Einführung: Die größte Kirche Veronas
Und hier stehen wir vor der Kirche Sant’Anastasia, dem größten religiösen Bauwerk Veronas. Sofort fällt die unvollendete Backsteinfassade auf: es ist, als ob die Zeit stillgestanden wäre. Die Veroneser nennen sie so, aber eigentlich ist sie dem heiligen Petrus Martyr geweiht. Beim Eintreten ist die Atmosphäre gotisch, feierlich, mit den riesigen Säulen aus rotem und weißem Marmor. Und dann gibt es sie, die Gobbi, die die Weihwasserbecken tragen: man hat fast den Drang, sie zu berühren, sie bringen Glück, sagt man. Es ist ein Ort, der einen packt, zwischen Kunst und Volksfrömmigkeit.
Einführung: Die größte Kirche Veronas
Und hier stehen wir vor der Kirche Sant’Anastasia, dem größten religiösen Bauwerk Veronas. Sofort fällt die unvollendete Backsteinfassade auf: es ist, als ob die Zeit stillgestanden wäre. Die Veroneser nennen sie so, aber eigentlich ist sie dem heiligen Petrus Martyr geweiht. Beim Eintreten ist die Atmosphäre gotisch, feierlich, mit den riesigen Säulen aus rotem und weißem Marmor. Und dann gibt es sie, die Gobbi, die die Weihwasserbecken tragen: man hat fast den Drang, sie zu berühren, sie bringen Glück, sagt man. Es ist ein Ort, der einen packt, zwischen Kunst und Volksfrömmigkeit.
Historischer Überblick: Eine Baustelle über zwei Jahrhunderte
Der Bau begann im Jahr
1290 auf Geheiß der Dominikaner, unterstützt von den Scaligern und der Familie Castelbarco. Die Arbeiten dauerten über zweihundert Jahre: Die Kirche wurde erst im Jahr
1471 geweiht, und die Fassade wurde nie vollendet. Sie steht an der Stelle zweier älterer Kirchen, die der Heiligen Anastasia und dem Heiligen Remigius geweiht waren. Nach der napoleonischen Aufhebung im Jahr 1807 ging sie an den Weltklerus über. Hier die wichtigsten Meilensteine:
- 1290: Baubeginn
- 1471: Weihe
- 1807: Schließung des Dominikanerklosters
- 1878–1881: Erste Restaurierungen
Historischer Überblick: Eine Baustelle über zwei Jahrhunderte
Der Bau begann im Jahr
1290 auf Geheiß der Dominikaner, unterstützt von den Scaligern und der Familie Castelbarco. Die Arbeiten dauerten über zweihundert Jahre: Die Kirche wurde erst im Jahr
1471 geweiht, und die Fassade wurde nie vollendet. Sie steht an der Stelle zweier älterer Kirchen, die der Heiligen Anastasia und dem Heiligen Remigius geweiht waren. Nach der napoleonischen Aufhebung im Jahr 1807 ging sie an den Weltklerus über. Hier die wichtigsten Meilensteine:
- 1290: Baubeginn
- 1471: Weihe
- 1807: Schließung des Dominikanerklosters
- 1878–1881: Erste Restaurierungen
Die buckligen Glücksbringer: Tradition und Kunst
Sobald Sie eintreten, begrüßen zwei Statuen von Buckligen den Besucher, die Weihwasserbecken halten. Die linke wird Gabriele Caliari, dem Vater des Veronese, zugeschrieben; die rechte, genannt Pasquino, wurde 1591 aufgestellt. Die Volksüberlieferung besagt, dass die Buckligen die Mühen der Armen symbolisieren, die Kirche zu finanzieren. Ihren Buckel zu berühren bringt Glück, und Sie werden viele Veroneser dabei beobachten. In Wirklichkeit sind sie wunderbare Beispiele manieristischer Bildhauerei: die Last des Glaubens in Marmor gemeißelt.
Die buckligen Glücksbringer: Tradition und Kunst
Sobald Sie eintreten, begrüßen zwei Statuen von Buckligen den Besucher, die Weihwasserbecken halten. Die linke wird Gabriele Caliari, dem Vater des Veronese, zugeschrieben; die rechte, genannt Pasquino, wurde 1591 aufgestellt. Die Volksüberlieferung besagt, dass die Buckligen die Mühen der Armen symbolisieren, die Kirche zu finanzieren. Ihren Buckel zu berühren bringt Glück, und Sie werden viele Veroneser dabei beobachten. In Wirklichkeit sind sie wunderbare Beispiele manieristischer Bildhauerei: die Last des Glaubens in Marmor gemeißelt.
Pisanellos Meisterwerk: Der heilige Georg und die Prinzessin
In der Pellegrini-Kapelle verbirgt sich das wertvollste Juwel: das Fresko Der heilige Georg und die Prinzessin von Pisanello, gemalt zwischen 1433 und 1438. Es ist der Höhepunkt der internationalen Gotik in Verona. Der heilige Georg ist im Begriff, auf sein Pferd zu steigen, während der Drache sich im Hintergrund von seinen Opfern ernährt. Die Details sind unglaublich: Gewänder, Pferde, eine märchenhafte Landschaft. Leider hat das Wasser einige Teile beschädigt, aber es bleibt eines der faszinierendsten Werke, die ich je gesehen habe. Verpassen Sie es nicht.
Pisanellos Meisterwerk: Der heilige Georg und die Prinzessin
In der Pellegrini-Kapelle verbirgt sich das wertvollste Juwel: das Fresko Der heilige Georg und die Prinzessin von Pisanello, gemalt zwischen 1433 und 1438. Es ist der Höhepunkt der internationalen Gotik in Verona. Der heilige Georg ist im Begriff, auf sein Pferd zu steigen, während der Drache sich im Hintergrund von seinen Opfern ernährt. Die Details sind unglaublich: Gewänder, Pferde, eine märchenhafte Landschaft. Leider hat das Wasser einige Teile beschädigt, aber es bleibt eines der faszinierendsten Werke, die ich je gesehen habe. Verpassen Sie es nicht.
Warum ein Besuch lohnt
Drei praktische Gründe: Erstens, es ist kostenlos (freier Eintritt, keine Tickets). Zweitens, es ist das größte Beispiel der Gotik in Verona: die Kreuzrippengewölbe, die zweifarbigen Säulen, der originale Boden von 1462. Drittens, die Glücksbringer-Gobbi und der Pisanello sind einzigartig. Hinzu kommt die Atmosphäre: Es ist kein Museum, sondern eine lebendige Kirche mit Messen und Gläubigen. Du trittst ein, setzt dich und lässt die Stille zu dir sprechen.
Warum ein Besuch lohnt
Drei praktische Gründe: Erstens, es ist kostenlos (freier Eintritt, keine Tickets). Zweitens, es ist das größte Beispiel der Gotik in Verona: die Kreuzrippengewölbe, die zweifarbigen Säulen, der originale Boden von 1462. Drittens, die Glücksbringer-Gobbi und der Pisanello sind einzigartig. Hinzu kommt die Atmosphäre: Es ist kein Museum, sondern eine lebendige Kirche mit Messen und Gläubigen. Du trittst ein, setzt dich und lässt die Stille zu dir sprechen.
Wann besuchen
Die beste Zeit? Früher Morgen, gegen 10 Uhr, wenn sie öffnen: Das Licht fällt durch die Fenster und es sind noch wenige Touristen da. Alternativ der späte Nachmittag im Herbst oder Frühling: Die Backsteinfassade glüht rot, und das Innere füllt sich mit langen Schatten. Vermeide sonntagnachmittags, wenn möglich – nach der Messe ist es überfüllt. Und im Winter, bei Kälte, ist die Stille noch intensiver.
Wann besuchen
Die beste Zeit? Früher Morgen, gegen 10 Uhr, wenn sie öffnen: Das Licht fällt durch die Fenster und es sind noch wenige Touristen da. Alternativ der späte Nachmittag im Herbst oder Frühling: Die Backsteinfassade glüht rot, und das Innere füllt sich mit langen Schatten. Vermeide sonntagnachmittags, wenn möglich – nach der Messe ist es überfüllt. Und im Winter, bei Kälte, ist die Stille noch intensiver.
In der Umgebung
Gleich um die Ecke liegt die Ponte Pietra, die römische Brücke über die Etsch: Von dort aus ist der Blick auf die Kirche und den Hügel etwas Besonderes. Gleich danach geht es weiter in die Via Arche Scaligere, um die Arche Scaligere zu sehen, gotische Grabdenkmäler, die wie gemeißelte Juwelen wirken. Wenn du noch Lust hast, ist die Piazza delle Erbe in 5 Minuten zu Fuß erreichbar: perfekt für einen Aperitif mit Aussicht.
In der Umgebung
Gleich um die Ecke liegt die Ponte Pietra, die römische Brücke über die Etsch: Von dort aus ist der Blick auf die Kirche und den Hügel etwas Besonderes. Gleich danach geht es weiter in die Via Arche Scaligere, um die Arche Scaligere zu sehen, gotische Grabdenkmäler, die wie gemeißelte Juwelen wirken. Wenn du noch Lust hast, ist die Piazza delle Erbe in 5 Minuten zu Fuß erreichbar: perfekt für einen Aperitif mit Aussicht.