Im Herzen Mailands, hinter dem Dom, steht der Erzbischöfliche Palast, die offizielle Residenz des Erzbischofs. Seine Mauern erzählen über ein Jahrtausend Geschichte: von den Ursprüngen als Domus Sancti Ambrosii über den von Karl Borromäus mit Pellegrino Tibaldi gewollten Umbau bis zur Fassade von Giuseppe Piermarini. Heute ist es ein privates Gebäude, aber sein Charme erschließt sich beim Spaziergang auf der Piazza Fontana.
• Fassade und manieristisches Portal: Das Portal von Tibaldi hebt sich von der neoklassizistischen Fassade von 1784 ab.
• Hof der Kanoniker: Zweigeschossige Rundbogenarkaden in Bossenwerk, ein Beispiel gegenreformatorischer Architektur.
• 25. April 1945: In diesen Sälen traf Mussolini das CLNAI, während Mailand sich erhob.
• Erzbischöfliche Gemäldegalerie: Werke von Tintoretto, Cerano und Guido Reni, nur nach Vereinbarung zu besichtigen.
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Von den mittelalterlichen Ursprüngen bis zum 25. April 1945 birgt der Erzbischöfliche Palast in Mailand an der Piazza Fontana Kunst, Architektur und Erinnerung.
- Via Carlo Maria Martini, Milano (MI)
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Wissenswertes
Erzbischofspalast, ein Koloss der Geschichte
Von Sant’Ambrogio bis zum 25. April
- 5. Jahrhundert: erste Bauten
- 1174: Wiederaufbau nach dem Barbarossa
- 1565: Neugestaltung von Tibaldi
- 1784: Fassade von Piermarini
- 25. April 1945: historisches Treffen
Der Kanonikerhof, ein verstecktes Juwel
Hier, am 25. April 1945
Warum du anhalten und hinschauen solltest
Der richtige Moment
Vor und nach dem Palast
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💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…
Nur wenige wissen, dass am 25. April 1945, während Mailand sich erhob, Kardinal Schuster ein Zimmer im Palast vorbereiten ließ, um Mussolini als Kriegsgefangenen aufzunehmen. Das Treffen mit dem CLNAI dauerte Stunden, doch der Duce ging hinaus und kehrte nie zurück. Heute gibt es keine Gedenktafel, die daran erinnert: Die Erinnerung ist nur denen anvertraut, die diese Geschichte kennen. Ein Schweigen, das den Erzbischöflichen Palast noch faszinierender macht.






