Wenn Sie nur einen Tag in La Spezia haben, keine Sorge: Sie können einen Rundgang zu Fuß unternehmen, der Sie zu den reichen Kulturschätzen führt. Starten Sie im Technischen Marinemuseum, ein Muss für Liebhaber der Seefahrtsgeschichte, mit Schiffsmodellen und Relikten. Dann steigen Sie zur Burg San Giorgio hinauf, von der Sie einen Panoramablick über die Stadt und den Golf genießen. Tauchen Sie anschließend in die zeitgenössische Kunst im CAMeC, Zentrum für moderne und zeitgenössische Kunst, ein und vergessen Sie nicht das Siegelmuseum, eine wenig bekannte Perle. Schlendern Sie über die historischen Plätze wie Piazza Europa und Piazza Verdi, um die lokale Atmosphäre aufzusaugen. Diese 6-stationige Route vereint Geschichte, Kunst und Kultur – ideal für ein Kulturwochenende. La Spezia wird Sie überraschen: Es ist nicht nur das Tor zu den Cinque Terre, sondern auch eine Stadt mit einem musealen Herzen, das es zu entdecken gilt.
🗺️ Route im Überblick
Ein eintägiger Rundgang zu Fuß, der maritime Tradition, mittelalterliche Geschichte und zeitgenössische Kunst im Zentrum von La Spezia vereint. Ideal für alle, die kulturelle Entdeckungen ohne Eile lieben.
- Ideal für neugierige Reisende, die eine Mischung aus Marinemuseum, Burg und moderner Kunst in wenigen Stunden erleben möchten.
- Stärken: kompakte und gut vernetzte Route, alle 6 Stationen zu Fuß erreichbar, Kombi-Tickets verfügbar.
- Für wen: Geschichtsinteressierte, Familien mit neugierigen Kindern und Liebhaber zeitgenössischer Kunst.
Etappen der Route
Etappe Nr. 1
Technisches Marinemuseum
Die erste Etappe unserer Reiseroute in La Spezia ist ein wahres Juwel für Meeres- und Geschichtsbegeisterte: das Technische Marinemuseum. Direkt neben dem Arsenal gelegen, ist es das bedeutendste Museum Italiens für Schiffsfahrt. Schon beim Eintreten wird man von einer außergewöhnlichen Sammlung von Schiffsmodellen begrüßt, die die Geschichte der italienischen Flotte von den Galeeren bis zu den modernen Zerstörern nachzeichnen. Verpassen Sie nicht den Saal der Galionsfiguren mit Holzskulpturen, die noch immer über die Schiffe zu wachen scheinen, und den Saal der Angriffsmittel, in dem das berühmte „Maiale“ und der Prototyp von Tesei und Toschi ausgestellt sind. Nicht zu vergessen der Bereich zu Guglielmo Marconi, mit Originalgeräten, die für Experimente in La Spezia verwendet wurden. Das Museum ist täglich von 8:30 bis 19:30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 3). Ein Besuch, der die Fantasie anregt und eine einzigartige Perspektive auf die Macht des Meeres bietet.- Zur Detailseite: Technisches Marinemuseum La Spezia: U-Boot Toti und Schiffsmodelle im Arsenal
- Viale Giovanni Amendola, La Spezia (SP)
- https://www.marina.difesa.it/EN/history/museums/Pagine/museotecniconavale.aspx#
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …

Etappe Nr. 2
CAMeC: Moderne und zeitgenössische Kunst zwischen Warhol und Fontana
Nur wenige Schritte von den zentralen Plätzen entfernt, beherbergt das CAMeC ein Gebäude, das Stadtgeschichte geschrieben hat: zuerst Schule, dann Gericht, heute Tempel der zeitgenössischen Kunst. Wenn man eintritt, spürt man die Atmosphäre eines Ortes, der Kunst und Innovation atmet. Die Dauerausstellung ist ein Schatz: über 200 Werke von Lucio Fontana bis Andy Warhol, über Marina Abramović und Gordon Matta-Clark. Die neue, von Gerhard Wolf kuratierte Inszenierung bricht mit Konventionen und vermischt Strömungen und Jahrzehnte. Verpassen Sie nicht die Collezione Cozzani (über 1.200 Stücke) und die Meisterwerke des Premio del Golfo, 1933 aus einer Idee von Marinetti und Fillia entstanden. Die Wechselausstellungen sind stets treffend: 2025 gibt es einen Vergleich zwischen Morandi und Fontana, den man nicht verpassen sollte. Das Museum ist perfekt für Kunstliebhaber ohne Barrieren: Ein multisensorischer Accessibility Room macht den Besuch inklusiv. Und das natürliche Licht, das durch die beim Restyling 2024 wieder geöffneten Fenster fällt, vermittelt ein einzigartiges Gefühl von Offenheit.- Via Antonio Gramsci, La Spezia (SP)
- https://camec.museilaspezia.it/
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …

Etappe Nr. 3
Das Siegelmuseum: Eine Reise zwischen Abdrücken und Geschichte
Lassen Sie das Zeitgenössische hinter sich und tauchen Sie ein in eine Welt winziger Kunstwerke: Das Siegelmuseum erwartet Sie in der stimmungsvollen Palazzina delle Arti. Hier, im ersten Stock dieses neomittelalterlichen Gebäudes von 1924, verbirgt sich die vollständigste Sammlung von Siegeln, die je von Privatpersonen zusammengetragen wurde: über 1.500 Stücke, gestiftet von den Eheleuten Capellini. Der Rundgang ist eine Reise durch Zeit und Raum, vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die Gegenwart, über Mesopotamien, Ägypten, China und Japan. Verpassen Sie nicht die René Lalique-Siegel aus Kristall und die goldenen von Fabergé, wahre Juwelen. Und wenn Sie ein China-Enthusiast sind, werden Sie ein kaiserliches Jadestück aus der Verbotenen Stadt bestaunen. Das Museum ist auch barrierefrei: Seit 2018 gibt es einen Tastparcours für Blinde. Ein Erlebnis, das mit seiner Vielfalt und der sorgfältigen Präsentation verblüfft, perfekt für Liebhaber ungewöhnlicher und außergewöhnlicher Sammlungen. Ein Tipp: Überprüfen Sie die Öffnungszeiten, montags ist geschlossen.- Via del Prione 234, La Spezia (SP)
- http://sigillo.museilaspezia.it/
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …

Etappe Nr. 4
Garibaldi-Denkmal: Der Held zweier Welten zu Pferd
Szenenwechsel: Von den Siegeln zum Reiterstandbild Giuseppe Garibaldis, das die Giardini Pubblici beherrscht. Hier ist die Luft anders, feierlicher. Die bronzene Statue, 6 Tonnen schwer, zeigt Garibaldi auf einem sich aufbäumenden Pferd, das nur auf den Hinterbeinen steht – eine Seltenheit. Der Bildhauer Antonio Garella konzipierte sie, um von unten betrachtet zu werden, und die Wirkung ist dramatisch. Eingeweiht am 1. Juni 1913, ist sie zu einem Symbol der Stadt geworden. Garibaldi hielt sich mehrfach in La Spezia auf: 1862, nach Aspromonte, war er im Varignano gefangen; 1867, nach Mentana, übernachtete er im Croce di Malta. Beim Spaziergang durch die Gärten kann man sich leicht vorstellen, wie der Held neue Taten plante. Ein Tipp: Kommen Sie am späten Nachmittag, wenn das tiefe Licht das Bronze noch lebendiger macht. Und vergessen Sie nicht, die Tafel zu lesen: Sie erzählt ein Stück italienischer Geschichte.- Via Aulo Flacco Persio, La Spezia (SP)
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …

Etappe Nr. 5
Brunnen des Dialogs: Das zeitgenössische Herz der Piazza Garibaldi
Nach dem bronzenen Helden kommt nun ein zeitgenössisches Werk, das zum Verweilen einlädt: der Brunnen des Dialogs, eingeweiht im Jahr 2002 auf der Piazza Garibaldi. Der Bildhauer Viliano Tarabella formte zwei große abstrakte Segel aus Carrara-Marmor, die sich durchdringen und als Symbole der Erneuerung und des Dialogs aus dem Wasser ragen. Das runde Becken mit glattem Rand, der als Sitzgelegenheit dient, lädt dazu ein, innezuhalten und das Spiel von Licht und Reflexionen zu beobachten. Nachts beleuchten Scheinwerfer die Segel und schaffen eine ruhige, stille Atmosphäre. Das Wasser fließt ununterbrochen und steht für den Fluss des Lebens und der Kommunikation. Es ist ein perfekter Ort für eine nachdenkliche Pause, abseits des Trubels: Setzen Sie sich, lauschen Sie dem Plätschern und lassen Sie die zeitgenössische Kunst zu Ihnen sprechen.- Piazza Giuseppe Garibaldi, La Spezia (SP)
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …

Etappe Nr. 6
Castello San Giorgio
Letzte Etappe, aber nicht die unwichtigste: Das Castello San Giorgio thront über La Spezia auf dem Hügel Poggio. Erbaut im Auftrag von Nicolò Fieschi im Jahr 1262, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, bewahrt es heute zwei zusammenhängende viereckige Baukörper und einen mittelalterlichen Turm mit einer Seitenlänge von 5,50 Metern. Auf dem Weg über die Via XXVII Marzo trifft man auf die alten Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert mit Schießscharten für Bogenschützen und weiter oben auf mächtige Stützmauern aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren zeigt das Archäologische Museum Ubaldo Formentini Funde von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter: Ein absolutes Muss sind die Stelenstatuen der Lunigiana, die 5000 Jahre alt sind, sowie römische Mosaike aus Luni. Von den Terrassen schweift der Blick über den Golf und die Stadt – eine Aussicht, die den Aufstieg lohnt. Geöffnet Mi-So 9:30-12:30 und 14:00-17:00 (Winteröffnungszeiten), Eintrittspreis 6 €. Wenn Sie wenig Zeit haben, kostet der Zugang nur zu den Terrassen 4 €.- Via Ventisette Marzo, La Spezia (SP)
- In Google Maps öffnen
- Auf Google Bilder ansehen

Du solltest hin, wenn …




