter Grat. Das Ziel ist eine grasbewachsene Pyramide, die sich zwischen dem Val Brembana und dem Valle Serina oberhalb von Serina erhebt. Es ist kein extremer Gipfel: 1.366 Meter – doch kaum steht man auf dem Grat, versteht man, warum sich der Aufstieg lohnt. Man durchquert Wiesen, Almhütten und kleine Wäldchen, dann wird der Berg steiler und belohnt mit dem Gipfelkreuz. Dort oben reicht der Panoramablick von der Arera bis zum Alben, mit Menna, Grem und, weiter entfernt, den Grigne. Es ist eine einfache, aber keineswegs banale Wanderung – eine von der Sorte, bei der man das Gefühl hat, weit hinausgekommen zu sein, ohne sich allzu weit entfernt zu haben. Der Gipfel ist mit einem Eisenkreuz und einem Gipfelbuch markiert: kleine Details, die sofort das Gefühl eines belebten Ortes vermitteln.

Geschichtlicher Überblick

Monte Gioco ist der neuere Name des Berges, der für viele weiterhin Monte Zucco heißt; die Namensgleichheit mit einem anderen Berg oberhalb von San Pellegrino legte nahe, die beiden Gipfel zu unterscheiden. Am Fuß des Berges war Lepreno einst bedeutender als Serina und bewahrt die Kirche der Heiligen Jakobus des Älteren, Apostel, und Alexander, Märtyrer, deren Grundstein 1190 gelegt wurde. Das Gebiet ist auch mit der alten Via Mercatorum verbunden, die im Rundweg ab Serina erscheint. In jüngerer Zeit hat die Gruppe Fancy Mountain zusammen mit dem CAI Bergamo den 598A markiert, die erste offizielle Route auf dem Gebiet von Dossena, gedacht als Verbindung von Corone zur Scharte von Spettino. Der Berg hat keine große alpinistische Geschichte, lebt aber von alten Übergängen, Hütten, Bildstöcken und Wanderwegen, die bis heute die Dörfer verbinden.

  • 1190 — Grundsteinlegung der Kirche von Lepreno.
  • Historische Epoche — die Via Mercatorum durchquert die Gegend.
  • Heute — der CAI-Weg 598 steigt von Lepreno auf; der 598A vervollständigt die Umrundung des Gioco.

Der CAI-Weg 598 ab Lepreno

In Lepreno lässt man das Auto auf den Parkplätzen in der Via Giuseppe Garibaldi stehen, geht an einer kleinen Kapelle vorbei und ist sofort mittendrin: Der CAI 598 steigt zwischen den Häusern des Dorfes an und tritt dann auf eine weite Wiesenfläche hinaus. Man geht an Zäunen und Almhütten entlang, betritt ein kleines Wäldchen und steigt in Serpentinen an. Der Weg ist wanderwegtypisch, der Höhenunterschied von Lepreno beträgt rund 500–550 Meter, und der komplette Rundweg misst 5,5 km. An der Gabelung mit der CAI-Beschilderung hält man sich links und nimmt den letzten, steilsten Gratabschnitt in Angriff. Auf der Strecke gibt es keine Wasserstellen: Am besten mit voller Trinkflasche starten. Die Schwierigkeit ist E, daher braucht es ein Mindestmaß an Kondition und passendes Schuhwerk; mit Kindern ist es machbar, aber mit Vorsicht. Auf dem Gipfel bekommt man Wind und Aussicht, nicht den Lärm des Tals.

Grat, Kreuz und Rundweg am Monte Gioco

Der letzte Abschnitt ist der schönste: Man folgt dem Grat, betritt ein kleines Buchenwäldchen, steigt weiter an, und plötzlich erscheint das Eisenkreuz. Auf dem Gipfel gibt es außerdem ein Gipfelbuch, und das Panorama reicht tatsächlich über 360°: Arera, Alben, Menna, Grem, die Grigne, das Valle Serina und das Valle Brembana. Wer verlängern möchte, kann nach Spettino absteigen und den Rundweg schließen oder den 598A von Corone aus erkunden. Dieser Weg bietet zwei Varianten: eine nahezu ebene unterhalb der Felswand Corna Rondanina, die andere entlang des Grats. Zusammen bilden sie den sogenannten Rundweg um den Monte Gioco, gut markiert und für Wanderer aller Schwierigkeitsstufen geeignet. Unterwegs trifft man auf den Monte Zucchin (1.206 m), den Passo di Salvarizza (966 m) mit seiner Kapelle und mehrere Bildstöcke.

Warum sich ein Besuch lohnt

Erster Grund: das Panorama. Vom Gipfel aus überblickt man die Orobie und die beiden Täler, ohne einen technischen Gipfel besteigen zu müssen. Zweiter Grund: die Vielfalt. In einer einzigen Runde wechseln sich offene Wiesen, Almen, Buchenwald und Grat ab, mit der Möglichkeit, Lepreno, Corone, Spettino und die alte Via Mercatorum zu verbinden. Dritter Grund: Es ist eine zugängliche Wanderung für alle mit etwas Grundkondition, aber steil genug, um ein echtes Erfolgserlebnis zu bieten. Die Wege 598 und 598A sind gut markiert, an den Abzweigungen sollte man jedoch immer die weiß-roten Schilder prüfen. Erwarte keine Hütten oder Quellen: Es ist ein trockener, karger Berg, den man sorgfältig vorbereiten sollte. Genau deshalb fühlen sich das Kreuz und das Gipfelbuch oben wie eine echte Ankunft an.

Wann Sie gehen sollten

Den Unterschied macht der Himmel. Wählen Sie einen klaren Tag, am besten nach einem Wetterumschwung, der die Luft gereinigt hat: Der 360-Grad-Blick verzeiht keinen Dunst. Meiden Sie die Mittagsstunden an warmen Tagen und setzen Sie auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag, wenn das Streiflicht den Grat und die Wiesen konturiert. In den Übergangsjahreszeiten ist der Weg angenehmer, aber ein genaues Datum ist nicht nötig: Vermeiden Sie einfach Schnee und Eis, wenn Sie keine Ausrüstung haben. Im Winter ist der Aufstieg erfahrenen Wanderern vorbehalten und sollte mit Vorsicht angegangen werden; im Sommer nehmen Sie Wasser und Kopfbedeckung mit, denn auf dem Weg gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Wenn auf dem Gipfel Wind aufkommt, wundern Sie sich nicht: Das gehört dazu.

In der Umgebung

In Lepreno lohnt sich ein Halt an der Kirche der Heiligen Jakobus des Älteren, Apostel, und Alexander, Märtyrer; der Grundstein wurde 1190 gelegt – ein Zeichen für das alte Gewicht des Dorfes. Etwas weiter sind der Passo di Salvarizza (966 m) und seine Kapelle ein einfacher und reizvoller Abstecher, auf der Route der Umrundung des Monte Gioco. Ebenfalls in der Gegend verleihen die Kletterwand Corna Rondanina und die Wege von Corone der Bergwelt eine weitere Perspektive. Wer verlängern möchte, kann der alten Via Mercatorum auf dem Abschnitt zwischen Serina und Corone folgen, zwischen Trockenmauern und Wäldern. Das sind keine erzwungenen Postkartenziele: Es sind kleinere Orte, die aber genau dadurch den Sinn des Val Serina vermitteln.

Routen in der Umgebung


💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Auf dem Gipfel des Monte Gioco sind das metallene Gipfelkreuz und das Gipfelbuch die markantesten Anlaufpunkte. Der heutige Name ist neueren Datums: Ursprünglich hieß der Berg Monte Zucco, um ihn nicht mit dem gleichnamigen Berg oberhalb von San Pellegrino zu verwechseln. Auf dem Rückweg kommt man an Votivbildstöcken und am Passo di Salvarizza mit seiner Kapelle vorbei.