Einführung
Du stehst vor einem der größten Plätze Italiens: 115 Meter mal 60 Meter, ein Rechteck der Geschichte, das dich umgibt. Auf der einen Seite die unvollendete Fassade der Basilika San Petronio, auf der anderen der Palazzo del Podestà mit seinem magischen Bogen. Der Crescentone, eine 15 Zentimeter erhöhte Plattform, teilt den Raum und erinnert an die Form der bolognesischen Crescentina. Hier scheint die Zeit stillzustehen, aber der Platz lebt: plaudernde Studenten, fotografierende Touristen, und an Sommerabenden verwandelt das Open-Air-Kino alles in einen riesigen Kinosaal.
Einführung
Du stehst vor einem der größten Plätze Italiens: 115 Meter mal 60 Meter, ein Rechteck der Geschichte, das dich umgibt. Auf der einen Seite die unvollendete Fassade der Basilika San Petronio, auf der anderen der Palazzo del Podestà mit seinem magischen Bogen. Der Crescentone, eine 15 Zentimeter erhöhte Plattform, teilt den Raum und erinnert an die Form der bolognesischen Crescentina. Hier scheint die Zeit stillzustehen, aber der Platz lebt: plaudernde Studenten, fotografierende Touristen, und an Sommerabenden verwandelt das Open-Air-Kino alles in einen riesigen Kinosaal.
Historische Notizen
Der Platz entstand im 13. Jahrhundert, als die Stadtverwaltung Häuser und Türme kaufte und abriss, um einen gemeinsamen Raum zu schaffen – die Platea Communis. Er wurde sofort zum politischen und merkantilen Zentrum. Im 16. Jahrhundert erhielt er den Namen Piazza Maggiore; nach der Einigung Italiens wurde er Vittorio Emanuele II. gewidmet, dann 1944 kurzzeitig Piazza della Repubblica, und seit 1945 trägt er wieder seinen heutigen Namen. Schlüsselereignisse: der Bau der Basilika San Petronio (1390), die Krönung Karls V. in der Basilika (1530) und die Befreiung Bolognas am 21. April 1945, als der Crescentone durch einen Panzer beschädigt wurde (obwohl einige behaupten, es sei in den 1970er Jahren ein Mähdrescher gewesen).
Historische Notizen
Der Platz entstand im 13. Jahrhundert, als die Stadtverwaltung Häuser und Türme kaufte und abriss, um einen gemeinsamen Raum zu schaffen – die Platea Communis. Er wurde sofort zum politischen und merkantilen Zentrum. Im 16. Jahrhundert erhielt er den Namen Piazza Maggiore; nach der Einigung Italiens wurde er Vittorio Emanuele II. gewidmet, dann 1944 kurzzeitig Piazza della Repubblica, und seit 1945 trägt er wieder seinen heutigen Namen. Schlüsselereignisse: der Bau der Basilika San Petronio (1390), die Krönung Karls V. in der Basilika (1530) und die Befreiung Bolognas am 21. April 1945, als der Crescentone durch einen Panzer beschädigt wurde (obwohl einige behaupten, es sei in den 1970er Jahren ein Mähdrescher gewesen).
Der Crescentone und das Leben auf dem Platz
In der Mitte: Diese Platte aus weißem und rosa Granit ist der Crescentone – ein Name, der an die Küche erinnert, wie die Crescentina. 1934 erbaut, nur 15 cm erhöht, ist er der Treffpunkt schlechthin. Im Winter sitzt man dort in der Sonne, im Sommer ist er die natürliche Bühne für Konzerte und Filmvorführungen. Die Schäden auf der Ostseite? Der Legende nach wurden sie von einem amerikanischen Panzer am Tag der Befreiung verursacht, aber Fotos belegen, dass sie aus den 1970er Jahren stammen, als ein Mähdrescher, der auf einer Landwirtschaftsmesse ausgestellt war, darüber fuhr. Eine kleine, schmunzelnde Kuriosität.
Der Crescentone und das Leben auf dem Platz
In der Mitte: Diese Platte aus weißem und rosa Granit ist der Crescentone – ein Name, der an die Küche erinnert, wie die Crescentina. 1934 erbaut, nur 15 cm erhöht, ist er der Treffpunkt schlechthin. Im Winter sitzt man dort in der Sonne, im Sommer ist er die natürliche Bühne für Konzerte und Filmvorführungen. Die Schäden auf der Ostseite? Der Legende nach wurden sie von einem amerikanischen Panzer am Tag der Befreiung verursacht, aber Fotos belegen, dass sie aus den 1970er Jahren stammen, als ein Mähdrescher, der auf einer Landwirtschaftsmesse ausgestellt war, darüber fuhr. Eine kleine, schmunzelnde Kuriosität.
Architektur und akustische Kuriositäten
Unter dem Voltone del Podestà (dem Bogen, der den Palazzo del Podestà und den Palazzo Re Enzo verbindet) gibt es ein unglaubliches akustisches Phänomen: Wenn man leise gegen einen Pfeiler spricht, hört die Person auf der anderen Seite alles. Im Mittelalter nutzte man dies, um Pestkranke zu beichten oder geheime Nachrichten auszutauschen. Ein weiteres Juwel: die Meridiana di San Petronio, über 66 Meter lang, entworfen von Gian Domenico Cassini im Jahr 1656. Sie ist die längste der Welt und funktioniert noch immer: Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Marmorlinie und zeigt Uhrzeit und Jahreszeit an. Auch die unvollendete Fassade der Basilika, halb Marmor und halb Ziegel, sollte man nicht verpassen.
Architektur und akustische Kuriositäten
Unter dem Voltone del Podestà (dem Bogen, der den Palazzo del Podestà und den Palazzo Re Enzo verbindet) gibt es ein unglaubliches akustisches Phänomen: Wenn man leise gegen einen Pfeiler spricht, hört die Person auf der anderen Seite alles. Im Mittelalter nutzte man dies, um Pestkranke zu beichten oder geheime Nachrichten auszutauschen. Ein weiteres Juwel: die Meridiana di San Petronio, über 66 Meter lang, entworfen von Gian Domenico Cassini im Jahr 1656. Sie ist die längste der Welt und funktioniert noch immer: Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Marmorlinie und zeigt Uhrzeit und Jahreszeit an. Auch die unvollendete Fassade der Basilika, halb Marmor und halb Ziegel, sollte man nicht verpassen.
Warum man es besuchen sollte
1. Das berühmteste Open-Air-Kino Italiens: Von Mitte Juni bis August zeigt „Unter den Sternen des Kinos“ kostenlose Filme auf einer Riesenleinwand mit tausenden Sitzplätzen. 2. Die Akustik unter dem Voltone del Podestà: ein Spiel, das immer wieder verblüfft. 3. Die Sonnenuhr von San Petronio: ein astronomisches Meisterwerk, das es nur hier gibt. Und dann ist da noch das Falò del Vecchione am 31. Dezember, bei dem eine Puppe verbrannt wird, um das Jahr zu verabschieden – eine schöne und beliebte Tradition.
Warum man es besuchen sollte
1. Das berühmteste Open-Air-Kino Italiens: Von Mitte Juni bis August zeigt „Unter den Sternen des Kinos“ kostenlose Filme auf einer Riesenleinwand mit tausenden Sitzplätzen. 2. Die Akustik unter dem Voltone del Podestà: ein Spiel, das immer wieder verblüfft. 3. Die Sonnenuhr von San Petronio: ein astronomisches Meisterwerk, das es nur hier gibt. Und dann ist da noch das Falò del Vecchione am 31. Dezember, bei dem eine Puppe verbrannt wird, um das Jahr zu verabschieden – eine schöne und beliebte Tradition.
Beste Reisezeit
Die beste Zeit? Ein Sommer bei Sonnenuntergang. Das warme Licht auf der Fassade von San Petronio ist spektakulär, und dann kommt der Abend mit kostenlosem Kino. Aber auch im September, während des Franziskaner-Festivals (drittes Wochenende), füllt sich der Platz mit Begegnungen und Musik. Wenn du die Stille liebst, geh bei Sonnenaufgang an einem Werktag: Der Platz gehört ganz dir, und das Plätschern der nahen Brunnen begleitet dich.
Beste Reisezeit
Die beste Zeit? Ein Sommer bei Sonnenuntergang. Das warme Licht auf der Fassade von San Petronio ist spektakulär, und dann kommt der Abend mit kostenlosem Kino. Aber auch im September, während des Franziskaner-Festivals (drittes Wochenende), füllt sich der Platz mit Begegnungen und Musik. Wenn du die Stille liebst, geh bei Sonnenaufgang an einem Werktag: Der Platz gehört ganz dir, und das Plätschern der nahen Brunnen begleitet dich.
In der Umgebung
Nur wenige Schritte entfernt liegt die Piazza del Nettuno mit dem Brunnen von Giambologna (1565): Neptun mit dem Dreizack, Symbol der päpstlichen Macht. Die Bologneser nennen ihn liebevoll ‘il Nettuno’ und er ist ein beliebter Treffpunkt. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Eingang zur Biblioteca Salaborsa (ehemaliger Palazzo della Borsa): modern und kostenlos, mit einem Glasboden, der die darunter liegenden römischen Überreste sichtbar macht. Für eine Pause schlendern Sie durch die engen Gassen des Quadrilatero, dem historischen Marktviertel, zwischen Läden mit frischer Pasta und Käse.
In der Umgebung
Nur wenige Schritte entfernt liegt die Piazza del Nettuno mit dem Brunnen von Giambologna (1565): Neptun mit dem Dreizack, Symbol der päpstlichen Macht. Die Bologneser nennen ihn liebevoll ‘il Nettuno’ und er ist ein beliebter Treffpunkt. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Eingang zur Biblioteca Salaborsa (ehemaliger Palazzo della Borsa): modern und kostenlos, mit einem Glasboden, der die darunter liegenden römischen Überreste sichtbar macht. Für eine Pause schlendern Sie durch die engen Gassen des Quadrilatero, dem historischen Marktviertel, zwischen Läden mit frischer Pasta und Käse.