🧭 Was dich erwartet
- Ideal für Familien und Geschichtsinteressierte.
- Vereint Renaissance-Architektur und Seenlandschaften des Lago Maggiore und Lago d'Orta.
- Beinhaltet naturkundliche Erlebnisse wie den Safari Park und den Parco La Torbiera.
- Bietet Weinproben lokaler Weine wie dem Ghemme DOCG.
Die Provinz Novara ist ein Gebiet voller Überraschungen, wo der Lago Maggiore auf die Hügel des östlichen Piemont trifft. Hier finden Sie Renaissance-Architektur wie die Visconti-Sforza-Burg in Novara und die Borromäische Festung in Arona, aber auch authentische Dörfer wie Orta San Giulio mit seinem Gemeindepalast. Der Safari Park in Pombia ist ideal für Familien, während das Naturpark La Torbiera in Conturbia ein einzigartiges Naturerlebnis bietet. Nicht zu vergessen die Weinprodukte der Weingüter in Ghemme und die Seenlandschaften am Lago d'Orta. Eine Mischung aus Geschichte, Natur und Tradition, die diese Gegend ideal für eine Reise abseits der üblichen Routen macht.
Überblick
- Kathedrale Santa Maria Assunta
- Koloss des Heiligen Karl Borromäus
- Visconti-Sforza-Schloss von Novara
- Basilika San Gaudenzio
- Safari Park Pombia
- Wildpark La Torbiera
- Borromäische Festung von Arona
- Abtei der Heiligen Nazarius und Celsus
- Burg Buccione
- Palazzo della Comunità
- Castello Ricetto di Ghemme
- Schloss Massino Visconti
- Schloss Sforzesco in Galliate
- Teatro Coccia
- Palast und Arengo des Broletto
Kathedrale Santa Maria Assunta
- Zur Detailseite: Novaraer Dom: Antonellis 121 Meter hohe Kuppel und romanische Krypta
- Vicolo Canonica, Novara (NO)
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Die Kathedrale Santa Maria Assunta beherrscht die Piazza della Repubblica mit ihrer imposanten neoklassizistischen Fassade, entworfen von Alessandro Antonelli im Jahr 1854. Beim Eintreten wird man von der Majestät des Innenraums beeindruckt: Das 22 Meter hohe Hauptschiff wird von korinthischen Säulen gegliedert, die den Blick zum Chor lenken, wo das Fresko der Himmelfahrt Mariens von Gaudenzio Ferrari hervorsticht. Ein Detail, das man nicht verpassen sollte, ist die romanische Krypta aus dem 11. Jahrhundert, die die Reliquien des Stadtheiligen San Gaudenzio bewahrt. Hier erzählen die mit tierischen und pflanzlichen Figuren verzierten Kapitelle die mittelalterliche Geschichte des Piemont. Die später hinzugefügte Kuppel bietet ein streifendes Licht, das die polychromen Marmorböden hervorhebt. Für Besucher von Novara ist die Kathedrale nicht nur ein religiöser, sondern auch ein künstlerischer Bezugspunkt: Die kürzlich restaurierte Orgel aus dem 18. Jahrhundert wird bei sakralen Konzerten genutzt. Die zentrale Lage ermöglicht es, den Besuch mit dem nahegelegenen frühchristlichen Baptisterium, einem der ältesten Norditaliens, zu verbinden. Ein Tipp: Steigen Sie auf den Glockenturm für einen Panoramablick über die Dächer der Stadt und die Voralpen.
Koloss des Heiligen Karl Borromäus
- Zur Detailseite: Koloss San Carlo Borromeo: 23,5 Meter hohe Kupferstatue mit Blick auf den Lago Maggiore
- Via Verbano, Arona (NO)
- https://www.statuasancarlo.it
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Der Koloss des Heiligen Karl Borromäus in Arona ist nicht nur eine einfache Statue: Es ist ein monumentales Werk, das seit 1697 mit seinen 35 Metern Höhe über der Stadt thront und zu einem der bekanntesten Symbole des Lago Maggiore geworden ist. Lokal bekannt als 'Il Sancarlone', wurde dieser Riese aus Kupfer und Eisen geschaffen, um den Kardinal Karl Borromäus zu ehren, einen gebürtigen Aroneser und eine zentrale Figur der katholischen Gegenreformation. Die Besonderheit, die nur wenige kennen? Die Statue ist hohl im Inneren und kann besichtigt werden: Über eine Wendeltreppe mit 165 Stufen erreicht man den Kopf des Heiligen, von dem aus man einen atemberaubenden Panoramablick auf den See und die Voralpen genießt. Die tragende Struktur aus Steinblöcken und Ziegeln stützt das Metallgerüst, das mit gehämmerten Kupferplatten bedeckt ist – eine für die damalige Zeit zukunftsweisende Bautechnik. Die strategische Lage auf einem Hügel direkt über dem See macht den Koloss aus Kilometern Entfernung sichtbar und dient als Orientierungspunkt für Schiffer. Heute umfasst die Anlage auch die Kirche San Carlo am Fuße der Statue, die den monumentalen Komplex zu Ehren des Heiligen vervollständigt. Der Zugang zum Koloss ist von März bis Oktober möglich, wobei Tickets im Tourismusbüro von Arona erhältlich sind. Für Besucher der Provinz Novara stellt dieses Denkmal ein einzigartiges Erlebnis dar, das Kunst, Geschichte und Landschaft untrennbar verbindet.
Visconti-Sforza-Schloss von Novara
- Zur Detailseite: Castello Visconteo-Sforzesco Novara: Zinnenbewehrte Türme und Renaissance-Innenhöfe im historischen Zentrum
- Largo Donatori di Sangue, Novara (NO)
- https://www.ilcastellodinovara.it/
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- +39 0321 1855421
Das Visconti-Sforza-Schloss von Novara dominiert mit seiner imposanten Backsteinstruktur die Altstadt und zeugt von Jahrhunderten Geschichte. 1358 auf Geheiß von Galeazzo II. Visconti erbaut, durchlief das Schloss zahlreiche Wandlungen – von den Sforzas zu den Franzosen und später als Militärkaserne. Nach einer sorgfältigen Restaurierung beherbergt es heute Kulturveranstaltungen und Wechselausstellungen. Der Innenhof ist ein stimmungsvoller Ort, an dem die Atmosphäre der Vergangenheit spürbar wird, während die Ecktürme einzigartige Ausblicke auf die Stadt bieten. In der Nähe rundet die Basilika San Gaudenzio mit ihrem antonellianischen Glockenturm das Panorama ab. Das Schloss ist nicht dauerhaft von innen zu besichtigen, doch während Ausstellungen gelangt man in Räume mit originalen Freskenresten. Die zentrale Lage macht es fußläufig vom Broletto und dem Dom erreichbar – ideal für eine Stadterkundung. Im Frühling oder Herbst laden die umliegenden Gärten zu entspannten Momenten abseits der Menschenmengen ein.
Basilika San Gaudenzio
- Zur Detailseite: Basilika San Gaudenzio: Antonelli-Kuppel mit 121m und höchster Glockenturm Italiens
- Via Carlo Bescapè, Novara (NO)
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Die Basilika San Gaudenzio beherrscht mit ihrer imposanten Kuppel die Skyline von Novara. Diese wurde von Alessandro Antonelli entworfen und ist stolze 121 Meter hoch. Sie ist das unumstrittene Wahrzeichen der Stadt und ein Meisterwerk der piemontesischen neoklassizistischen Architektur. Der Bau der Basilika begann 1577 nach den Plänen von Pellegrino Tibaldi, doch erst Antonelli veränderte das Gebäude im 19. Jahrhundert durch den Zubau der Kuppel, die 1888 fertiggestellt wurde. Im Inneren beeindrucken die einzige Mittelschiff und die Seitenkapellen, in denen Kunstwerke wie das Polyptychon von Gaudenzio Ferrari in der Kapelle des Heiligen Johannes hervorstechen. Die Krypta bewahrt die Reliquien des Heiligen Gaudenzius, des Schutzpatrons von Novara, in einer silbernen Urne aus dem 17. Jahrhundert. Der Aufstieg zur Kuppel ist ein einzigartiges Erlebnis: Man erklimmt eine Wendeltreppe mit 167 Stufen bis zur Aussichtsplattform, von der sich ein Rundumblick über Novara und die umliegenden Hügel bietet, an klaren Tagen mit den Alpen im Hintergrund. Die Basilika ist ganzjährig geöffnet, mit unterschiedlichen Öffnungszeiten an Werktagen und Feiertagen; der Eintritt ist frei, für den Kuppelaufstieg wird ein kleiner Beitrag erhoben. Da es sich um eine aktive Kultstätte handelt, wird empfohlen, die Gottesdienstzeiten zu prüfen, um Besuche während der Messen zu vermeiden. Der vorgelagerte Platz mit dem Broletto und dem romanischen Glockenturm rundet den Besuch ab und bietet einen Einblick in die Geschichte Novaras vom Mittelalter bis zur Einigung Italiens.
Safari Park Pombia
- Via Larino 3, Pombia (NO)
- https://www.safaripark.it/
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- info@safaripark.it
- +39 0321 956431
Der Safari Park Pombia ist ein einzigartiger Tierpark im Piemont, der ein afrikanisches Safari-Erlebnis ermöglicht, ohne Italien verlassen zu müssen. Die Autostrecke schlängelt sich durch weitläufige Bereiche, in denen Tiere wie Löwen, Tiger, Giraffen und Nashörner aus nächster Nähe in naturnah gestalteten Lebensräumen beobachtet werden können. Neben dem Safari-Bereich umfasst der Park einen Fußgängerbereich mit Gehegen für kleinere Arten, ein Reptilienhaus mit Schlangen und Echsen sowie lehrreiche Vorführungen mit Greifvögeln und Säugetieren. Besonders beliebt sind die interaktiven Aktivitäten wie die Fütterungszeit der Affen oder Spielmomente mit Lemuren, die vor allem Kinder begeistern. Der Park verfügt über Verpflegungsstationen, Picknickbereiche und eine Panoramabahn zur bequemen Erkundung aller Ecken. Die sorgfältige Tierhaltung und Artenschutzprogramme machen den Besuch nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Ideal für einen Familienausflug verbindet der Safari Park Abenteuer und Bildung in einem sicheren und organisierten Rahmen.
Wildpark La Torbiera
- Strada Provinciale 166 di Castelconturbia, Conturbia (NO)
- https://www.latorbiera.it/
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- info@latorbiera.it
- +39 0322 832135
Der Wildpark La Torbiera in Conturbia ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die Provinz Novara die Artenvielfalt schützt. Dieser Park zeichnet sich durch sein Engagement für den Schutz gefährdeter Arten wie des Italienischen Wolfs und des Europäischen Luchses aus. Es ist kein gewöhnlicher Zoo: Hier leben die Tiere in großzügigen Gehegen, die ihren natürlichen Lebensraum nachbilden – von Feuchtgebieten bis zu Wäldern. Beim Spaziergang entlang der Wege begegnet man Hirschen, Damwild und Wildschweinen in halber Freiheit, während sich Rotfüchse in der Vegetation verstecken. Der Park beherbergt auch eine Auffangstation für verletzte Wildtiere, die dort gepflegt und anschließend ausgewildert werden. Für Familien gibt es ausgestattete Picknickbereiche und Lehrpfade, die das Ökosystem der Region erklären. Der Besuch bietet die Gelegenheit, Tiere wie den Uhu oder das Reh aus nächster Nähe zu sehen, die in der Natur oft schwer zu beobachten sind. Der Park veranstaltet saisonale Events wie die Greifvogeltage, bei denen Experten den Flug von Adlern und Falken demonstrieren. Die Atmosphäre ist ruhig, abseits des Trubels, ideal für einen erholsamen Ausflug. Denken Sie daran, Fernglas und Kamera mitzubringen: Sichtungen sind häufig, besonders bei Sonnenaufgang oder -untergang. Die Eintrittskarte beinhaltet den Zugang zu allen Bereichen, und Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Überprüfen Sie stets die Website für Öffnungszeiten und Sonderaktionen.
Borromäische Festung von Arona
- Via alla Rocca, Arona (NO)
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Die Borromäische Festung von Arona beherrscht die Seelandschaft von einem Felsvorsprung aus und bietet einen der spektakulärsten Ausblicke auf den Lago Maggiore. Diese mittelalterliche Festung, die zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert erbaut wurde, war über Jahrhunderte ein wichtiger militärischer Vorposten der Familie Borromeo. Heute präsentiert sie sich als faszinierender Ruinenkomplex, der durch ihre mächtigen Mauern und die Überreste der Türme Jahrhunderte Geschichte erzählt. Der Aufstieg zur Festung durch einen Waldweg bietet immer weiter werdende Ausblicke auf den See und die Borromäischen Inseln. Oben angekommen, reicht der Blick von Arona bis nach Stresa und Angera, mit den Schweizer Alpen im Hintergrund. Der Besichtigungsweg ermöglicht es, die Überreste der Befestigungsanlagen zu erkunden, einschließlich des Hauptturms und der Verteidigungsbastionen. Besonders interessant ist die Zisterne zur Sammlung von Regenwasser, ein Zeugnis mittelalterlicher Ingenieurskunst. Die Festung ist historisch mit der nahegelegenen Kolossalstatue des Heiligen Karl Borromäus verbunden, der aus Arona stammt, und stellt ein bedeutendes Beispiel piemontesischer Militärarchitektur dar. Der Zugang ist kostenlos und die Stätte ist immer geöffnet, ideal für einen Besuch zu jeder Tageszeit. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch bei Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die alten Steine hervorhebt und unvergessliche Atmosphären schafft.
Abtei der Heiligen Nazarius und Celsus
- Via Antonio Barbavara, San Nazzaro Sesia (NO)
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Die Abtei der Heiligen Nazarius und Celsus in San Nazzaro Sesia ist ein Ort, der durch seine authentische Romanik beeindruckt. Gegründet 1040 von den Benediktinermönchen, steht sie isoliert in der Ebene, umgeben von Feldern. Die Kirche bewahrt die ursprüngliche halbrunde Apsis und einen schlanken Glockenturm, der die Landschaft dominiert. Im Inneren fallen die Fresken aus dem 14. Jahrhundert in der Kapelle des Heiligen Michael auf, mit Szenen aus dem Leben Christi und lokaler Heiliger. Der Kreuzgang, obwohl teilweise rekonstruiert, behält Steinsäulen und verzierte Kapitelle, die von Jahrhunderten des Gebets und der Arbeit erzählen. Hier produzierten die Mönche Wein und Käse, Traditionen, die die Gegend noch heute prägen. Die Abtei ist kostenlos zu besichtigen und beherbergt oft Konzerte mit geistlicher Musik, die die natürliche Akustik des Kirchenschiffs nutzen. Für Reisende, die abseits der Touristenpfade eine Erfahrung suchen, ist dies ein konkretes Beispiel dafür, wie das Piemont wenig bekannte, aber historisch wertvolle Schätze bewahrt.
Burg Buccione
- Via Don Virgilio Cristina, Orta San Giulio (NO)
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Die Burg Buccione thront auf einem 400 Meter hohen Hügel in Orta San Giulio und ist eines der historischen Wahrzeichen des Ortasees. Im 12. Jahrhundert als Wachturm erbaut, gehörte sie zu einem Verteidigungssystem, das den Zugang zum See kontrollierte. Heute ist der 23 Meter hohe Hauptturm erhalten, der über eine innere Steintreppe besteigbar ist. Von der Spitze aus reicht der Blick über die Insel San Giulio, die Alpen und die umliegenden Dörfer – ein Panorama, das den Aufstieg allein rechtfertigt. Die aus lokalem Stein erbaute Struktur ist trotz der Jahrhunderte und ohne moderne Eingriffe gut erhalten. Der Zugang ist kostenlos und immer geöffnet, aber der Fußweg von Orta San Giulio dauert etwa 15–20 Minuten auf einem markierten, teilweise steilen Pfad. Dies ist ein ideales Erlebnis für alle, die ein authentisches Eckchen abseits der Menschenmassen suchen und die mittelalterliche Geschichte Piemonts schätzen. Nehmen Sie bequeme Schuhe und eine Kamera mit – die Fotos vom Turm sind unvergesslich. Vor Ort gibt es keine Einrichtungen, also planen Sie Wasser und Snacks ein. Im Frühling und Herbst verleiht das Licht der untergehenden Sonnen magische Atmosphären.
Palazzo della Comunità
- Piazza Mario Motta, Orta San Giulio (NO)
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Der Palazzo della Comunità in Orta San Giulio ist ein historisches Gebäude, das direkt auf den Hauptplatz des Dorfes blickt, nur wenige Schritte vom Wasser des Ortasees entfernt. Im 16. Jahrhundert erbaut, beherbergte er über Jahrhunderte die Versammlungen der örtlichen Gemeinschaft und wurde so zu einem Symbol der administrativen Autonomie der Region. Die schlichte, aber elegante Steinfassade weist architravierte Fenster und ein Portal im piemontesischen Renaissancestil auf. Im Inneren sind noch immer Fresken und heraldische Wappen der Familien erhalten, die das Gebiet regiert haben, darunter die Visconti und Borromeo. Heute dient der Palast als Veranstaltungsort für kulturelle Events und temporäre Ausstellungen, bewahrt aber seine repräsentative Atmosphäre. Seine zentrale Lage macht ihn zum idealen Ausgangspunkt, um die Altstadt von Orta mit ihren gepflasterten Gassen und Kunsthandwerksläden zu erkunden. Bei genauer Betrachtung architektonischer Details wie der Rahmen aus lokalem Serizzo-Gestein erkennt man die Verbindung zu den Steinbrüchen des Ortasees – ein konkretes Beispiel dafür, wie die Region die historische Bauweise beeinflusst hat. Es ist kein konventionelles Museum, sondern ein lebendiger Ort, an dem sich Geschichte mit dem Alltag vermischt: Hier können Touristen im Sommer Konzerte besuchen oder einfach den Seeblick vom Platz davor genießen. Für Besucher von Orta San Giulio bietet der Palazzo della Comunità ein authentisches Zeugnis des vergangenen zivilen Lebens, ohne Eintrittskarten oder starre Öffnungszeiten.
Castello Ricetto di Ghemme
- Piazza Castello, Ghemme (NO)
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Der Castello Ricetto di Ghemme ist ein perfekt erhaltenes mittelalterliches Juwel, eines der wenigen noch intakten Ricetti im Piemont. Erbaut zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, diente dieser befestigte Komplex der Bevölkerung als Zufluchtsort und als Lager für Lebensmittelvorräte während Invasionen. Heute bedeutet ein Spaziergang zwischen seinen Mauern aus Flusskieseln und seinen gepflasterten Gassen, in eine authentische Atmosphäre einzutauchen, fernab vom Massentourismus. Die viereckigen Türme und Wohnhäuser mit Türmen, die sich zum Innenhof öffnen, zeugen von der Wehrarchitektur der Epoche, während die massiven Holztore noch immer bereit zu sein scheinen, sich zu schließen, um die Bewohner zu schützen. Eine einzigartige Besonderheit ist der historische Weinkeller innerhalb des Ricetto, wo der renommierte Ghemme DOCG, ein Rotwein, der diese Region berühmt gemacht hat, verkostet werden kann. Die Burg ist nicht nur ein Denkmal, sondern ein lebendiger Ort: Im Laufe des Jahres beherbergt sie kulinarische und weinbezogene Veranstaltungen sowie temporäre Ausstellungen, die es ermöglichen, auch die lokalen Traditionen zu entdecken. Der Besuch ist frei und kostenlos, mit Informationstafeln, die die Geschichte jeder Ecke erklären. Für Fotografiebegeisterte bieten die schattigen Gassen und architektonischen Perspektiven zu jeder Jahreszeit reizvolle Ausblicke, besonders bei Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die Farben der Steine hervorhebt.
Schloss Massino Visconti
- Via Filippo Maria Visconti, Massino Visconti (NO)
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Das Schloss Massino Visconti ist ein architektonisches Juwel, das sich auf dem Hügel des Dorfes erhebt und eine panoramische Aussicht auf den Lago Maggiore und die Voralpen bietet. Im 12. Jahrhundert als Verteidigungsfestung der Visconti erbaut, hat es seine ursprüngliche Struktur mit Zinnentürmen und mächtigen Mauern bewahrt. Heute ist es ein Privatwohnsitz, aber die Außenbereiche sind zugänglich und ermöglichen es, architektonische Details wie das Steinportal und die Biforienfenster zu bewundern. Die strategische Lage des Schlosses, auf einer Anhöhe gelegen, macht es zu einem privilegierten Aussichtspunkt über die umliegende Landschaft. Beim Spaziergang um die Mauern fallen die Spuren der Zeit und die Restaurierungen auf, die die Integrität des Gebäudes bewahrt haben. Das Dorf Massino Visconti mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen vervollständigt die mittelalterliche Atmosphäre. Für Besucher der Provinz Novara ist dieses Schloss ein konkretes Beispiel dafür, wie sich die lokale Geschichte mit der Landschaft verbindet, ohne große Museen oder Inszenierungen zu benötigen. Es genügt, die Steine zu betrachten, um die Vergangenheit von Herrschaften und Schlachten zu verstehen, die das Piemont geprägt haben.
Schloss Sforzesco in Galliate
Das Schloss Sforzesco in Galliate ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Herrschaft der Sforza im Piemont. Im späten 15. Jahrhundert auf Geheiß von Galeazzo Maria Sforza erbaut, zeichnet sich dieses imposante Gebäude durch seine quadratische Struktur mit Ecktürmen aus, typisch für die lombardische Renaissance-Militärarchitektur. Heute beherbergt das Schloss die Stadtbibliothek und Ausstellungsräume, wobei der Charme seiner Ursprünge erhalten bleibt. Die freskierten Säle im ersten Stock, die während geführter Besichtigungen zugänglich sind, bewahren Spuren von Dekorationen aus dem 16. Jahrhundert, die absolut bewundernswert sind. Der Innenhof mit seinem Säulengang und dem zentralen Brunnen bietet eine intime und suggestive Atmosphäre. Besonders interessant ist die Kapelle des Heiligen Josef, die im Nordflügel liegt und Fresken aus dem 16. Jahrhundert beherbergt. Das Schloss fügt sich perfekt in das Stadtbild von Galliate ein und dominiert mit seiner Masse das historische Zentrum. Seine Lage, nur wenige Kilometer von Novara entfernt, macht es zu einer idealen Etappe für alle, die das historisch-künstlerische Erbe des Novarese-Gebiets entdecken möchten, ohne sich zu weit von der Stadt zu entfernen. Besuche sind das ganze Jahr über möglich, wobei die Öffnungszeiten je nach Saison und Veranstaltungen variieren.
Teatro Coccia
- Zur Detailseite: Teatro Coccia Novara: Hufeisenförmiger Saal und perfekte Akustik seit 1888
- Piazza Giacomo Puccini, Novara (NO)
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Das Teatro Coccia ist eines der kulturellen Wahrzeichen von Novara, ein Gebäude, das über ein Jahrhundert Geschichte durch seine Architektur und Aufführungen erzählt. Eröffnet im Jahr 1888, trägt das Theater den Namen des Novareser Komponisten Carlo Coccia und befindet sich im Stadtzentrum, nur wenige Schritte von der Basilika San Gaudenzio entfernt. Die Fassade im neoklassizistischen Stil ist durch einen Portikus mit Säulen und allegorischen Statuen gekennzeichnet, während das Innere durch den hufeisenförmigen Saal mit vier Rängen und einer von Giovanni Vimercati freskierten Decke beeindruckt. Hier verbindet sich die piemontesische Opern- und Theatertradition mit zeitgenössischen Angeboten: von der Schauspielsaison über Sinfoniekonzerte bis hin zu Balletten und Familienveranstaltungen. Ein Detail, das nur wenige bemerken? Das Foyer, ein eleganter Raum mit Spiegeln und Stuck, ideal für einen Aperitif vor der Vorstellung. Für Novara-Besucher ist das Coccia nicht nur ein Unterhaltungsort: Es ist ein Erlebnis, das Kunst, Geschichte und Geselligkeit verbindet, mit erschwinglichen Tickets und einem ganzjährig reichhaltigen Programm. Empfehlung: Prüfen Sie online das Programm, um die interessantesten Termine nicht zu verpassen, wie etwa Veranstaltungsreihen für junge lokale Talente.
Palast und Arengo des Broletto
- Piazza della Repubblica, Novara (NO)
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Der Palast und Arengo des Broletto stellt den ältesten Kern der zivilen Macht in Novara dar, ein architektonisches Ensemble, das Jahrhunderte Verwaltungsgeschichte umfasst. Gelegen auf dem Piazza della Repubblica, direkt gegenüber dem Dom, vereint dieses mittelalterliche Gebäude vier verschiedene Baukörper, die zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert errichtet wurden. Der Name 'Broletto' leitet sich vom lateinischen 'brolo' ab, was einen umzäunten Garten bezeichnete, und hier tagte der Gemeinderat seit dem Mittelalter. Der Arengo, der älteste Teil, stammt aus dem Jahr 1198 und war der Ort, an dem der Podestà Recht sprach und öffentliche Versammlungen abgehalten wurden. Seine Backsteinfassade zeigt noch die originalen gotischen Zwillingsfenster und das Stadtwappen. Der Palast der Gemeinde, der im 15. Jahrhundert hinzugefügt wurde, zeigt dagegen Renaissance-Einflüsse mit seinem Portikus aus Rundbögen. Heute beherbergen die Innenräume Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen, während der Innenhof mit seinem historischen Brunnen die Atmosphäre vergangener Zeiten bewahrt. Besonders interessant ist der Saal des Arengo, in dem kürzlich restaurierte Fresken aus dem 14. Jahrhundert bewundert werden können. Der Komplex ist während der Öffnungszeiten der Gemeindebüros kostenlos zugänglich und bietet einen authentischen Einblick in das politische und soziale Leben des mittelalterlichen Novara ohne Eintrittskarten oder Reservierungen.
