Castel Flavon – Haselburg: Restaurant mit Blick auf Bozen

Auf einem Porphyrfelsen über dem Stadtteil Aslago gelegen, ist Castel Flavon – Haselburg ein Herrensitz aus dem 12. Jahrhundert, der heute in ein Restaurant, einen Veranstaltungsort und eine Skybar mit Blick auf Bozen umgewandelt wurde. Von den historischen Sälen mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert bietet sich ein Panorama, das sich vom Saltenplateau bis ins Sarntal erstreckt.
Fresken und Architektur: Restaurierung 2001-2002, Doppelarkaden und Kellerräume.
Südtiroler und mediterrane Küche: Tortelloni, Kalbsmedaillons, Panna cotta, auch für Vegetarier und Veganer.
Skybar Haselburg: „Oldies but Goldies“ am ersten Mittwoch im Monat.
Hochzeiten und Veranstaltungen: Innenhof, Felsensaal und Blick auf den Talkessel.


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Copertina itinerario Castel Flavon - Haselburg: Restaurant mit Blick auf Bozen
Castel Flavon – Haselburg ist eine Burg aus dem 12. Jahrhundert auf einem Felsvorsprung über Bozen. Heute beherbergt sie ein Restaurant mit Südtiroler Küche, eine Panorama-Skybar und Hochzeitssäle mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert.

Wissenswertes


Ein über Bozen thronendes Schloss

Es gibt einen Ort oberhalb von Bozen, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Auf einem Porphyr-Felssporn thront Castel Flavon – Haselburg und blickt auf die Stadt hinab. Von hier schweift der Blick über die Etsch-Ebene bis zum Salten, ins Sarntal und zum Ritten. Es ist kein stilles Museum: Es ist eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die heute von Restaurant, Veranstaltungen und Abenden lebt. Die alten Mauern, die Fresken aus dem 16. Jahrhundert und eine romantische Atmosphäre koexistieren mit der modernen Skybar. Kurz gesagt, einer dieser Orte, die einem in Erinnerung bleiben, besonders bei Sonnenuntergang.

Geschichtlicher Überblick

Castel Flavon, auch Haselburg oder Castel Küepach genannt, hat uralte Ursprünge. Im 12. Jahrhundert errichteten die Herren von Haselberg einen ersten Kern mit Bergfried, Zisterne und Verteidigungsmauern auf der Südostseite. Zwischen 1474 und 1541 erhielt die Burg unter den Herren von Fiè ihr heutiges Aussehen: Die Doppelarkaden, der Nordflügel und die feinen Fresken entstanden. Um 1880 zerstörte ein Einsturz des Nordflügels einen Teil dieser Malereien. In den Jahren 2001–2002 restaurierte der Architekt Dietmar Dejori alles, befreite die Arkadengänge und baute den eingestürzten Flügel wieder auf.

  • 12. Jahrhundert: Gründung durch die Herren von Haselberg
  • 1474–1541: Erweiterung mit den Doppelarkaden und Fresken
  • 1880: Einsturz des Nordflügels
  • 2001–2002: Restaurierung und Öffnung für die Öffentlichkeit

Architektur und Fresken, die man nicht verpassen sollte

Neben der Aussicht lohnt sich ein Spaziergang durch die Räume des Schlosses. Die Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die den Einsturz im 19. Jahrhundert überstanden haben, erzählen Geschichten von Kaisern, römischen Feldherren und Szenen aus dem Apollo-Mythos. Die Restaurierungen in den Jahren 2001–2002 legten die doppelbogigen Arkaden und die Kellerräume wieder frei und gaben dem Schloss seine ursprüngliche Dreiflügelform zurück. Das Ensemble verbindet gekonnt antiken Stein und zeitgenössische Eingriffe, ohne historische Fälschungen. Es ist eine kleine Reise in die Südtiroler Architektur, zwischen eleganten Sälen und intimeren Winkeln.

Restaurant: Tradition wird aufgetischt

Das Restaurant des Schlosses bietet südtiroler und mediterrane Küche mit Gerichten, die sich mit den Jahreszeiten ändern. Hier können Sie hausgemachte Tortelloni, Kalbsmedaillons, Panna Cotta und Walnussbrotcrostini probieren. Es gibt auch vegetarische, vegane und glutenfreie Varianten. Der Michelin-Führer erwähnt es und die Qualität ist spürbar. Die Säle tragen klangvolle Namen: Zirmstube, Jägerstube, Felsensaal. Die Atmosphäre ist elegant, aber entspannt, mit klassischer Musik im Hintergrund. Perfekt für ein romantisches Abendessen oder ein besonderes Mittagessen. Eine Reservierung ist fast Pflicht.

Skybar und Themenabende

Der Skybar Haselburg ist das Aushängeschild des Schlosses. Mit Blick auf das Becken von Bozen ist er der richtige Ort für einen Aperitif bei Sonnenuntergang. Am ersten Mittwoch jedes Monats findet der Oldies but Goldies Abend statt: Musik von den 70ern bis in die 2000er mit DJ Marlon und DJ Alex Stan. Der nächtliche Blick auf die Stadt lässt die Lichter unter dir erstrahlen, und das Schloss wird zu einem perfekten Rahmen. Ob du ein Musikliebhaber bist oder einfach auf der Suche nach einem stimmungsvollen Ort, dies ist eines der Erlebnisse, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Warum es einen Besuch wert ist

Es gibt mindestens drei gute Gründe. Der erste ist die Panoramaaussicht: Von der Terrasse und der Skybar überblickt man Bozen, das Etschtal und Berge wie Salten und Ritten. Der zweite ist die Küche, die Tradition und Kreativität in einem einzigartigen Ambiente verbindet. Der dritte ist die Location für Veranstaltungen: Hochzeiten, Zeremonien und private Feiern finden hier Innen- und Außenbereiche, vom Innenhof bis zum Felsensaal. Aber Achtung: Es ist kein Ort für einen freien Besuch. Die Burg ist nur nach Reservierung für das Restaurant oder bei Veranstaltungen zugänglich. Also organisiere zuerst und genieße dann die Show.

Wann reisen?

Der magische Moment? Der späte Nachmittag, wenn die Sonne die Porphyrwände golden färbt und die Stadt darunter zu glänzen beginnt. Ist der Himmel klar, reicht der Blick weit. Wenn du Lust auf einen besonderen Abend hast, merke dir den ersten Mittwoch im Monat für die Musik der Skybar. Welchen Moment du auch wählst, der Rat ist: Komm nicht in Eile, nimm dir Zeit zum Schauen.

In der Umgebung

Die Lage der Burg ist perfekt, um den Ausflug zu verlängern. Vom Stadtteil Aslago führt ein schöner Spaziergang durch den Wald bis hierher; setze deinen Weg in Richtung San Giacomo fort für eine noch komplettere Route. Trekkingliebhaber können an den Alta Via di Laives anschließen, der direkt unter der Burg verläuft. Dann ist da natürlich noch Bozen: Die Altstadt mit Laubengängen, der Dom und die Weihnachtsmärkte runden den Tag ab.

Routen in der Umgebung


💡 Vielleicht wusstest du nicht, dass…

Bei der Restaurierung 2001-2002 kamen Kellerräume und Doppelarkaden wieder zum Vorschein, die von Bauten aus dem 18. Jahrhundert verdeckt waren: Heute spürt man beim Spaziergang zwischen den Mauern die Atmosphäre der Bankette, die bereits im 15. Jahrhundert das Gemäuer belebten. Etwas hinter der Burg führt ein etwa anderthalbstündiger Spaziergang von Aslago nach St. Jakob: perfekt, um ein unvergessliches Abendessen zu verdauen.