Piazza Maggiore: Geschichte, Architektur und Open-Air-Kino in Bologna

Piazza Maggiore ist das Herz von Bologna, einer der größten Plätze Italiens (115×60 m). Entstanden im 13. Jahrhundert als öffentlicher Raum, ist er von mittelalterlichen und renaissancezeitlichen Meisterwerken umgeben: der Basilika San Petronio, dem Palazzo del Podestà, dem Palazzo d’Accursio und dem Crescentone. Jeden Sommer verwandelt sich der Platz in ein Open-Air-Kino mit der Reihe ‘Sotto le stelle del cinema’.

  • Basilika San Petronio: unvollendete Fassade, im Inneren die 67 Meter lange Meridianlinie von Cassini.
  • Palazzo del Podestà: unter dem Voltone gibt es ein akustisches Phänomen, das geheime Kommunikation ermöglicht.
  • Crescentone: die erhöhte Plattform in der Mitte, aufgrund ihrer Form so genannt, die an eine Crescentina erinnert.
  • Sommerveranstaltungen: von Juni bis August kostenlose Filmvorführungen auf einer Großleinwand für Filmfans und Neugierige.


Veranstaltungen in der Umgebung


Copertina itinerario Piazza Maggiore: Geschichte, Architektur und Open-Air-Kino in Bologna
Der Hauptplatz von Bologna mit der Basilika San Petronio, dem Palazzo del Podestà und dem Crescentone. Sommerliche Kinoevents, Märkte und mittelalterliche Geschichte.

Wissenswertes


Einführung

Du stehst vor einem der größten Plätze Italiens: 115 Meter mal 60 Meter, ein Rechteck der Geschichte, das dich umgibt. Auf der einen Seite die unvollendete Fassade der Basilika San Petronio, auf der anderen der Palazzo del Podestà mit seinem magischen Bogen. Der Crescentone, eine 15 Zentimeter erhöhte Plattform, teilt den Raum und erinnert an die Form der bolognesischen Crescentina. Hier scheint die Zeit stillzustehen, aber der Platz lebt: plaudernde Studenten, fotografierende Touristen, und an Sommerabenden verwandelt das Open-Air-Kino alles in einen riesigen Kinosaal.

Einführung

Du stehst vor einem der größten Plätze Italiens: 115 Meter mal 60 Meter, ein Rechteck der Geschichte, das dich umgibt. Auf der einen Seite die unvollendete Fassade der Basilika San Petronio, auf der anderen der Palazzo del Podestà mit seinem magischen Bogen. Der Crescentone, eine 15 Zentimeter erhöhte Plattform, teilt den Raum und erinnert an die Form der bolognesischen Crescentina. Hier scheint die Zeit stillzustehen, aber der Platz lebt: plaudernde Studenten, fotografierende Touristen, und an Sommerabenden verwandelt das Open-Air-Kino alles in einen riesigen Kinosaal.

Historische Notizen

Der Platz entstand im 13. Jahrhundert, als die Stadtverwaltung Häuser und Türme kaufte und abriss, um einen gemeinsamen Raum zu schaffen – die Platea Communis. Er wurde sofort zum politischen und merkantilen Zentrum. Im 16. Jahrhundert erhielt er den Namen Piazza Maggiore; nach der Einigung Italiens wurde er Vittorio Emanuele II. gewidmet, dann 1944 kurzzeitig Piazza della Repubblica, und seit 1945 trägt er wieder seinen heutigen Namen. Schlüsselereignisse: der Bau der Basilika San Petronio (1390), die Krönung Karls V. in der Basilika (1530) und die Befreiung Bolognas am 21. April 1945, als der Crescentone durch einen Panzer beschädigt wurde (obwohl einige behaupten, es sei in den 1970er Jahren ein Mähdrescher gewesen).

Historische Notizen

Der Platz entstand im 13. Jahrhundert, als die Stadtverwaltung Häuser und Türme kaufte und abriss, um einen gemeinsamen Raum zu schaffen – die Platea Communis. Er wurde sofort zum politischen und merkantilen Zentrum. Im 16. Jahrhundert erhielt er den Namen Piazza Maggiore; nach der Einigung Italiens wurde er Vittorio Emanuele II. gewidmet, dann 1944 kurzzeitig Piazza della Repubblica, und seit 1945 trägt er wieder seinen heutigen Namen. Schlüsselereignisse: der Bau der Basilika San Petronio (1390), die Krönung Karls V. in der Basilika (1530) und die Befreiung Bolognas am 21. April 1945, als der Crescentone durch einen Panzer beschädigt wurde (obwohl einige behaupten, es sei in den 1970er Jahren ein Mähdrescher gewesen).

Der Crescentone und das Leben auf dem Platz

In der Mitte: Diese Platte aus weißem und rosa Granit ist der Crescentone – ein Name, der an die Küche erinnert, wie die Crescentina. 1934 erbaut, nur 15 cm erhöht, ist er der Treffpunkt schlechthin. Im Winter sitzt man dort in der Sonne, im Sommer ist er die natürliche Bühne für Konzerte und Filmvorführungen. Die Schäden auf der Ostseite? Der Legende nach wurden sie von einem amerikanischen Panzer am Tag der Befreiung verursacht, aber Fotos belegen, dass sie aus den 1970er Jahren stammen, als ein Mähdrescher, der auf einer Landwirtschaftsmesse ausgestellt war, darüber fuhr. Eine kleine, schmunzelnde Kuriosität.

Der Crescentone und das Leben auf dem Platz

In der Mitte: Diese Platte aus weißem und rosa Granit ist der Crescentone – ein Name, der an die Küche erinnert, wie die Crescentina. 1934 erbaut, nur 15 cm erhöht, ist er der Treffpunkt schlechthin. Im Winter sitzt man dort in der Sonne, im Sommer ist er die natürliche Bühne für Konzerte und Filmvorführungen. Die Schäden auf der Ostseite? Der Legende nach wurden sie von einem amerikanischen Panzer am Tag der Befreiung verursacht, aber Fotos belegen, dass sie aus den 1970er Jahren stammen, als ein Mähdrescher, der auf einer Landwirtschaftsmesse ausgestellt war, darüber fuhr. Eine kleine, schmunzelnde Kuriosität.

Architektur und akustische Kuriositäten

Unter dem Voltone del Podestà (dem Bogen, der den Palazzo del Podestà und den Palazzo Re Enzo verbindet) gibt es ein unglaubliches akustisches Phänomen: Wenn man leise gegen einen Pfeiler spricht, hört die Person auf der anderen Seite alles. Im Mittelalter nutzte man dies, um Pestkranke zu beichten oder geheime Nachrichten auszutauschen. Ein weiteres Juwel: die Meridiana di San Petronio, über 66 Meter lang, entworfen von Gian Domenico Cassini im Jahr 1656. Sie ist die längste der Welt und funktioniert noch immer: Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Marmorlinie und zeigt Uhrzeit und Jahreszeit an. Auch die unvollendete Fassade der Basilika, halb Marmor und halb Ziegel, sollte man nicht verpassen.

Architektur und akustische Kuriositäten

Unter dem Voltone del Podestà (dem Bogen, der den Palazzo del Podestà und den Palazzo Re Enzo verbindet) gibt es ein unglaubliches akustisches Phänomen: Wenn man leise gegen einen Pfeiler spricht, hört die Person auf der anderen Seite alles. Im Mittelalter nutzte man dies, um Pestkranke zu beichten oder geheime Nachrichten auszutauschen. Ein weiteres Juwel: die Meridiana di San Petronio, über 66 Meter lang, entworfen von Gian Domenico Cassini im Jahr 1656. Sie ist die längste der Welt und funktioniert noch immer: Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Marmorlinie und zeigt Uhrzeit und Jahreszeit an. Auch die unvollendete Fassade der Basilika, halb Marmor und halb Ziegel, sollte man nicht verpassen.

Warum man es besuchen sollte

1. Das berühmteste Open-Air-Kino Italiens: Von Mitte Juni bis August zeigt „Unter den Sternen des Kinos“ kostenlose Filme auf einer Riesenleinwand mit tausenden Sitzplätzen. 2. Die Akustik unter dem Voltone del Podestà: ein Spiel, das immer wieder verblüfft. 3. Die Sonnenuhr von San Petronio: ein astronomisches Meisterwerk, das es nur hier gibt. Und dann ist da noch das Falò del Vecchione am 31. Dezember, bei dem eine Puppe verbrannt wird, um das Jahr zu verabschieden – eine schöne und beliebte Tradition.

Warum man es besuchen sollte

1. Das berühmteste Open-Air-Kino Italiens: Von Mitte Juni bis August zeigt „Unter den Sternen des Kinos“ kostenlose Filme auf einer Riesenleinwand mit tausenden Sitzplätzen. 2. Die Akustik unter dem Voltone del Podestà: ein Spiel, das immer wieder verblüfft. 3. Die Sonnenuhr von San Petronio: ein astronomisches Meisterwerk, das es nur hier gibt. Und dann ist da noch das Falò del Vecchione am 31. Dezember, bei dem eine Puppe verbrannt wird, um das Jahr zu verabschieden – eine schöne und beliebte Tradition.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit? Ein Sommer bei Sonnenuntergang. Das warme Licht auf der Fassade von San Petronio ist spektakulär, und dann kommt der Abend mit kostenlosem Kino. Aber auch im September, während des Franziskaner-Festivals (drittes Wochenende), füllt sich der Platz mit Begegnungen und Musik. Wenn du die Stille liebst, geh bei Sonnenaufgang an einem Werktag: Der Platz gehört ganz dir, und das Plätschern der nahen Brunnen begleitet dich.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit? Ein Sommer bei Sonnenuntergang. Das warme Licht auf der Fassade von San Petronio ist spektakulär, und dann kommt der Abend mit kostenlosem Kino. Aber auch im September, während des Franziskaner-Festivals (drittes Wochenende), füllt sich der Platz mit Begegnungen und Musik. Wenn du die Stille liebst, geh bei Sonnenaufgang an einem Werktag: Der Platz gehört ganz dir, und das Plätschern der nahen Brunnen begleitet dich.

In der Umgebung

Nur wenige Schritte entfernt liegt die Piazza del Nettuno mit dem Brunnen von Giambologna (1565): Neptun mit dem Dreizack, Symbol der päpstlichen Macht. Die Bologneser nennen ihn liebevoll ‘il Nettuno’ und er ist ein beliebter Treffpunkt. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Eingang zur Biblioteca Salaborsa (ehemaliger Palazzo della Borsa): modern und kostenlos, mit einem Glasboden, der die darunter liegenden römischen Überreste sichtbar macht. Für eine Pause schlendern Sie durch die engen Gassen des Quadrilatero, dem historischen Marktviertel, zwischen Läden mit frischer Pasta und Käse.

In der Umgebung

Nur wenige Schritte entfernt liegt die Piazza del Nettuno mit dem Brunnen von Giambologna (1565): Neptun mit dem Dreizack, Symbol der päpstlichen Macht. Die Bologneser nennen ihn liebevoll ‘il Nettuno’ und er ist ein beliebter Treffpunkt. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Eingang zur Biblioteca Salaborsa (ehemaliger Palazzo della Borsa): modern und kostenlos, mit einem Glasboden, der die darunter liegenden römischen Überreste sichtbar macht. Für eine Pause schlendern Sie durch die engen Gassen des Quadrilatero, dem historischen Marktviertel, zwischen Läden mit frischer Pasta und Käse.

Routen in der Umgebung


💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Der Crescentone, die Granitplattform in der Mitte des Platzes, soll einer lokalen Überlieferung nach 1945 von einem Panzer beschädigt worden sein, aber fotografische Beweise zeigen, dass der Schaden aus den 1970er Jahren stammt, verursacht von einem Mähdrescher während einer Landwirtschaftsmesse. Ein Detail, das vom alltäglichen Leben auf dem Platz erzählt.